Der KC 85/4 war der meistverkaufte Computer der KC85-Serie in der DDR. Er wurde offiziell 1988 als verbesserter Nachfolger des KC 85/3 vorgestellt. Das Modell war für viele Hobby-Programmierer und bei Schulen in der DDR beliebt, da er grafisch und klanglich den üblichen Heimcomputern ind er DDR deutlich überlegen war. Mit seinem Verkaufspreis von ursprünglich 4.600 Mark (DDR) richtete er sich jedoch eher an ein gehobenes Publikum. Für Schulen war es aber durchaus machbar, die Modelle zu einem günstigeren Preis zu beschaffen.
Das Gehäuse des KC 85/4 ist ein kantiges Tischgehäuse aus Kunststoff und Metall mit einer separaten Tastatur. Es war ausgelegt für den platzsparenden Aufbau auf Schreibtischen. Das Basisgerät konnte dafür durch zahlreiche weitere Ergänzungsgeräte (z. B. für Diskettenlaufwerke) mit gleicher Bauform ergänzt und diese übereinander gestapelt werden. Der KC 85/4 erfreute sich einer aktiven Spieleszene. So waren bspw. diverse Jump’n’Run-Spiele auf Kassetten und später Disketten erhältlich und wurden oft (illegal) kopiert.
| Hersteller | VEB Mikrotechnik „Wilhelm Pieck“ Mühlhausen (DDR) |
| Veröffentlichungsjahr | 1988 |
| Produzierte Stückzahl | 45.000 (gesamte KC-Reihe) |
| Preis (bei Markteinführung) | 4.600 Mark (DDR) |
| Prozessor | 8 Bit U880 D @ 1,77 MHz (PAL) |
| Arbeitsspeicher | 64 KB |
| Grafikdarstellung | 320 x 256 Pixel bei 16 Farben |
| Tonausgabe | Zwei Tongeber mit 5 Oktaven |
Autoren: Vincent G., Cody T., Rebecca T.



