Commodore Plus/4


Der 1984 von Commodore herausgebrachte Heimcomputer Plus/4 war Teil der 264-Serie. Als preiswertes Einstiegsgerät war er vor allem für Anfänger sowie grundlegende Bürotätigkeiten konzipiert. Der Computer hatte 64 KB RAM sowie einen (in der PAL-Version) mit 1,77 MHz getakteten MOS 7501 (später 8501) Prozessor. Grafik, Ton, sowie EIn- und Ausgaben wurden durch einen gemeinsamen, TED genannten Chip gesteuert. Er konnte mehr Farben darstellen als der legendäre Commodore 64. Die Grafik war für die damalige Zeit gut, aber der Sound war deutlich schwächer als der des C64. Als Speichermedium dienten handelsübliche Kasettenrecorder wie die Datasette von Commodore oder externe 5¼“-Diskettenlaufwerke.

Die vier integrierten Programme für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbankmanagement und Zeichnen waren eine Besonderheit. Zudem war als Programmiersprache ein BASIC-Interpreter fest im ROM des Computers integriert.

Trotz dieser Eigenschaften konnte sich der Plus/4 nicht etablieren, da er nicht mit dem weit verbreiteten C64 kompatibel und nur eine begrenzte Auswahl an Spielen und Zubehör vorhanden war. Daher wurde die Produktion bereits nach einem Jahr eingestellt und die Geräte zum Schluss zu Schleuderpreisen – zum Teil auch nach Osteuropa – verkauft. In Deutschland wurde er vor allem als Computer-Lernkurs zusammen mit einer Datasette und einem Einsteigerbuch bei Aldi verkauft. Heute gilt er vor allem als Sammlerstück.

HerstellerCommodore International (USA)
Veröffentlichungsjahr1984
Produzierte Stückzahl827.000
Preis (bei Markteinführung)299 US$
ProzessorMOS 7501 oder 8501 @ 1,77 MHz (PAL)
Arbeitsspeicher64 KB
Grafikdarstellung40 × Zeichen oder 320 × 200 Pixel mit max. 121 Farben
TonausgabeTED-Chip (zwei Kanäle, Rauschgenerator)

Autoren: Sophie S., Dennis F., Daniele C.

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