Historische Speichermedien


Lochkarten und Lochstreifen

Früher wurden Daten auf verschiedenster Weise gespeichert. Eine der bekanntesten Möglichkeiten waren die Lochkarten und Lochstreifen. Diese bestanden aus stabilen Papier oder Karton. Informationen wurden hierbei dadurch gespeichert, dass an bestimmten Positionen im Papier Löcher gestanzt wurden. Beim Laden der Daten fuhr ein Lesekopf über das Papier. An den Stellen, an denen ein Loch im Papier war, konnte ein Strom fließen, an den ungelochten Stellen nicht. Auf diese Weise ließen sich Informationen binär speichern.

Magnetbänder (Datasette)

Eine andere Möglichkeit der Datenspeicherung waren die Magnetbandspeicher. Das Prinzip war dabei ähnlich wie bei den Lochstreifen, nur dass statt des Papiers ein magnetarisierbares Kunststoffband verwendet wurde. Beim Laden der Daten prüfte ein Lesekopf, ob die aktuelle Stelle das Bands magnetisch aufgeladen war oder nicht. Im Heimcomputerbereich kamen als Magnetbandspeicher häufig handelsübliche Kassettenrecorder zum Einsatz, die mit dem Computer verbunden wurden. Die entsprechenden Geräte wurden auch als „Datasette“ – eine Verbindung als Daten und Kasette“ – bezeichnet. Die Datasette wurde vor allem bei Commodore- oder Sinclair-Computern wie dem C64 dem Spectrum, sowie bei Heimcomputern in der DDR eingesetzt. Programme wurden mithilfe von Tonsignalen auf normalen Audiokassetten gespeichert. Das Laden der Daten war sehr langsam und fehleranfällig. Trotzdem war die Datasette beliebt, da sie relativ günstig war und kein zusätzliches Laufwerk benötigte. Später wurde sie durch schnellere und zuverlässigere Diskettenlaufwerke ersetzt. Heute werden Magnetbänder nur noch für die kostengünstige Speicherung großer Datenmengen genutzt.

Disketten

Disketten sind gewissermaßen Vorgänger heutiger USB-Sticks. Hierbei handelt es sich um Scheiben eines magnetisierbaren Materials, welche in ein Kunststoffgehäuse eingefasst sind. Das erste Diskettenlaufwerk wurde 1967 von IBM entwickelt. Nach größeren 8-Zoll- und 5¼-Zoll-Disketten setzte sich in den 1980er-Jahren die 3½-Zoll-Diskette von Sony mit einer Speicherkapazität von 1,44 MB als Standard durch. Ab den 2000er-Jahren wurde die Diskette wegen ihrer geringen Speicherkapazität durch modernere Speichermedien ersetzt. Versuche, spezielle ZIP-Disketten mit größerer Speicherkapazität zu etablieren, setzten sich nicht durch.

Festplatten

Eine Festplatte (englisch Hard Disk Drive, HDD) speichert Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben, die von Lese- und Schreibköpfen gelesen und beschrieben werden. Die ersten Modelle waren sehr groß, langsam und besaßen nur wenige Megabyte Speicherplatz. Die erste Festplatte wurde 1956 von IBM entwickelt, war so groß wie ein Kleiderschrank und konnte lediglich 5 MB an Daten speichern. Später wurden Festplatten deutlich kleiner, schneller, leistungsfähiger. Heute werden sie zunehmend durch schnellere und robustere Solid State Disks (SSDs) auf Basis von Flash-Speichern ersetzt.

Autoren: Tim W., Leonard N., Roman K.

Proudly powered by WordPress | Theme: Baskerville 2 by Anders Noren.

Up ↑