Was haben die Kennzeichnung von retuschierten Modelfotos, kostenloser öffentlicher Nahverkehr für die Schülerschaft Brandenburgs und wolfsfreie Zonen in unserem Bundesland gemeinsam? Jenen, die jetzt anfangen grübelnd Verbindungen zu suchen, sei gesagt …inhaltlich nichts! Sie sind auch kein Unterrichtsgegenstand. Trotzdem haben dazu einige Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen unserer Schule exakt zehn Tage lang in ihrer Freizeit intensiv Rechtslagen, Definitionen und Standpunkte recherchiert, die gefundenen Informationen ausgetauscht sowie jeweils Argumente dafür und dagegen gesucht.
Und warum? Weil am Montag, den 19.03.2018, der Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Potsdam stattfinden sollte und Paula Fürstenberg aus der Klasse 9/1 im Regionalwettbewerb einen von zwei Oberhavel/Ruppiner Startplätzen in der Altersklasse I dafür erkämpft hatte. Außerdem stellten wir für den Landeswettbewerb auch Juroren, die nur dann gerecht über die Fähigkeiten der besten Debattanten urteilen können, wenn sie selbst sachkundig sind. Die älteren Juroren mussten sich in drei weitere komplexe Themen der AGII (10.-12. Klasse) einlesen. Zehn Tage Vorbereitungszeit sind kurz, so dass sogar noch die Anfahrtszeit zum Wettbewerb genutzt wird, um letzte Statistiken aufzurufen oder Stellungnahmen zu den verschiedenen Streitthemen im Kopf abzuspeichern, denn in den Debatten darf man keine Ausarbeitungen zu Rate ziehen.
Die zwei Qualifikationsdebatten des Landeswettbewerbes erfolgten dieses Jahr an der Universität Potsdam. Die acht besten Brandenburger Debattanten traten jeweils in zwei Altersklassen gegeneinander an. Die Wettbewerbsregel besagt, dass nur die besten Vier anschließend noch die dritte Debatte, das Finale bestreiten dürfen, welches traditionell im Plenarsaal des brandenburgischen Landtages im Stadtschloss ausgetragen wird – also dort, wo unsere Abgeordneten den „echten“ politischen Streit austragen.
Unser Team war angespannt, würde es für Paula dazu reichen? Es reichte! Paula kämpfte sich ins Finale, das sogar über einen Livestream im RBB übertragen wurde. Die Bildungsministerin des Landes Brandenburgs, Frau Britta Ernst, eröffnete mit einer Rede die Endrunde. Im zahlreich versammelten Publikum saßen auch mehrere Landtagsabgeordnete und hörten interessiert zu, als das aktuell politisch heiße Thema einer Einrichtung von wolfsfreien Zonen in Brandenburg debattiert werden musste. Paula vertrat die Contra-Position und wusste zu überzeugen: Platz zwei für Paula Fürstenberg, lautete das Endergebnis der Altersklasse I. Sie darf sich nun, neben dem Gewinn einer einwöchigen Landessieger-Seminar-Teilnahme auf Burg Rothenfels am Main, im Bundeswettbewerb messen. Hochklassig, sachkundig, sehr engagiert und sprachlich überzeugend hätten die Finalisten gestritten, so lautete das anschließende Lob der Politiker für die Debattanten der Klassenstufe 8/9.
Übrigens wurde das Louise-Henriette-Gymnasium mehrfach im Plenum des Landtages positiv erwähnt – namentlich unsere Finalistin Paula, die Schülerjurorinnen und -juroren, die Schulkoordinatorin Frau Sander und auch der stellvertretende Schulleiter Herr Steuer wurden beglückwünscht, gelobt, wertgeschätzt bzw. begrüßt. „Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg“ – für unsere neue Ministerin ist das nun keine Unbekannte mehr. Auf diesen Erfolg, so wurde auf dem Potsdamer Bahnhof Frau Sander von den Schülerinnen und Schülern argumentativ schlüssig überzeugt (gelernt ist gelernt), müsse sie doch jedem ein Eis ausgeben. Hat sie… verdient ist verdient!
Danke an das Team: Jurek Wille (12), Ina Mitternacht (12), Magnus Kroner (11), Benedikt Feit (11), Tony Seeber (11), Emiliy Wolfsberger(9), Antonia Schluß(9), Alexander Schur (11), Johan Pippig(8), Jule Buchholz (8), Julian Azemi (8), Taade Mader (8) und auch an Frau Möhring-Volmer, die an diesem Tag nicht dabei sein konnte, aber in der Vorbereitung unverzichtbar war sowie Bennet Mehls (8).
Und nicht zu vergessen: vom 14.-16.06.2018 findet der Bundeswettbewerb in Berlin statt. Und zehn Tage vorher bekommen die Teilnehmer wieder drei neue Themen. Und dann…
Jugend debattiert 2018
Die Debattiersaison 2018 ging zunächst einmal mit einigen Sorgen los. Werden in diesem Jahr genügend Jugendliche bereit sein, zu debattieren? Finden wir einen Termin für die AG „Jugend debattiert“? Doch schon bald zeichnete sich ab, dass aus den achten Klassen genügend Meldungen eintrudelten, damit die Debatten in der AG I – das sind die Klassen 8-9 – durchgeführt werden können. Etwas weniger gut aufgestellt war dagegen die AG II. Doch letztendlich kamen auch hier genügend Mit- und Wortstreiter zusammen. Für die Planung des Wettbewerbs hieß das: Sechs Paralleldebatten in der AG I und zwei Paralleldebatten in der AG II.
Und demzufolge das nächste Problem: Haben wir genügend Räume, um neben dem Unterrichtsgeschehen den Wettbewerb stattfinden zu lassen? Aber auch dies ließ sich mit ein bisschen Improvisation und Dank unseres Stunden- und Raumplaners, Herrn Steuer, lösen. Dank dem Verständnis aller Kolleg/innen im Haus, konnten die Lehrerarbeitszimmer und der Vorbereitungskeller benutzt werden.
Und nun das letzte Problem: Sind genügend Lehrer/innen bereit als Juroren den Wettbewerb zu tragen. Auch hier gab es eine sehr gute Lösung: Mit Jurek Wille (ehemaliger Landessieger in der AG I) und Anna Viereck (Alumni) als erfahrene Hasen konnten die Jurys für die Altersgruppe II ohne Lehrunterstützung an den Start gehen. Alle weiteren Jurorinnen dieser Jurys haben ebenfalls in vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen Erfahrungen im Debattieren und Jurieren gesammelt: Ina Mitternacht, Minh Anh Ngyen, Marie Schober, Neeltje Schilling. Dazu kamen für die AG I Frau Jahn, Frau Sander, Frau Zickuhr, Herr Godomski, Herr Lewerenz und Herr Rehfeld – ebenfalls mit zum Teil langjährigen Erfahrungen im Schulwettbewerb.
Nachdem all diese Probleme und Problemchen geklärt waren, konnte es losgehen. Am Freitag, 26.01.2018 trafen sich alle Debattant/innen, Juror/innen und Zeitnehmer/innen im Raum 130, um die Anwesenheit und Vollständigkeiten der Ansetzungen zu prüfen. Währenddessen wurden mit großem Interesse die Reihenfolge der Themen und der Plan der Ansetzungen zur Kenntnis genommen: „Oh, nein – das Thema geht gar nicht als erstes.“ oder „Hä, wer ist das denn?“ oder „Mist, die ist gut, das wird schwer.“ Und wie immer flirrte Spannung, Aufregung und eine trotz allem tolle Atmosphäre durch den Anbau. Denn die meisten wollten, dass es irgendwie endlich losgeht.
Pünktlich um 8.30 Uhr schlossen sich sechs Türen und öffneten sich ca. 24 Minuten später wieder. Obwohl zwischen den Debatten manchmal etwas Luft war – anders als im Regional- oder Landeswettbewerb – und obwohl einige Jurys, ihren Raum verlassen mussten, um Platz für die Altersgruppe II zu machen, hat alles reibungslos geklappt. Jeder war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, alle kamen gut durch die Debatten und am Ende stand die Frage, wer wird die Finaldebatten bestreiten. Einige wussten schon am Ende beider Qualifikationsdebatten, dass es möglicherweise nicht gereicht haben könnte.
Die Final-Debatten der AG I und II liefen parallel, aber was sich deutlich abzeichnete war, dass auch im nächsten Jahr sowohl AG I und II stattfinden wird, denn gerade in der AG I fand eine starke Finaldebatte statt.
Und das sind unsere Schulsieger/innen: In der Altersgruppe I siegte Paula Fürstenberg (9/1), Julian Azemi (8/4) folgte auf Platz zwei, diese beiden haben sich damit für den Regionalwettbewerb qualifiziert. An
tonia Schluß (9/1) und Jule Buchholz (8/4) folgen auf Platz drei und vier.
Bei den älteren Schüler/innen setzten sich Tony Seeber (Platz 1) und Vivien Müller (Platz 2) vor Julius Nitz und Benedikt Feit (alle Klasse 11) durch. Wir gratulieren allen Finalist/innen und besonders den Sieger/innen sehr herzlich und freuen uns auf den Regionalwettbewerb. Und wir rechnen fest damit, dass alle Debattant/innen von 2018, sofern sie nicht mit dem Abi in der Tasche in der Welt herumtingeln, auch im nächsten Jahr wieder antreten werden. Wir hoffen, es hat euch Spaß gemacht!
(Katrin Sander und Manuela Möhring-Volmer)
Juniorwahl 2017 am LHG
Auch unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 11 hatten die Möglichkeit, den Prozess der Stimmabgabe kennen zu lernen und mit echten Wahlzetteln eine Wahl für den Bundestag durchzuführen.
Hier das Ergebnis: Juniorwahlen 2017 am LHG
Schulfinale von „Jugend debattiert“

Am Freitag, 22.1.2016, haben sich wie jedes Jahr die besten Debattierer/innen unserer Schule für das Regionalfinale von „Jugend debattiert“ qualifiziert. Während in der AG 2 recht viele Debattanten um die zwei Qualifizierungsplätze mit Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft rangen, war die Konkurrenz in der Altersgruppe 1 nicht ganz so hoch. In dieser Altersgruppe schicken wir dieses Jahr drei Teilnehmer/innen zum Regionalfinale. Für alle Schulfinal-Teilnehmer/innen gilt, dass ihre Leistungen sehr eng beieinander lagen.
Mit dem Ergebnis der Finalrunde der Altersgruppe 1, die aus Marie Schober, Helene Fäscher (beide 8/4), Julius Nitz und Nathalie Scheer (beide 9/1) bestand, können sich Helene, Nathalie und Julius auf das Regionalfinale freuen.
Das Finale der Altersgruppe 2 wurde von unseren „alten Hasen“: Neeltje Schilling, Ina Mitternacht, Philipp Zitzelsberger und Séan Kenny bestritten. Hier erreichten Séan und Neeltje Platz 1 und 2 und werden somit als Debattanten für das Regionalfinale im Februar antreten können.
Wir gratulieren allen Sieger/innen und Finalteilnehmer/innen und wünschen gleichzeitig allen anderen, dass sie die Fähigkeiten des Debattierens vielfältig anwenden mögen.
K.S./M.M.V.
Wir haben es wieder geschafft!
Was ist los im Haus, wenn an einem Freitag am Winterende/ Frühlingsanfang im Anbau aufgeregtes Gewusel herrscht und im Kontrast dazu für exakt 24 Minuten konzentrierte Stille, die nur ein einzelner Redner brechen darf ; wenn dienstags zwei Handvoll Leute bis 16.00 Uhr im Haus bleiben, um bei Keksen und meistens Gummibärchen miteinander zu recherchieren, sich auszutauschen und offensichtlich über Themen diskutieren, die irgendetwas mit Politik zu tun haben und wenn schließlich etwa zwei Wochen später eine Gruppe Schüler/innen verschiedener Klassen dem Unterricht fernbleiben, um dafür viel länger in einer anderen Schule auszuharren?
„Jugend debattiert“ läuft. Und letzten Freitag ging es für einige LHG-Schüler/innen wieder zum Regionalfinale – diesmal ins Runge. Mit dabei die im Januar im Schulwettbewerb ermittelten Sieger beziehungsweise Zweitplatzierten: Debattantinnen für die Altersstufe I Ina Mitternacht (9/1) und Neeltje Schilling (9/2) und für die Altersstufe II Seán Kenny (10/3) und „unser alter Hase“ Philipp Zitzelsberger (11). Jurek Wille, der eigentlich Erstplatzierte im Schulwettbewerb und letztjähriger Landessieger, musste leider aus gesundheitlichen Gründen von seiner Delegierung fürs Regionalfinale zurück treten. Ebenfalls vertreten waren eine Menge Unterstützer/innen – Schülerinnen und Schüler, die selbst beim Schulwettbewerb um die Startberechtigung wetteiferten, und eingeteilte Juror/innen, ohne die so ein Wettbewerb unmöglich wäre und natürlich Frau Sander und Frau Möhring-Volmer…
Und ja, wir haben es wieder geschafft: Das bedeutet für unsere Schule Teilnahme am Landeswettbewerb. Und diesmal darf Seán Kenny als Erstplatzierter im Regionalfinale unsere Schule im Potsdamer Landtag vertreten. Neeltje hat mit dem hervorragenden dritten Platz nur haarscharf die Qualifikation für den Landeswettbewerb verfehlt, darf aber am Siegerseminar teilnehmen, so dass sie dort ihre bereits jetzt guten Fähigkeiten weiter ausbauen bzw. schulen kann und im nächsten Jahr hoffentlich wieder kräftig mitmischen wird.
Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmer/innen und ganz besonders viele guten Wünsche für Seán, der sich nun erneut in drei Themen einarbeiten muss, wobei ihn sicher alle in der AG „Jugend debattiert“ von Frau Sander kräftig unterstützen werden!
(Bild folgt)
LHG erfolgreich beim Landesfinale Brandenburg „Jugend debattiert“
Wer sind Brandenburgs beste junge Debattenredner? Nach dem Unterricht und den Debattier-Wettbewerben auf Schul- und Regionalebene standen viele herausragende Rednerinnen und Redner von Schulen aus dem gesamten Land Brandenburg nun in der Qualifikation zum Landesfinale.
Im Anschluss an eine vormittägliche Qualifikationsrunde haben die vier besten Debattanten jeder Altersstufe im Landesfinale noch einmal ihr rhetorisches Können präsentiert. Debattiert wurde in zwei Altersgruppen: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13. Die beiden Erstplatzierten jeder Altersstufe qualifizieren sich zudem für den Wettbewerb auf Bundesebene.
…
Für unsere Schule gingen Jurek Wille und Leon Israel an den Start. Über gelungene Qualifikationsdebatten gelang es Jurek in der Altersklasse I den begehrten Finalplatz in der Debatte der letzten Vier zu erringen. Im neuen, bis auf den letzten Platz gefüllten Plenarsaal des Landtags Brandenburgs diskutierte er über die Abschaffung der verbindlichen Lehrerempfehlung zum Besuch einer weiterführenden Schule nach der sechsten Klasse. Jurek konnte die Jury schließlich auf der Contraposition überzeugen. Er siegte!!! Das bedeutet für ihn die Teilnahme am Bundeswettbewerb, in dem die 32 besten Debattanten aus ganz Deutschland in Berlin antreten werden. Vorher wird er das Landessiegerseminar auf der Burg Rothenburg besuchen dürfen. Mit dem Sieg verbunden ist außerdem eine Aufnahme ins Alumniprogramm der Hertiestiftung.
Leon Israel, unser Vertreter in der Altersklasse II, verpasste das Finale denkbar knapp als Fünftplatzierter der Qualifikationsrunden.
Wir gratulieren beiden Schülern unserer Schule und wünschen Jurek viel Glück und Erfolg im Juni in Berlin.
Überzeugende Redner
Oberhavels beste Redner stehen fest: Jurek Wille, Julia Steinmetz, Leon Israel und Tessa Lucette Ohme haben bei „Jugend debattiert“ am Freitagnachmittag gewonnen. Am 7. April treten die vier Schüler beim Landeswettbewerb im Potsdamer Landtag an.
Hinter einem Pult stehen die Befürworter, hinter dem anderen die Gegner: Sollen Eltern zur Teilnahme an Elternabenden in der Schule verpflichtet werden? Sandra Brockmeyer und Jurek Wille haben sich ihre Pro-Argumente bereitgelegt, Julia Steinmetz und Lucas Schemenz geben Contra. Zehn Tage hatten sie Zeit, sich zum Thema zu informieren – nun, hinter dem Pult, hat die Gruppe kurze zwölf Minuten, um ihre Argumente überzeugend rüberzubringen.
Es bräuchte ein Gesetz auf Bundesebene, Zwang wird abgelehnt, Pflicht verhindert höheres Engagement und wie soll ein Fernbleiben bestraft werden?, verteidigen Julia und Lucas ihre Haltung. Ergebnisse der Pisa-Studie, der Bildungsauftrag der Eltern, die Einschaltung des Jugendamts bei Fernbleiben bringen die Befürworter Sandra und Jurek an. Immer wieder machen sie sich Notizen, haken nach, erwidern Argumente mit Gegenargumenten. Bis die Jury mit einer kleinen goldenen Glocke das Ende der Runde signalisiert.
„Ich war gut vorbereitet und froh, dass ich contra war“, sagt Julia Steinmetz kurz nach der Debatte. Sie besucht die achte Klasse am Runge-Gymnasium und gehört zu den vier besten Rednern. Sie fand ihre Mitstreiter „gleich stark“, deswegen sei die Diskussion „sehr anspruchsvoll“ gewesen, sagt die Achtklässlerin. „Das Debattenniveau war hoch.“
Erleichtert verlassen die vier das Podest. Das Schüler-Publikum empfängt sie. „Der hatte gute Argumente“, sagt Sandra Brockmeyer hinterher erstaunt zu ihren Freunden.
Nach kurzer Pause treten Leon Israel, Felicia Wolf-Mentschke, Tessa Lucette Ohme und Lilli Trebs hinter die Rednerpulte. Sie gehören zur Altersklasse zwei und haben ebenso zwölf Minuten, um zu diskutieren. Das Thema: Soll die kommunale Grundversorgung von Gas, Wasser, Strom und Abfall wieder vollständig in die öffentliche Hand überführt werden? Das kommunale Monopol lehnen Tessa und Lilli ab, Felicia und Leon führen steigende Preise nach einer Privatisierung an und erinnern an die Fürsorgepflicht des Staates. Die Innovationskraft privater Unternehmen wird gegen die soziale Verantwortung gestellt – die vier greifen gegenseitig ihre Argumente auf, bringen neue ins Spiel. Ein bisschen Anspannung beherrscht die Redner, ihre Stimmen sind fest, ins Stocken kommt hier keiner. „Das war schwierig“, sagt Leon danach. Er hatte sich vorgenommen, auf seine Argumentationsstruktur zu achten, berichtet er. „Das ist mir nicht so gut gelungen“, merkt er selbstkritisch an.
Am Freitag hat sein Auftritt in der Regine-Hildebrandt-Schule gereicht, die Jury zu überzeugen. Gemeinsam mit Tessa Lucette Ohme (Runge-Gymnasium), Jurek Wille (Louise-Henriette-Gymnasium) und Julia Steinmetz (Runge-Gymnasium) wird der Henriette-Schüler Oberhavel bei „Jugend debattiert“ im Potsdamer Landtag vertreten. Im neuen Plenarsaal dürfen sie am 7. April beweisen, wie gut sie argumentieren können. „Jugend debattiert“ an jenem Ort ist eine Premiere. Auch für Leon Israel, der bereits drei Mal am Landesausscheid teilgenommen hat.
Quelle: http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1252416/ (Märkische Online Zeitung vom 02.03.2014)
„Jugend debattiert“ – An guten Traditionen…
…soll man festhalten!
Kurz vor den Halbjahresferien gibt es für alle wortgewandten und argumentativ und politisch begabten Schüler/innen die heiße Phase. Und heiß ist hier in vielerlei Hinsicht gemeint:
1. Kurz vor Beginn des Schuljahres 2013/14 sitzen alle Fachkonferenzleiter/innen des LHG zusammen und sehen planerisch dem neuen Schuljahr entgegen: Keine AG-Stunde für „Jugend debattiert“. Das geht nicht, also noch einmal Umbau des Planes… Heiße Konferenz!
2. Die Schulkoordinatorin am Louise-Henriette-Gymnasium, Frau Sander, erstellt die Terminplanung – alles wird getaktet: Schulausscheid, Regionalfinale und Landeswettbewerb. Es könnte ja sein, dass… Hitziges Kalenderblättern. Die Planung bekommen alle Deutsch- und Politiklehrer/innen.
3. Etwa 20 Tage vorher beginnt die heiße Phase der Planung: Wer macht mit, wer ist gemeldet, wer darf jurieren, wer sind die Neuen, wer tritt wieder an, wer kümmert sich um Glocken, Stifte, Papier, Raumordnung usw. Heiße 20 Minuten in einer Mittagspause. Ach und schnell noch die Themen auswählen. Geschafft.
4. Zehn Tage vorher gibt es die Themen, dann beginnt die heiße Phase der inhaltlichen Vorbereitung. Jetzt sind die Debattanten dran. Wer zudem noch Rückhalt in der AG findet, ist gut dran. Die Drähte des Internets laufen heiß: Wo wurde welche Regelung zu welcher Problematik gefunden, wer weiß was, wie war noch einmal der Ablauf usw.
5. Freitag, 24. Januar 2014, etwa 8.00 Uhr, Lehrerzimmer, noch schnell einen Kaffee – „gute Idee“, Kisten für die Räume bereitstellen, Uhren checken – hui eine hat schon aufgegeben, also Batterie austauschen, Wettbewerbsansetzungen aushängen (wer mit wem oder gegen wen), Räume vorbereiten, Wasser, Kekse, Stifte, Papier verteilen, Schüler/innen einfangen, um Hilfe bitten, eine Glocke fehlt – wo ist die nur, dann muss eben mal eine Tischklingel ausreichen – puh, doch noch einmal sehr warm geworden, fast heiß.
6. Am selben Tag, 9.30 Uhr, alle da?, nein – einige fehlen, Ersatz einteilen, Einweisung für die Debattanten, Besprechung der Jurorenleistung, Aufteilung auf die Räume, jeder weiß wohin und trotzdem: aufgeregte Unruhe! Noch einmal alles gut gegangen, einen Schluck Wasser zur Kühlung.
7. Erste Debatte: Bewertung, Besprechungen, Rückmeldung; Raumwechsel; zweite Debatte: Bewertung, Besprechung, Rückmeldung, alle Bewertungen zur Koordinatorin, dort wird gerechnet, Finalist/innen bekanntgeben. Für die Altersgruppe I treten im Finale an: Anne Bendin (9/5), Hanna Safarov (8/3), Seán Kenny und Jurek Wille (beide 9/3); in der Altersgruppe II treffen vier Herren und „alte Hasen“ aufeinander: Philipp Zitzelsberger, Leon Israel (beide 10/2), Stefan Scheunemann (11) und Simon Lindner (12). Das werden zwei spannende, heiße Debatten.
8. Am Nachmittag, das Haus ist weitgehend leer, stehen die Sieger der Finaldebatten fest und damit haben sich einen Platz für den Regionalwettbewerb heiß erkämpft, erredet, herbeidiskutiert für die AG I: Seán und Jurek und für die AG II: Stefan und Leon. Es war aufregend, spannend, anstrengend und hitzig, aber vor allem hat es Spaß gemacht.
Herzlichen Glückwunsch, und wie immer ist nach dem Wettbewerb vor dem Wettbewerb: Viel Erfolg im Regionalwettbewerb! Und ein heißes, inniges Dankeschön an alle, die es möglich gemacht haben: Schüler/innen, Lehrer/innen und Schulleitung! (mm-v)

Platzierung der AG I
|
Klasse
|
Name Starter
|
Platz
|
|
9/3
|
Seán Kenny
|
1.
|
|
9/3
|
Jurek Wille
|
2.
|
|
9/5
|
Anne Bendin
|
3.
|
|
8/3
|
Hanna Safarov
|
4.
|
Platzierung der AG II
|
Klasse
|
Name Starter
|
Platz
|
|
11
|
Stefan Scheunemann
|
1.
|
|
10/3
|
Leon Israel
|
2.
|
|
10/3
|
Philipp Zitzelsberger
|
3.
|
|
12
|
Simon Lindner
|
4.
|
Jugend debattiert… Zum Dritten, zum Vierten…

„Jugend debattiert“: LHG in der nächsten Runde
Am 25. Januar erklangen erneut die Glocken, um die nächsten drei Qualifikationsrunden des Regionalwettbewerbs „Jugend debattiert“ einzuläuten, dieses Mal an der Regine-Hildebrand-Schule in Birkenwerder. Die Siegerinnen und Sieger unseres Schulfinales, Leon Israel und Phillipp Zitzelsberger für die Sekundarstufe I sowie Nicole Kempfer und Tobias Riemschüssel für die Sekundarstufe II, bewiesen Sachkenntnis, Ausdruck, Überzeugungskraft und sprachliche Gewandtheit. Sie traten an gegen die Schulsieger/innen der gastgebenden Schule, des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen-Neuendorf, des Puschkin-Gymnasiums in Hennigsdorf und des Runge-Gymnasiums in Oranienburg. Begleitet wurden unsere Finalisten von ihren Mitschüler/innen aus der AG „Jugend debattiert“ und von weiteren interessierten Schüler/innen.
In zwei Qualifikationsrunden schlugen sich unsere Debattanten hervorragend. In den beiden Finalrunden traten immerhin drei Schüler/innen unserer Schule an. Zwei von ihnen erreichten die Platzierung für die weitere Qualifikation im Landeswettbewerb, der im März in Potsdam stattfinden wird. Wir gratulieren Leon und Nicole. Gratulation auch an Philipp und Tobias. Herzlichen Glückwunsch!
Gedankt sei auch Frau Sander, die am LHG die Teilnahme an diesem Wettbewerb organisiert und Schüler/innen intensiv darauf vorbereitet, und allen anderen, die die beiden so toll unterstützt haben. Und für alle, die es nicht wissen: Nach der Debatte ist vor der Debatte. Viel Spaß, Kraft, gute Ideen und viel Unterstützung für das nächste Finale und die weitere Arbeit in der AG „Jugend debattiert“!
(Manuela Möhring-Volmer)




