Jugend … debattiert!“

jugend-debattiert-logo-2010Leichtes Glockenklingen, nervöse Schüler/innen und Lehrer/innen, die Richtung Anbau treiben. Anspannung ist spürbar. Aber Nikolaus war am Tag zuvor und bis Weihnachten ist es noch eine Weile hin. Was ist los im LHG? Der Flur ist mittlerweile gefüllt, Wortfetzen sind zu hören: „Ach, du machst auch mit?“, „Na, wieder dabei?“ oder auch „Oh, erste Runde – und gleich mit…“! An der Glastür sammeln sich Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II, die sind doch sonst nicht an den gleichen Dingen interessiert sind. Was ist da los?
Dann endlich: Begrüßungsrunde im Raum 131, die Regeln werden noch einmal kurz geklärt, die Zeitnehmer und Juroren instruiert, die Stoppuhren getestet, Wasser, Kekse, Bewertungsbögen verteilt und dann geht’s los. Das ist nicht nur ein großer organisatorischer Aufwand, den die Politiklehrerin Frau Sander zu stemmen hat. In sieben Räumen des Anbaus finden parallel die Qualifikationsrunden der Sekundarstufen I und II zum Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Sieben Jurorenteams, sieben Zeitnehmer und vier mal sieben Wettbewerbsteilnehmer sind in den nun folgenden 25 Minuten hochkonzentriert. Ihre Aufgabe: Sie erörtern ein Thema, auf das sie sich in den vergangenen Wochen und Tagen strukturell vorbereitet, zu dem sie in den letzten zehn Tagen auch inhaltlich recherchiert haben. Das Ausknobeln der Position Pro oder Kontra ist erledigt, mit leisem Flüstern sind Absprachen getroffen, im Kopf wird noch einmal an der Eröffnungsrede gefeilt, und dann legen sie los: „Du hast gesagt…“, „Wir meinen dagegen…“, „Du hast Recht…“, „Ich allerdings sage…“. Alles ohne Aggressionen, ein sachlicher Ton beherrscht die sieben Räume. Etwa zwischen 10.40 und 10.50 Uhr öffnen sich die Türen, Wechsel und zweite Qualifikationsrunde. Am Ende werden die vergebenen Punkt zusammen gerechnet. Vier Finalisten pro Altersklasse stehen fest.
Für die Altersstufe I gehen Leon Israel, Antonia Schreiber Seàn Kenny und Philipp Zitzelsberger ins Finale, für die Altersgruppe II sind es Stefan Scheunemann, Erik Stolzenburg, Nicole Kempfer und Tobias Riemschüssel. Und erneut 25 Minuten später ist auch diese letzte Runde zu Ende. Jetzt kommt es auf die Juroren an. Das ist keine einfache Aufgabe. Auch hier ist der Ton sachlich. Um 13.35 Uhr werden die Ergebnisse der Finalrunden bekannt gegeben. Kurze Zeit später ist alles aufgeräumt, die Glocken sind verstummt.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer/innen, die sich zumeist über Klassenwettbewerbe qualifiziert haben, und insbesondere an die diesjährigen Sieger/innen unserer Schule,
Leon Israel und Philipp Zitzelsberger für die Altersgruppe I und
Nicole Kempfer und Tobias Riemschüssel für die Altersgruppe II,
die im Januar 2013 teilnehmen werden am Regionalfinale von „Jugend debattiert“.

M. Möhring-Volmer

Wettbewerb „Jugend debattiert“ 2011/2012

Zum dritten Mal fand am 20.Januar 2012 der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ statt.
„Sollen wie in Schweden Schülerinnen und Schüler Lehrkräfte im Unterricht duzen dürfen?“
Das war nur eine der drei Fragen, der sich die Teilnehmer im Rahmen des Wettbewerbes stellen sollten. Durch rege Beteiligung und harte Konkurrenz innerhalb der vorangegangenen Klassenwettbewerbe trat ein stark motiviertes und hochklassiges Starterfeld im Schulwettbewerb gegeneinander an. In zwei Qualifikationsrunden und den Finalrunden beider Altersklassen bewiesen die Schüler ein hohes Niveau und boten überzeugende Stellungnahmen zu den bundesweit vorgegeben Themen.
Zehn Tage haben die Schüler und Schülerinnen Zeit, sich in die Themenstellungen inhaltlich einzuarbeiten. Welche Position sie in der Debatte vertreten, können sie sich nicht aussuchen. Das wird ausgelost. Notwendig ist daher im Vorfeld eine gründliche Auseinandersetzung mit allen Pro- und Contra-Argumenten, um im Wettbewerb überzeugend zu sein.
Gefragt sind in der Debattenrunde, welche den genauen Zeitrahmen von 24 Minuten vorsieht, Überzeugungskraft, Ausdrucksfähigkeit, Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit. Jeder Teilnehmer muss eine zweiminütige Eröffnungsrede halten, in der 12-minütigen freien Aussprache argumentieren und in der Schlussrede ein Fazit der Debatte ziehen. Eine dreiköpfige Jury und Zeitnehmer bewerten nach Punkten, wie gut ein Debattant allen Anforderungen gerecht werden konnte.
Seit 2010 nimmt unsere Schule, initiiert durch die Fachkonferenzleiterin für Politische Bildung, Katrin Sander, an diesem Bundeswettbewerb teil. Inzwischen wurde seit diesem Schuljahr durch die Zusammenarbeit mit der Fachkonferenz Deutsch im Rahmen des Unterrichts der Klasse 8 die Debatte auch Lehrplanthema. Dadurch können Talente noch besser entdeckt werden. Gefördert werden sie dann zusätzlich, wenn die Schüler Lust haben, in der Arbeitsgemeinschaft „Jugend debattiert“, geleitet von Frau Sander. Seit zwei Jahren trifft die sich regelmäßig einmal wöchentlich.
Im Vorjahr 2011 schafften es zwei Schüler unserer Schule, Paul Gehrmann und Simon Lindner, sich für den Landeswettbewerb zu qualifizieren. Sie gewannen jeweils in ihren Altersklassen auf Regionalebene. Paul Gehrmann belegte auf Landeseben den hervorragenden vierten Platz.

Ergebnisse des Schulwettbewerbes „Jugend debattiert“ Altersgruppe I Klasse 8/9

Platzierung Name Anmerkung
1. Marie Uhlmann (8/2) Diese Teilnehmer sind für das Finale und
den Regionalverbundwettbewerb qualifiziert!
Sie vertreten unsere Schule am 24.02.2012 in
Birkenwerder.
2. Leon Israel (8/3)
3. Selina Graichen (8/5)
4. Alexander Rotsch (9/1)
5. Nicole Kempfer (9/1) Diese Teilnehmer sind als Nachrücker für das Regionalverbundwettbewerb qualifiziert.
Nicole Kempfer startet für Alexander Rotsch im Regionalverbundwettbewerb.
6. Stefan Scheunemann (9/3)
7. Philipp Arndt (8/2)
7. Felix Kretschmann (9/3)

Ergebnisse des Schulwettbewerbes „Jugend debattiert“ Altersgruppe II Klasse 10-13

Platzierung Name Anmerkung
1. Laura Bartel (13) Die1.-4.-platzierten Teilnehmer sind für das Finale und den Regionalverbundwettbewerb qualifiziert! Sie vertreten unsere Schule am 24.02.2012 in Birkenwerder.

Platz 5 und 6 sind Ersatzstarter. Da bei Platz 4 – 6 Punktgleichheit bestand, entschieden hier die Einzelplatzierungen in den Debattenrunden über das endgültige Ergebnis.

2. Tobias Riemschüssel (11)
3. Erik Stolzenburg (11)
4. Simon Lindner (11)
5. Janina Kallmeier (11)
6. Norbert Heeger (11)

LHG erfolgreich beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“

Am 24.02.2012 fand der Regionalverbundswettbewerb in Birkenwerder statt.
Angetreten waren außer uns insgesamt vier Schulen: die Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder, das Puschkin-Gymnasium Hennigsdorf, das Runge-Gymnasium Oranienburg. Hier die Ergebnisse:
In der Altersklasse I konnten sich durch die Vorrunden drei von den insgesamt vier Finalplätzen Schülerinnen und Schüler unserer Schule erkämpfen! Leon Israel, Nicole Kempfer, Stefan Scheunemann. Im Finale errang Leon Israel durch eine überzeugende Leistung ein von zwei begehrten Startplätzen für den Landeswettbewerb in Potsdam am 24.03.2012. Herzlichen Glückwunsch!
In der Altersklasse II wurde durch einen Organisationsfehler einer der Teilnehmerschulen, die mit zu geringer Debattantenanzahl antrat, das Starterfeld leider halbiert, dadurch konnten statt der vorgesehenen vier nur zwei Starter pro Schule debattieren. In der Vorrunde unterlagen unsere Starter Tobias Riemschüssel und Erik Stolzenburg leider mit nur einem Punkt und konnten so im Finale nicht mehr eingreifen.

Jugend debattiert Regionalwettbewerb – LHG mit zweifachem Erfolg

jugend-debattiert-logo-2010Kein Geschrei, niemand fällt dem anderen ins Wort oder wird persönlich – im Gegensatz zu Parlamentsdebatten oder Talkshows waren die Teilnehmer von „Jugend debattiert“ äußerst diszipliniert.

Im Puschkin-Gymnasium in Hennigsdorf fand gestern der Regionalwettbewerb für Oberhavel statt. Einen ganzen Nachmittag lang wurde diskutiert, was das Zeug hält. Am Ende standen vier Sieger fest. Aus der Sekundarstufe I haben sich Melina Schildberg und Simon Lindner (vom LHG) für den Landeswettbewerb qualifiziert. Für die Sekundarstufe II treten Maike Hansen und Paul Gehrmann (auch vom LHG) am 8. April in Potsdam an.

Zuvor mussten sie sich in einer Finaldebatte durchsetzen. Die Jüngeren diskutierten über die Frage, ob die deutsche Sprache in der Schule und auf dem Schulhof zur Pflicht werden sollte. Bei den Größeren ging es um das Thema „Sollten Schusswaffen in Privathaushalten verboten werden?“ In jeder Runde nahmen jeweils zwei Diskutanten die Pro- und die Kontraseite ein.

Für Diana Erler, Lehrerin am Puschkin-Gymnasium und regionale Koordinatorin für „Jugend debattiert“, ist der Wettbewerb eine gute Schule fürs Leben: „Die Schüler lernen, dass jedes Thema zwei Seiten hat.“ Das zahle sich auch im Unterricht aus. Die Mitglieder der schuleigenen Debattier-AG hätten bei schriftlichen Erörterungen oft die besseren Noten.

Sieger Paul Gehrmann vom Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium war ebenfalls zufrieden. „Letztes Jahr lief’s nicht so gut, aber diesmal hatte ich mich exzessiv vorbereitet“, sagt der 18-Jährige. Er habe sogar vor dem Spiegel geübt. Pauls rhetorisches Vorbild war Karl-Theodor zu Guttenberg. „Jetzt muss ich mir wohl jemand Neues suchen.“ (Von Christian Zielke)

Quelle: gekürzt aus der Märkischen Allgemeinen vom 05.03.2011

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern und viel Erfolg in der nächsten Runde!

Jugend debattiert

Seit dem Schuljahr 2009/10 beteiligt sich das Louise-Henriette-Gymnasium (mit Schülern ab Kl. 9) an dem bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“ und nimmt im Regionalverbundwettbewerb teil. Der in diesem Schuljahr (2010/11) stattfindende Schulwettbewerb könnte unsere Schüler vielleicht sogar letztlich in die Bundesebene führen. (Wir drücken die Daumen!)

Unterrichtssequenzen in den Fächern Politische Bildung und Deutsch bereiten auf diesen Wettbewerb vor und zeigen, wie vielfältig man Debattierfähigkeiten im Alltag nutzen kann. Debattiert werden z. B. Themen wie: Soll an unserer Schule einheitliche Schulkleidung eingeführt werden? Sollen Jungen und Mädchen getrennt voneinander unterrichtet werden? Sollen Jugendliche schon ab 16 Jahren wählen dürfen? Sollte der Unterricht generell erst um 9 Uhr beginnen? Sollen Lehrer durch ihre Schüler bewertet werden? usw.
Verschiedene Übungen, die zum Teil auch unabhängig vom Wettbewerb eingesetzt werden, verbessern die rhetorischen Fähigkeiten der Schüler.

Eine „Jugend debattiert“-Debatte selbst umfasst nur vier Personen: Zwei sprechen sich für, zwei gegen das Gefragte aus. Einen Gesprächsleiter gibt es nicht. Diese Debatte gliedert sich in drei Teile:

  1. Eröffnungsrunde: Stellung beziehen (jeder hat maximal zwei Minuten Redezeit, ohne Unterbrechung. Pro-und Contra-Redner wechseln einander ab. Pro beginnt.)
  2. Freie Aussprache: Abgleich und Klärung (Zwölf Minuten, ohne Gesprächsleiter, in freiem Wechsel.)
  3. Schlussrunde: Erneut Stellung beziehen, Entscheidung (Jeder hat maximal eine Minute Redezeit, ohne Unterbrechung. Gleiche Reihenfolge wie in der Eröffnungsrunde. Keine neuen Argumente, sondern Ertrag aus der Debatte.)

Die Teilnehmer der Debatte werden anhand folgender Kriterien bewertet:

  • Sachkenntnis (Wie gut weiß der Redner, worum es geht?)
  • Ausdrucksvermögen (Wie gut sagt er, was er meint?)
  • Gesprächsfähigkeit (Wie gut geht er auf die anderen ein?)
  • Überzeugungskraft (Wie gut begründet er, was er sagt?)

Wir halten den Wettbewerb für wichtig, weil er die sprachliche Kompetenz durch Ausbildung in Rede, Gegenrede und Debatte sowie die politische Bildung durch Motivation zu politischem Handeln befördert, der Persönlichkeitsbildung durch gegenseitigen Austausch und Perspektivenwechsel dient und die Meinungsbildung durch Auseinandersetzung mit aktuellen Streitfragen intensiviert.
Darüber hinaus verbessert er generell kommunikative Fähigkeiten, stärkt die Urteilsfindung und gibt mehr Sicherheit im Auftreten bei Prüfungen und Bewerbungen.

Die Koordinatorin für „Jugend debattiert“ ist an unserer Schule Frau Sander (Fachbereich Politische Bildung), die auch montags 14-tägig die AG „Debattierklub“ leitet. Interessenten werden gebeten, sich gerne (!) mit ihr in Verbindung zu setzen.

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