Wie man die Zukunft gestalten kann?

9–5 bekommt Tipps vom Profi und Bundestagsabgeordneten Jorrit Bosch beim Besuch des Deutschen Bundestages

Wenn man sich echte Tipps für Jugend debattiert holen möchte, dann gibt es keinen eindrucksvolleren Ort als das politische Zentrum unseres Landes: den Deutschen Bundestag. Genau dahin führte unser Weg – und dieser Besuch wird so schnell niemand vergessen.

Punkt 09:00 Uhr eröffnete Bundestagspräsidentin Julia Klöckner die Sitzung zum Steueränderungsgesetz 2025. Sofort füllte sich der Saal mit konzentrierter Atmosphäre. Reden wurden gehalten, Standpunkte verteidigt, Argumente geschärft. Es wurde gestritten, überzeugt und immer wieder neu abgewogen und das live sowie ohne Filter. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine beeindruckende Erkenntnis zu sehen, wie lebendig Demokratie ist und wie sehr politische Entscheidungen ihren Alltag beeinflussen. Egal ob Schule, Bildung, Wohnen, Infrastruktur, all das entsteht aus solchen Debatten.

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Demokratie live – wie die 9-1 einen historischen Tag im Bundestag erlebte

Was hat Demokratie eigentlich mit mir zu tun? Wer entscheidet darüber, was im Land passiert? Sind Politikerinnen und Politiker wirklich so unnahbar, wie es oft scheint? Fragen wie diese schwirren vielen Jugendlichen im Kopf herum. Antworten gibt es selten im Schulbuch, manchmal aber mitten im Herzen der Demokratie: im Deutschen Bundestag.

Am 11. Juli 2025 war es für die Klasse 9-1 so weit. Ein Datum, das in die Geschichtsbücher eingehen dürfte. An diesem Freitag ging es im Berliner Reichstagsgebäude turbulent zu. Im Bundestag wurde debattiert, gestritten, unterbrochen und heftig diskutiert, wer künftig als Verfassungsrichter über die Grundwerte des Landes wachen soll. Die Klasse verfolgte das politische Schauspiel von der Besuchertribüne aus – gespannt, aufmerksam und hautnah dran.

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„Demokratie lebt vom Widerspruch“ – Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk begeistert mit packendem Vortrag

Der 25. März 2025 war ein denkwürdiger Tag am Louise-Henriette-Gymnasium. Ein Tag, der Geschichte lebendig machte. Ein Tag, an dem die Vergangenheit plötzlich ganz nah war. Denn an diesem Tag war mit Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk einer der führenden Experten für die DDR und den Prozess der deutschen Einheit zu Gast. Seine mitreißende Art zu erzählen, seine tiefgehenden Analysen und seine klaren Worte fesselten die Schülerinnen und Schüler – und lösten eine Flut an Fragen aus.

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Schulwettbewerb „Jugend debattiert“

Wann habt ihr, wann haben Sie das letzte Mal debattiert? Etwas her, sagen viele. Stimmt nicht – wir machen das ständig. In der Familie, im Beruf, der Schule, mit Freunden, im Verkehr, beim Einkauf. Es geht um recht haben und recht bekommen. Es ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Leben, andere zu überzeugen. Aber wie?

„Ziel einer Auseinandersetzung sollte nicht der Sieg sein, sondern der Fortschritt.“

Joseph Joubert 1640–1719

Über 350 Jahre alt, doch aktueller denn je ist diese Botschaft – darum pfleg(t)en wir am LHG die Kunst des Debattierens – im Deutsch-Unterricht Klasse 8, im Wahlpflichtunterricht Klasse 9/10, in der AG, in Klassenwettbewerben und am 25.01.2024 beim Schulwettbewerb. Was muss man da können?

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Jugend debattiert: Wir waren in den Finaldebatten des Regionalwettbewerbes!

Quelle: Frau Möhring-Volmer

Nachdem der aufregende Schulwettbewerb von „Jugend debattiert“ beendet war, hieß es nur etwa 14 Tage später, die nächste Herausforderung in Angriff zu nehmen: Wir fuhren am 22.2.2023 nach Finowfurt zum Regionalwettbewerb. Die besten Schülerinnen und Schüler aus 8 Schulen des Regionalverbundes traten gegeneinander an. Das sind 4 parallele Debatten in jeder Altersgruppe. Die gastgebende Schule hat sich darauf gut vorbereitet: Guides, möglichst nahe Räume für die Debatten, Aufenthaltsräume, Frühstücksbuffet usw. Was nicht kalkulierbar ist, sind die erkrankten Schüler und Schülerinnen, deren Fehlen dann kurz vor Beginn noch einmal allen den Puls in die Höhe treibt: Wer bekommt den Losstartplatz (die gastgebende Schule kann keine AG II-Debattant/innen stellen), wer muss nachrücken – damit die Debatten vollständig sind, welche Juror/innen müssen ersetzt werden? Wir konnten durch einen Losplatz unsere drei bestplatzierten Schulfinalist/innen (Nils, Gregor, Carlotta, alle 11) an den Start schicken. In der AG I musste Platz drei der Schule (Tara, 9_4) Platz zwei (Luis, 9_4) ersetzen. Zoe (AG I) hat kurzerhand einen Jurorenplatz eingenommen – also wirklich alles noch einmal aufregend. Zwei Qualifikationsdebatten, nicht gerade einfache Themen, Aufregung, Konzentration, Stille. Und dann folgt nach dem Auszählen der Punkte beider Debatten die Verkündigung der Finalist/innen: Nils für die AG II und Stina (9_4) für die AG I. Großartig!

Letztlich haben wir zwar keine Delegation in den Landeswettbewerb (Platz 1 und 2) errungen, aber wir haben Erfahrung, Auftrieb und Ideen für die weitere Arbeit an der Schule bekommen. Das LHG war als Team dabei: Nach zwei Jahren Pause im Wettbewerb sind wir miteinander gemeinsam stolz und glücklich, so weit gekommen zu sein. Und für Nils bleibt noch ein kleines Türchen offen – mindestens zum Landeswettbewerb nach Potsdam zu fahren, vielleicht aber auch nachrücken zu dürfen. Und auch durch das Zuschauen kann man viel lernen!

Jugend debattiert 2022/23

Nach zwei Jahren Pause – endlich wieder debattieren.

Quelle: M. Möhring-Volmer

Vor drei Jahren haben wir letztmalig den Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ durchgeführt. Unsere damaligen Finalist/innen haben damals noch auf Regionalebene debattiert. Sebastian Boehr, inzwischen Jg. 12, war damals qualifiziert für den Landeswettbewerb … Und dann kam Corona. Wir setzten zwei Jahre aus und haben nicht einmal mehr auf Schulebene debattiert. Unsere Einführung in den Wettbewerb in Klasse 8, die wir im Fach Deutsch verankert haben, hat während dieser zwei Jahre sträflich gelitten – man hatte das Gefühl, es hat keinen Platz im Fernunterricht, Teilungsunterricht oder im „Aufholen nach Corona-Stress“.

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Überrascht unser Wahlergebnis?

Auswertung der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021

Vergangene Woche fand an unserer Schule, sowie auch bundesweit an vielen weiteren Schulen, die Juniorwahl zur Bundestagswahl am 26. September 2021 statt. Die Juniorwahl ist einer klassischen Wahl mit Stimmzetteln nachempfunden und stellt eine Simulation des regulären Wahlprozesses dar. So hatten bei uns Jugendliche der Klassenstufen 10, 11 und 12 die Möglichkeit, Demokratie zu erleben, obwohl sie aufgrund ihres Alters noch nicht wählen dürfen. Unser Hauptziel als Organisatoren war es, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen am Louise-Henriette-Gymnasium zu leisten. Das Projekt sollte Schülerinnen an die Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die künftige Teilnahme innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereiten. Durch diesen Übungsprozess passiert euch hoffentlich nicht so ein peinlicher Fehler, wie dem Kanzlerkandidaten Armin Laschet, der bei der Stimmabgabe den Wahlzettel falsch gefaltet hatte.

An unserer Schule haben insgesamt 146 Schülerinnen teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 45,63% entspricht. Deutschlandweit waren rund 1,4 Mio. Jugendliche wahlberechtigt, wovon 81,4% ihr Wahlrecht genutzt haben. Obwohl nur weniger als die Hälfte an unserer Schule gewählt hat, zeigt unsere Schule ein ähnliches Ergebnis wie das Gesamtergebnis der Juniorwahl 2021. Die stärkste Partei bundesweit mit 20,6 % sind die Grünen, gefolgt von der SPD mit 19,4%. Die drittstärkste Partei ist die FDP mit 18,5%. Die CDU landet mit 13,5% nur auf Platz vier. Die Ergebnisse unserer Schule sind in der folgenden Statistik zu sehen.

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Regionalwettbewerb 2020 „Jugend debattiert“

Der Ablauf ist jedes Jahr der gleiche. Schulwettbewerb. Regionalwettbewerb. Landeswettbewerb. Bundeswettbewerb. Aber das stimmt so natürlich nicht. Nur wer die jeweiligen Wettbewerbe als Erst- oder Zweitplatzierter gewinnt, kommt in die nächste Runde. Und auch in diesem Jahr darf das LHG mit Sebastian, 9_1 am Landeswettbewerb 2020 in Potsdam teilnehmen.

Foto_privat
Foto_privat

Denn Sebastian hat im Regionalwettbewerb einen tollen ersten Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch! Wir hatten am vergangenen Freitag 5 (!) Starter/innen im Rennen, denn der durch Los vergebene Nachrücker-Platz in der AG II konnte auch durch uns besetzt werden. So starteten Antonia, Lotta und Lorenz für das LHG.

Und auch hier sahen wir nicht schlecht aus:
Lotta redete sich bis ins Finale der AG II. Herzlichen Glückwunsch! Marie und Sebastian sind für die AG I gestartet.Begleitet wurden unsere Schüler/innen in diesem Jahr von K.Terp und M.Möhring-Volmer.

Wer findet, dass „Jugend debattiert“ ausschließlich ein Einzelwettbewerb ist, sollte sich das Foto in der MAZ von unserer „Mannschaft“ anschauen MAZ.

“Jugend im Bundesrat”

bundesratVom 18.-20.11.2019 waren 30 Schüler und Schülerinnen des Louise-Henriette-Gymnasiums am Projekt „Jugend im Bundesrat“ beteiligt. Anlass war die Bundesratspräsidentschaft des Landes Brandenburg. An diesen zwei Tagen übernahmen wir gemeinsam mit drei weiteren Schulen aus Brandenburg den Bundesrat und die Rolle der Abgeordneten.
Durch Ziehen von Losen wählten wir unser Bundesland oder waren Mitglied der Presse. Als erstes stand die Wahl des Ministerpräsidenten/der Ministerpräsidentin an. Im Anschluss folgte die erste Kabinettssitzung, wo wir unser Ministerium auswählten und uns in die aktuellen Gesetze einarbeiten mussten. Vor der zweiten Kabinettssitzung wurden die Leitlinien in den einzelnen Parteien besprochen.
Am zweiten Tag standen viele Sitzungen an. Man besprach die Gesetze in den Ausschüssen und im Kabinett. Was sich alles andere als einfach gestaltete, da wir die Meinung der Partei und des Landes unter einen Hut bringen mussten. Zwischendurch gab es Pausen in denen wir uns mit den anderen Schülerinnen und Schülern austauschen konnten, um schon ein wenig auf „Stimmenfang“ zu gehen. Bei den Nachrichten wurden wir über das Neueste informiert.
Am letzten Tag wurde in einer Kabinettssitzung nochmals alles durchgegangen und über die Entscheidungen bei der abschließenden Plenarsitzung über die drei Gesetze abgestimmt.
Wir stellten fest, dass es gar nicht so einfach ist, ein Gesetz zu beschließen, auf den Weg zu bringen bzw. darüber abzustimmen, da man mehrere Meinungen als einzige Person vereint. Für alle war es eine interessante und tolle Erfahrung. Es zeigte sich, dass Politik nicht einfach ist und man sich mit Vielem auseinandersetzen muss. Daher ist es normal, dass es eine große Zeitspanne in Anspruch nimmt, um zu einem fertigen Gesetz zu kommen. Abschließend möchten wir uns beim Bundesrat für die Einladung zu dieser einmaligen Chance, sowie für die lehrreichen und informativen Tage bedanken.

Bild-Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesrat_Geb%C3%A4ude,_Berlin,_Leipziger_Strasse.jpg

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