Schüler aus Rotterdam besuchen das LHG

2015_03_schuleraustausch1Um sechs Uhr morgens aufstehen, um mit dem Bus in die Schule zu fahren – das kannte der niederländische Schüler Timothy da Graça Morais bisher nicht. In seiner Heimatstadt Rotterdam beginnt für den 15-Jährigen erst um 8.30 Uhr – also eine Stunde später als in Deutschland – der Unterricht. Das frühe Aufstehen fiel ihm in dieser Woche nicht ganz leicht. Das mag allerdings auch an dem gefülltem Programm liegen, welches der Zehntklässler und die anderen 23 Austauschschüler aus Rotterdam von Sonntag bis Freitag erlebt haben. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch im Bundestag sowie andere Sehenswürdigkeiten in Berlin, ein Bowling-Nachmittag, die Gedenkstätte Sachsenhausen sowie einige Unterrichtsstunden im Louise-Henriette-Gymnasium.
2015_03_schuleraustausch3Der größte kulturelle Unterschied war für Timothy die Entfernung des Wohnortes zur Schule. In Rotterdam brauche er nur ein paar Minuten mit dem Fahrrad. Seine Austauschpartnerin Lena Mehnert muss hingegen von Montag bis Freitag etwa 20 Kilometer mit dem Schulbus von Rehmate nach Oranienburg fahren. Auch einen Einblick in das Familienleben der Lehnerts hat der niederländische Schüler in den fünf Tagen bekommen. Gelernt hat er außerdem ein paar Worte des täglichen Gebrauchs. „Kartoffel zum Beispiel“, sagt er und lacht. Eine Sprachbarriere gab es am Anfang der Woche. Dann habe man sich in Deutsch, hauptsächlich aber in Englisch unterhalten.
Für die 15-jährige Lena geht es in zwei Wochen mit 24 anderen Zehntklässlern des Louise-Henriette-Gymnasiums nach Rotterdam. Dort soll es neben Holzpantoffeln, Gouda-Käse, Stroopwafeln (Sirupwaffeln), auch einen Einblick in das niederländische Schulsystem geben. Auch Besuche in Amsterdam, Den Haag und Rotterdam stehen auf der Liste. Bis dahin müssen die Schüler allerdings eine achtstündige Busfahrt aushalten.
Quelle: Märkische Onlinezeitung, 30.03.2015

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