Holland Austausch 2019

holland2019Teil 1: In Holland

Auch dieses Jahr hat sich eine Auswahl von 21 Schüler*innen der 10. Klasse im Rahmen des Holland Austausches 2019 am 17.2. mit dem Bus nach Rotterdam begeben. Mit an Bord waren unser persönlicher Busfahrer – ganz in pink – und ein hoch motivierter Herr Tilgner sowie eine
ebenso motivierte und frisch schwangere Frau Paul.
Nach erstem Kennenlernen per WhatsApp und Instagram und Bangen, nicht jeder finde seinen Partner, hat schlussendlich doch jede*r Holländer*in mit Doppelbesetzungen, ungleich-geschlechtlichen Platzierungen und spontanen Partnerwechseln eine*n passende*n
Deutsche*n gefunden. So kamen wir den Zielen unserer Fahrt – kultureller Austausch, eine Woche schulfrei und eine prima Zeit verbringen – schon einen erheblichen Schritt näher.
Anders als man es vielleicht erwarten würde, waren wir während des Austauschs nicht mit unseren Partnern in der Schule sondern haben uns unterschiedliche Städte, Museen und Sehenswürdigkeiten wie das Anne-Frank-Haus in Amsterdam, das Käse-Museum in Alkmaar, einen Stroopwafel-Produktion mit Verköstigung in Gouda, sowie die Stadt Den Haag angeschaut. Zwischendurch hatten wir natürlich viel Freizeit und Möglichkeit shoppen zu gehen sowie, in den Niederlanden sehr viel verbreiteter als in Deutschland, bei McDonalds zu essen. In Rotterdam kann man dort sogar vegane Burger bekommen!
Nachdem das offizielle Programm des Tages endete, traf man sich oft noch in kleineren Gruppen und verbrachte den Abend bzw. die Nacht zusammen. Schnell wurden viele Vorurteile bestätigt – viele Niederländer sprechen Deutsch, sie sind mega locker, es gibt Fahrradwege mit Abschnitten für Autos, nirgends einfach Landschaft ohne kleine Wasserführungen und Käse- und Windmühlenmuseen gibt’s wie Sand am Meer.
Nach einer langen Abschiedsfeier ging es dann am Freitagmorgen erschöpft und voller neuer Eindrücke wieder mit dem Busfahrer in pink und lauter Musik (hauptsächlich neu erlernte niederländische Hits) nach Hause.

Als die Holländer zu uns kamen

1. Ablauf und Organisation
„Da! Ich kann sie sehen! Ich sehe sie, sie sind noch hinter dem Kreisverkehr. Nur noch zwei Minuten, dann sind sie da!“ sagt eine Schülerin aus meinem Jahrgang, die neben mir vor der Schule steht. Es ist Sonntag, der 31. März 2019, ungefähr einen Monat nachdem wir uns von unseren holländischen Austauschpartnern in Rotterdam vor dem Emmaus- College verabschiedet haben.
Mittlerweile haben sich schon alle deutschen Teilnehmer aus der Jahrgangsstufe zehn inklusive Frau Paul und Herrn Tilgner vor unserer Schule versammelt und warten aufgeregt auf die Ankunft des holländischen Busses.
Kurz vor der Ankunft beobachteten wir die Lage des Busses durch einen per Handy geteilten Standpunkt. (Wow, beeindruckend, was die Technik von heute alles kann…)
Und dann, nach einer sehr freundlichen Begrüßung und dem gegenseitigen freudigen Wiedersehen, holten wir das Gepäck und gingen alle in die Cafeteria unserer Schule und haben zusammen Pizza gegessen.
Danach wurden alle von unseren Eltern abgeholt und konnten unsere Partner vorstellen. Als wir zu Hause ankamen, haben die Holländer unsere Familien kennengelernt. So habe ich meiner Austauschschülerin meine Eltern und Freunde vorgestellt, und unser Haus und die Gegend, in der ich wohne, mit dem Fahrrad gezeigt.
Natürlich war es zu Beginn etwas ungewohnt, nach so langer Zeit wieder dauerhaft Englisch zu sprechen, doch nach einiger Gewöhnung konnten wir uns schon am ersten Abend mehrere Stunden über die verschiedensten Themen unterhalten.
Unter anderem erklärte ich ihr abends den Ablauf des morgigen Tages.
Am Montag trafen wir uns alle morgens in der Caféteria, um unsere lieben und sehr müden Holländer „abzugeben“. (Ja, in Holland haben die Schüler durch die Schule einen ganz anderen Schlafrythmus als wir. Die erste Stunde beginnt dort manchmal erst um 8.30 Uhr.) Wir brachten sie gemeinsam zum Bus und wünschten uns gegenseitig einen schönen Tag.
Während die meisten von uns fleißig in der Schule saßen, fuhren die Holländer pünktlich um 8 Uhr nach Potsdam zum Neuen Palais. Dort bekamen sie eine Führung und durften später auch noch selbst herumspazieren.
Am Dienstag fuhren die Schüler dann nach Berlin. Dort besichtigten sie den Bundestag, die Bundestagskuppel und das Mauermuseum. Nachdem die Holländer dann wieder 17 Uhr in Oranienburg ankamen, gingen wir alle gemeinsam etwas essen und trafen uns dann mit den Lehrern im Turm Oranienburg zu einem gemeinsamen Bowlingabend, wie auch schon in Holland.
Der vorletzte Tag, Mittwoch, war der Tag, an dem die meisten Schüler von unserer Schule mitkamen. So war auch ich dabei und fuhr mit im Bus nach Berlin.
Doch zuvor nahmen die Holländer an einer Schulstunde mit ihren Austauschpartnern teil. So konnten sie u. a. Einblicke in unseren Schulalltag mit den Fächern Französisch, politische Bildung oder Mathe erlangen.
In Berlin angekommen machten wir eine Rallye beginnend am Alexanderplatz bis zum Potsdamer Platz, um bekannte Sehenswürdigkeiten Berlins zu entdecken. Danach trafen wir uns alle am Spionagemuseum in Berlin-Mitte und lernten etwas über die Geschichte und Entstehung der Spionage früher und auch in Bezug zu heute. Wie auch an den anderen beiden Tagen traf der Reisebus dann pünktlich um 17 Uhr an unserer Schule ein. Und mal wieder, nicht zu vergessen: essen. Wir gingen als riesengroße Gruppe (mal wieder) in das KIOKO SUSHI Restaurant in der Bernauer Straße und ließen den Abend schön ausklingen.
Den Donnerstag verbrachten wir in der Gedenkstätte Sachsenhausen, wo wir an einer Führung teilnahmen und dann in Gruppen verschiedene Themen ausarbeiteten und anschließend vorstellten. Danach kamen wir nochmal in unserer Schulcaféteria zusammen, um gemeinsam bei Buffet und guter Laune die vergangene Woche Revue passieren zu lassen.
Freitag war dann der Abreisetag. Und zum zweiten Mal mussten wir uns wieder von unseren Holländern schweren Herzens verabschieden.
Pünktlich um acht Uhr morgens fuhr der holländische Bus davon, und wir standen wieder alle zusammen wie auch bereits fünf Tage zuvor. Traurig waren wir alle, aber auch glücklich über das Erlebte.

2. Noch ein paar Hinweise für euch:
Alles in allem verlief der gesamte Austausch sehr entspannt.
Auch verschiedene Ernährungsweisen, Allergien oder Sonstiges stellten hierbei keine Hindernisse dar. Meldet man sich bei diesem Programm an, füllt man ein „Matchingformular“ aus und gibt alle Besonderheiten an. Dann kann man passend zu einem*r Holländer*in sortiert werden. Zum Beispiel lebe ich selbst vegan, und wurde durch dieses Formular einer Austauschpartnerin mit ähnlicher Lebensweise zugeordnet.
Auch kann man, wenn man sich mit seinem Austauschpartner gar nicht versteht, jederzeit bei den organisierenden Lehrern melden. Sie helfen euch gerne bei Problemen und können euch (wenn möglich) auch notfalls nochmal jemand anderem zuordnen.
Und an alle Schüler, die einem*r Austauschpartner*in kein separates Zimmer anbieten können: das ist kein Problem. In der Woche in Holland schlief ich zwar in einem eigenem Zimmer, habe aber zu Hause zusammen mit meiner Austauschpartnerin in einem Bett geschlafen. Auch meinen Kleiderschrank konnten wir uns problemlos teilen.
Auch hatte meine Austauschschülerin eine Woche lang ein Badezimmer für sich allein. Wenn das mal nichts Tolles für ein Mädchen ist…

3. Wie fand ich den Austausch?
Ein großes Dankeschön geht an die hervorragende Organisation durch Frau Paul und Herrn Tilgner. Wir hatten jeden Tag viel Spaß und vor allem die Möglichkeit, viel Neues zu lernen. Jeden Tag sahen wir etwas anderes, der Tag war gut durchgeplant. Dennoch gab es auch ein gutes Verhältnis zu Zeitfenstern, welche wir selbst (durch z. B. bummeln in der Stadt, gemeinsam lachen und sehr viel Essen kaufen) gestalten konnten.
Ich persönlich habe viele neue Mitschüler aus meinem Jahrgang kennengelernt und auch mehr Mut bekommen, mich mit fremden Leuten auf anderen Sprachen zu unterhalten. Durch diesen Austausch habe ich sehr viele positive Aspekte erlangt und kann die Teilnahme jedem Schüler aus der zukünftigen 10. Klasse empfehlen. Aus meiner Klasse nahmen leider nur zwei Personen teil, was ich sehr schade finde. Wer sich dagegen entscheidet, hat ehrlich eine sehr gute Chance verpasst. Ich kann die Teilnahme an diesem Austausch jedem Schüler empfehlen, der gerne etwas über andere Länder lernen und viele neue Bekanntschaften knüpfen möchte. Man kann durch den Austausch nicht nur weitere Schüler aus dem selben Jahrgang kennenlernen, sondern auch seine Sprachkenntnisse in Englisch verbessern.
Somit gibt es auch Vorteile bezüglich der noch anstehenden mündlichen Prüfung in Englisch und den nächsten Jahren in der Oberstufe, liebe Schüler ;-)!
Denkt gut darüber nach, nehmt euch meine Worte zu Herzen und überlegt genau, ob ihr euch die Chance entgehen lassen wollt. Ich bin wirklich begeistert davon, dass es an unserer Schule ein solches Angebot gibt. Ein herzliches Dankeschön an die Personen, die dieses Programm jedes Jahr aufs Neue möglich machen!

Mit freundlichen und herzlichsten Grüßen von den zwei Autorinnen und sehr zufriedenen Teilnehmerinnen des -ROTTERDAM EXCHANGE 2019-

♥ Mas*c*ha aus der ehemaligen 10/1*4. ♥

Schüleraustausch 2018: Deutschland – Niederlande

holland-2018_1In diesem Jahr fand am Louise-Henriette Gymnasium erneut ein Schüleraustausch in Kooperation mit dem Emmaus College aus Rotterdam, aus den Niederlanden statt. Der Austausch war so begehrt, dass die Plätze sogar ausgelost werden mussten. Ich hatte das Glück teilnehmen zu dürfen und möchte hier nun gern einen kleinen Einblick über den diesjährigen Schüleraustausch verschaffen.

Der Aufenthalt der Niederländer in Deutschland
Am 08.04.2018 kamen die niederländischen Austauschschüler mit dem Reisebus nach Deutschland und wurden erst einmal mit Pizza und Getränken empfangen. Es heißt ja immer „aller Anfang ist
schwer“ und unter diesem Motto liefen auch die ersten Minuten des Kennenlernens. Manchmal ist es nicht der fehlende Gesprächsstoff, der einen im Schweigen lässt, sondern das Warten, dass endlich
einer den ersten Schritt macht. Hatte man sich also erst einmal einander vorgestellt, so schritt das Kennenlernen gut voran.
Am Montag, den 09.04.2018 wurde das Kennenlernen intensiviert, mit einem unterhaltsamen DS-Workshop, welcher von Herrn Dawid und Herrn Rehfeld geleitet wurde. Danach ging es mit dem Bus in die historische Stadt Potsdam, wo wir das Neue Palais besichtigten, im schönen Park Sanssouci spazieren gingen und die Möglichkeit hatten mit unseren Austauschschülern ein wenig die
Innenstadt zu erkunden.
Am Dienstag, den 10.04.2018 und Mittwoch, den 11.04.2018 fanden Ausflüge zu interessanten Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Fernsehturm sowie viele andere Aktivitäten in Berlin statt. Durch gemeinsames Bowling am Dienstagabend wurde die internationale Gemeinschaft noch einmal etwas verstärkt. Unser letzter Programmpunkt war die Gedenkstätte Sachsenhausen, wo wir auf eine spannende Spurensuche mit Kameras gingen. Am Abend gab es eine kleine Feier mit den Eltern der deutschen Schüler, zu der jeder etwas mitbrachte und schlussendlich ein tolles Buffett entstand. Am
nächsten Morgen war es dann schon wieder so weit: es hieß Abschied nehmen und zwei Wochen auf ein Wiedersehen warten. Am Freitag, den 13.04.2018, pünktlich um 8 Uhr, fuhr der Bus zurück in die
Niederlande.

holland-2018_2Der Aufenthalt der Austauschschüler des LHG in den Niederlanden
Habt ihr/Haben Sie jemals Frikandeln oder Churros probiert? Das sind nur zwei der vielen, leider oft kalorienreichen Köstlichkeiten, die man in den Niederlanden verkosten kann. Natürlich kann man nicht
nur gut in „Holland“ essen, sondern auch viel sehen.
Am 22.04.2018 traten wir, also die Reise in die Niederlande an, an einem Sonntag, um 8 Uhr. Nachdem wir gegen 17 Uhr in Rotterdam ankamen, wurden wir auch schon von unseren
niederländischen Gastfamilien begrüßt. Später traf sich die gesamte Gruppe bei einem der Niederländer zum Fußball gucken und gemütlichen Zusammensitzen. Am Montag, den 23.04.2018,
fuhren wir in die niederländische Hauptstadt Amsterdam, wo wir eine Bootstour durch die Kanäle machten, das berühmte Rijksmuseum besuchten (wo z.B. das Bild „Die Nachtwache“ von Rembrandt
ausgestellt ist) und anschließend in Kleingruppen selbst die Stadt erkundeten.
Am Dienstag, den 24.04.2018, ging es zur „Zaanse Schans“, wo es viele Windmühlen, kleine Geschäfte mit typischen niederländischen Köstlichkeiten und Souvenirs sowie einer Käserei gab.
Anschließend ging es in den Ort Volendam, wo ein Gruppenfoto in holländischen Trachten auf dem Plan stand. Am Abend kam ein Imbisswagen an das Emmaus College (welches
übrigens sogar einen eigenen Snapchat Filter hat) und verkostete alle Schüler des Austauschs sowie die niederländischen Gasteltern und Gastgeschwister mit frittierten Spezialitäten aus den Niederlanden. Im Anschluss gab es eine Sportstunde für alle Austauschschüler, damit die vielen Kalorien sofort wieder verbrannt werden konnten.
Am Mittwoch, den 25.04.2018 wurde die deutsche Gruppe mit der niederländischen Sprache vertraut gemacht: eine Unterrichtsstunde Niederländisch. Und siehe da: es war leichter etwas Niederländisch
zu lernen, als genommen, da die Sprache eben doch relativ viel Ähnlichkeit mit der deutschen Sprache hat. Danach gab es eine spontane Improvisation, denn der Bus hatte eine Panne. Anstatt eines Museumsbesuches in der historischen Stadt Den Haag, fuhren wir mit der Bahn nach Gouda, der Stadt, wo wie der Name schon sagt, der namensgebende Käse herkommt. Eine Lehrerin der niederländischen Truppe gab uns ihre ganz persönliche Tour durch die Innenstadt von Gouda. Wenn das mal nicht gelungene Improvisation ist. Im Anschluss ging es zur Nordsee zu einem wirklich schönen Strand in Scheveningen.
Am Donnerstag, den 26.04.2018, begann der Tag mit einer gemeinsamen Gruppenarbeit. Die Aufgabe war es, Plakate anzufertigen über Sehenswürdigkeiten, die wir bereits gesehen hatten oder
noch zu Gesicht bekommen würden. Später ging es in die moderne und eindrucksvolle Großstadt Rotterdam, wo wir vorerst auf uns allein gestellt waren und uns interessante Sehenswürdigkeiten in
Rotterdam auf dem Weg ins Hiphop Huis ansahen. Im Hiphop Huis bekamen wir einen Eindruck von niederländischer Poesie, die von den Schülern des Emmaus College nicht nur selbst geschrieben,
sondern auch vor Publikum vorgetragen wurde. Verstanden hat man natürlich nichts. Anschließend liefen wir mit der gesamten Gruppe eine ganze Weile bis zum berühmten Aussichtsturm „Euromast“,
auf dem man in rund 100 Meter Höhe über den Großteil der Stadt Rotterdam blicken kann. Beispielsweise kann man den bekanntlich größten Hafen Europas sehr gut von dort oben betrachten.
Der restliche Tag stand zur freien Verfügung, weshalb die Gruppe sich dazu entschloss am Abend gemeinsam essen zu gehen und einfach nochmal gemeinsam beisammen zu sitzen.
Am nächsten und leider auch dem letzten Tag, dem 27.05.2018, mussten wir uns auch schon wieder alle verabschieden. Dennoch bin ich mir sicher, dass es bei ein paar Austauschschülern ein
Wiedersehen geben wird. Anzumerken ist noch, dass es ohne das Engagement von Herrn Tilgner und Frau Paul kein so cooler Schüleraustausch geworden wäre. Abschließend möchte ich sagen, dass ich
den Schüleraustausch persönlich als sehr positiv empfunden und eine neue Erfahrung gemacht habe. Ich sah das Ganze von Anfang an als eine Chance, die man sicherlich nicht oft bekommt und diese
sollte man nutzen. Egal ob man schüchtern ist, nicht gut in Englisch oder sonstige Befürchtungen hat, man verbessert sich eigentlich nur, da man viel Englisch redet und so seine Sprachkenntnisse
aufpolieren kann, da man durch die Gruppe auch gewissermaßen zusammenwächst und vielleicht gerade das mehr schätzen lernt, was man von zu Hause kennt. Egal, welche Erfahrung man macht,
sie prägt einen meistens im weiteren Verlauf seines Lebens.

Helena Hasse 10/3

Schüler aus Rotterdam besuchen das LHG

2015_03_schuleraustausch1Um sechs Uhr morgens aufstehen, um mit dem Bus in die Schule zu fahren – das kannte der niederländische Schüler Timothy da Graça Morais bisher nicht. In seiner Heimatstadt Rotterdam beginnt für den 15-Jährigen erst um 8.30 Uhr – also eine Stunde später als in Deutschland – der Unterricht. Das frühe Aufstehen fiel ihm in dieser Woche nicht ganz leicht. Das mag allerdings auch an dem gefülltem Programm liegen, welches der Zehntklässler und die anderen 23 Austauschschüler aus Rotterdam von Sonntag bis Freitag erlebt haben. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch im Bundestag sowie andere Sehenswürdigkeiten in Berlin, ein Bowling-Nachmittag, die Gedenkstätte Sachsenhausen sowie einige Unterrichtsstunden im Louise-Henriette-Gymnasium.
2015_03_schuleraustausch3Der größte kulturelle Unterschied war für Timothy die Entfernung des Wohnortes zur Schule. In Rotterdam brauche er nur ein paar Minuten mit dem Fahrrad. Seine Austauschpartnerin Lena Mehnert muss hingegen von Montag bis Freitag etwa 20 Kilometer mit dem Schulbus von Rehmate nach Oranienburg fahren. Auch einen Einblick in das Familienleben der Lehnerts hat der niederländische Schüler in den fünf Tagen bekommen. Gelernt hat er außerdem ein paar Worte des täglichen Gebrauchs. „Kartoffel zum Beispiel“, sagt er und lacht. Eine Sprachbarriere gab es am Anfang der Woche. Dann habe man sich in Deutsch, hauptsächlich aber in Englisch unterhalten.
Für die 15-jährige Lena geht es in zwei Wochen mit 24 anderen Zehntklässlern des Louise-Henriette-Gymnasiums nach Rotterdam. Dort soll es neben Holzpantoffeln, Gouda-Käse, Stroopwafeln (Sirupwaffeln), auch einen Einblick in das niederländische Schulsystem geben. Auch Besuche in Amsterdam, Den Haag und Rotterdam stehen auf der Liste. Bis dahin müssen die Schüler allerdings eine achtstündige Busfahrt aushalten.
Quelle: Märkische Onlinezeitung, 30.03.2015

Schüleraustausch Rotterdam 2014

2014_03_rotterdamZu Besuch in den Niederlanden

Als wir uns morgens an der Schule trafen, waren alle aufgeregt und voller Vorfreude auf die kommende Woche. Während der langen Fahrt wurde viel geredet und gegessen. Je näher wir den Niederlanden kamen umso gespannter war die Stimmung im Bus und schließlich war es so weit. Nur noch um eine Kurve und wir standen vor dem Emmauscollege, vor dem unsere Gastfamilien schon auf uns warteten. Nach dem alle Schüler die passende Familie gefunden hatten, fuhren wir mit unseren Gastfamilien mit, die uns herzlich in ihrem Zuhause willkommen hießen. Danach hatten sich unsere holländischen Austauschschüler einen gemeinsamen Abend für uns ausgedacht. Erst waren wir gemeinsam essen. Während des Essens konnte man sich besser kennenlernen und es gab auch viel zu lachen. Nach dem Essen gingen wir dann alle zu einer Austauschschülerin, wo wir Spiele gespielt haben und mehr über die anderen erfahren konnten. Doch nach und nach fuhren wir alle nach Hause und warteten gespannt auf den nächsten Tag.
Die erste angenehme Überraschung war, dass die Schule in Holland später anfängt, sodass wir etwas länger schlafen konnten. Auch das Frühstück war etwas anders als gewohnt, genauso wie die tollen Fahrradwege und die riesigen Mengen an Fahrradfahrern, sowie die unzähligen Kanäle die in allen Orten zu finden waren.
Jeden Morgen trafen wir uns an der Schule, von wo aus wir dann mit dem Bus starteten. Das Programm das für uns organisiert wurde war abwechslungsreich und interessant. Der Höhepunkt war natürlich der Tag in Amsterdam, an dem wir alle sehr viel erlebt haben. Alles in einem war es eine sehr schöne Woche in der man neue Menschen und eine andere Kultur kennenlernen durfte. (Annalena Knoll)

Der Gegenbesuch in Oranienburg

Pünktlich um 17:00 kamen die Holländer bei uns in Oranienburg an. Viel Zeit blieb für sie nicht um die Eltern kennen zu lernen, ein kurzes „Hallo“ und los ging es mit allen Schülern und ganz ohne Eltern zum Essen in ein italienisches Restaurant. Nach guten zwei Stunden Essen ging es dann an den See, etwas Zeit vertreiben. Jeder ging wann er will zu sich nach Hause. Zu Hause dann ein paar mehr Worte mit den Eltern und dann hieß es schlafen gehen.
Am Montag fuhren wir nach Potsdam in den Park Sanssouci. Wir besichtigten das Neue Palais und hatten danach die Aufgabe ein anderes Gebäude in dem Park ab zu zeichnen. Dazu wurden wir in Gruppen aufgeteilt, und jede Gruppe zog nur mit deinem Plan von Potsdam und dem Park los und suchte sein Gebäude. Danach liefen wir alle ins ‚Holländiche Viertel‘ in Potsdam. Dort blieb uns Zeit zum Essen, Ausruhen & Shoppen. Am Nachmittag war dann der Sportabend in der Schule, man konnte Fußball spielen, Federball spielen oder Capoeira. Abends hatten wir dann Freizeit & zeigten den Holländern ein wenig Oranienburg & ließen den Abend am Skater ausklingen.
Dienstag hieß es dann ab in die Hauptstadt. Um 10:00Uhr begann die selbst organisierte Stadtrallye. Wir hatten viele Aufgaben zu lösen über die Sehenswürdigkeiten in Berlin. Wir haben uns Unter den Linden, das Brandenburger Tor, den Potsdamer Platz und den Reichstag angesehen. Nach der Stadtrallye hatten wir eine englische Führung im Pergamonmuseum. Ein gigantisches Museum. Danach sind wir mit dem Bus zum Kurfürstendamm gefahren. Dort kehrten wir alle bei McDonalds ein. Um 16:00 hatten wir dann noch eine Führung über ‚The Story of Berlin‘. Nach diesem eindrucksvollen Stunden in Berlin ging es wieder nach Oranienburg.
Mittwoch waren wir alle in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Dort hatten wir einen Projekttag, der von 9:00Uhr bis 14:00Uhr ging. Wir haben uns mit dem Leben in einem KZ auseinander gesetzt, das KZ an sich angesehen und über die Zeit des Nationalsozialimus mehr gelernt.
Abends fuhren wir alle dann nochmal nach der Berlin rein und gingen in den Club Matrix. Wir waren erst um 0:30 Uhr wieder in Oranienburg. Es war trotzdem ein sehr schöner Abend.
Am Donnerstag waren wir in unserer Schule. Wir arbeiteten an einem Wochenplan der vergangen und anhaltenden Woche. Wir zeigten den Holländern unsere Schule. Dies dauerte den ganzen Mittag. Nachmittags war dann ein Abschiedsessen, zu dem alle was mitbrachten und gemeinsam aßen.
Freitag um 8:00Uhr hieß es Abschied nehmen. Die Holländern verlassen uns und es wurde noch schnell ein Abschiedsgruppenfoto geschossen. Und schon saßen sie im Bus und fuhren nach Hause. Alles in allem war es ein sehr schöner Austausch mit tollen Eindrücken. (Tobias Busse)

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