Zwei verschiedene Kulturen treffen aufeinander Schüleraustausch mit Snamensk (Kalinigrader Gebiet)

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Wie auch letztes Jahr fand auch wieder ein Austausch mit unserer russischen Schule  in diesem Jahr statt. Die Zeit vergeht so rasant…. Schon viele Wochen und Monate vorher wurde in den Klassen 9/2, 9/5 und 9/6 viel darüber geredet und vorbereitet, außerdem waren auch alle sehr gespannt ihre Austauschschüler nach dieser langen Zeit wieder in die Arme schließen zu dürfen. Nun war es soweit. Am Sonntag, dem 21.03.2014 brachen wir zu unserer Reise nach Russland auf. Dort angekommen, nachdem wir auf dem Flughafen Kaliningrad (Königsberg) gelandet sind, und mit dem Bus nach Snamensk(ehemals Wehlau) fuhren, wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Wir ließen den Rest des Tages noch mit ihnen zu Hause ausklingen. Am Montag war schon „Action“ angesagt. Es ging in die snamensker Schule, wo wir eine kleine Rundführung bekamen. Als wir durch die Schule geführt wurden staunten wir erst einmal, wie groß sie doch ist. Größer, als sich manche von uns vielleicht gedacht haben. Nach unserer kleinen Rundtour machten wir einen kleinen Abstecher in den Kern von Snamensk. Hier zeigte man uns einige schöne Sehenswürdigkeiten des kleinen Ortes, wie zum Beispiel die Kirche, die leider durch den Krieg ziemlich gelitten hat und nicht mehr ganz erhalten ist. Der Dienstag war auch schon von Olga, der Englischlehrerin der Schule bis ins kleinste Detail geplant. Auf den Spuren des Bernsteins mussten wir leider lange mit dem Schulbus fahren,  aber unsere Gastmütter hatten uns wie jeden Tag ein sehr üppiges Lunchpaket eingepackt. Dort waren immer neue Sachen enthalten und es war für uns auch sehr interessant zu erfahren, was man in diesem Land so isst. An diesem Tag im größten Bernsteinabbau-Gebiet Europas angekommen bewunderten wir  all den Schmuck und die verschiedensten Gegenstände, die aus diesem Stein angefertigt wurden. Im Museum durfte man sogar große Brocken in die Hand nehmen oder zuschauen, wie einige Frauen dort die Bernsteine schliffen. In einer Art „Buddelkasten“ haben wir sogar selbst nach Bernsteinen geschürft …

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Der Mittwoch führte uns nach Kaliningrad. Die Hauptstadt der russischen Exklave  fanden manche aus der deutschen Gruppe faszinierend. Wie schon bei unserer Ankunft sind dort die Lebensumstände ganz anders als in der Heimat. Wir sahen sehr alte Plattenbauten (Wohnt da noch jemand?), teilweise erschreckende Armut auf den Straßen, aber auch viel Glamour. Zum ersten mal erfuhren wir im Lasch-Bunker etwas über diesen mutigen General am Ende des 2. Weltkrieges und lauschten einem kleinen Orgelkonzert im wunderschön restaurierten Dom.

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Außerdem gab es dort aber auch ganz andere Läden als bei uns. In diese Läden stürmten wir gleich, denn wir bekamen Zeit zum shoppen. Manche kauften sich Souvenirs oder andere Sachen die es da im Angebot gab. Kaum war dieser Tag vergangen, begann auch schon der nächste …Donnerstag: Wir machten unter anderem einen Ausflug zum Trakehner-Gestüt Tschernjachowsk und zur Insterburg, die beide auch hier in Deutschland bekannt sind. In der Insterburg führte uns eine Frau herum, die dort lebt und Leiterin eines Projektes zur Erhaltung und Restaurierung dieser Burg ist. Leider hat die Regierung die Fördermittel gestrichen und so lebt dort eine Künstlergruppe unter ähnlichen Bedingungen wie damals die Ordensritter im 14. Jahrhundert. Nach der Führung hatte sie eine Überraschung für uns vorbereitet: Sie zeigte uns einen Ausschnitt aus dem Kulturprogramm für das alljährlich stattfindende Sommerfest. Es war sehr niedlich mit anzusehen, wie kleine Mädels in originalgetreuen Kostümen zu mittelalterlicher Musik tanzten oder auch eine alte ostpreußische Legende mit Musik und Tanz von Jugendlichen aufgeführt wurde. An diesem Tag waren wir auch wieder spät zu Hause und verbrachten den Rest davon noch in den Familien, wo wie jeden Abend eine warme typisch russische Speise aufgetischt wurde.
Nun war es auch schon Freitag und über die Hälfte des Austausches war leider schon vergangen. An diesem Tag unternahmen wir einen sonnigen Ausflug an die Kurische Nehrung, zum Kurort Swetlogorsk(Rauschen). Dort sah man wieder das wundervolle Meer, das uns Russland zu bieten hatte. Diese schöne Aussicht nutzten wir gleich, um noch ein paar Erinnerungsfotos zu machen. Danach gingen wir mit der gesamten Truppe zum ehemaligen Wohnhaus von E.T.A. Hoffmann, in dessen Garten man aus Holz geschnitzte Figuren aus den Erzählungen bewundern konnte. Wir hatten jedoch Mühe, alles anzuschauen. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir nach dieser Woche voller Sehenswürdigkeiten ziemlich geschafft waren.Gegen den Willen unserer Lehrerinnen Frau  Stein und Frau Zickuhr spielten wir mit Begeisterung am Nachmittag in gemischten deutsch-russischen Mannschaften „Laserattack“, was von der russischen Lehrerin Olga organisiert worden war.
Aber es war trotzdem gut, sich so viel von Kaliningrad und dem Gebiet angeschaut zu haben, denn umso mehr hat man danach seiner Familie in Deutschland zu erzählen. Außerdem wer weiß, wann man das nächste Mal wieder dort hinkommt…
Und schon war es passiert, der letzte Tag war angebrochen. Es war Wochenende: Hier bekamen wir Zeit, mit unseren Gastfamilien gemeinsam etwas zu unternehmen. Einige fuhren ans Meer zum „Stinte-Fest“(Stinte sind sehr kleine Fische), die anderen nochmal nach Kaliningrad oder machten andere Ausflüge. Dabei lernte man die Gastfamilie noch genauer kennen und hatte Zeit, sich mit seinem Austauschschüler in Ruhe zu unterhalten, soweit es möglich war, denn einige von ihnen wussten kaum englische oder deutsche Wörter, und konnten sich daher nur in ihrer Muttersprache verständigen. Zum Glück gab es aber noch German und Hermann, die uns die ganze Woche über bei der Übersetzung halfen! So schnell wie die Woche begann so endete sie auch wieder. Jetzt mussten wir unsere Heimreise antreten. Schnell noch ein paar Fotos gemacht und dann umarmten wir unsere Gasteltern und Austauschpartner ein letztes Mal. Wir stiegen in den Bus und „düsten“ zum Flughafen. Noch im Flugzeug tauschten wir unsere Eindrücke und Erlebnisse, des doch so anderen, aber nahen Landes, Russland aus. Insgesamt war der Austausch sehr gelungen. Denn man staunt, was man so alles mitnimmt und wie anders doch die Lebensweisen dort sind. Wir hoffen, dass wir noch lange in Verbindung bleiben werden ;-)

verfasst von Jasmin Liebreich, Maja Martens, Saskia Schoor und Frau Stein

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