Nachdem sich Schüler der 7., 8. und 10. Klassen während der letzten Projektwoche im Januar 2015 intensiv mit dem Thema „Fair produzierte Kleidung“ auseinandergesetzt haben, freuen wir uns nun besonders über unsere neuen Hostessen-Shirts! Sie sind von der Produktion der Baumwolle bis zur Endfertigung unter nachhaltigen und fairen Bedingungen hergestellt worden. Verwunderter Kommentar: „Die fühlen sich ja gut an!“ Ja, und jedes Shirt hat nicht einmal 8 € inklusive Druck gekostet!
Auf dem Foto ist Lisa Dittrich aus der 9.3 zu sehen.
Tatjana Stein
Zwei verschiedene Kulturen treffen aufeinander Schüleraustausch mit Snamensk (Kalinigrader Gebiet)

Wie auch letztes Jahr fand auch wieder ein Austausch mit unserer russischen Schule in diesem Jahr statt. Die Zeit vergeht so rasant…. Schon viele Wochen und Monate vorher wurde in den Klassen 9/2, 9/5 und 9/6 viel darüber geredet und vorbereitet, außerdem waren auch alle sehr gespannt ihre Austauschschüler nach dieser langen Zeit wieder in die Arme schließen zu dürfen. Nun war es soweit. Am Sonntag, dem 21.03.2014 brachen wir zu unserer Reise nach Russland auf. Dort angekommen, nachdem wir auf dem Flughafen Kaliningrad (Königsberg) gelandet sind, und mit dem Bus nach Snamensk(ehemals Wehlau) fuhren, wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Wir ließen den Rest des Tages noch mit ihnen zu Hause ausklingen. Am Montag war schon „Action“ angesagt. Es ging in die snamensker Schule, wo wir eine kleine Rundführung bekamen. Als wir durch die Schule geführt wurden staunten wir erst einmal, wie groß sie doch ist. Größer, als sich manche von uns vielleicht gedacht haben. Nach unserer kleinen Rundtour machten wir einen kleinen Abstecher in den Kern von Snamensk. Hier zeigte man uns einige schöne Sehenswürdigkeiten des kleinen Ortes, wie zum Beispiel die Kirche, die leider durch den Krieg ziemlich gelitten hat und nicht mehr ganz erhalten ist. Der Dienstag war auch schon von Olga, der Englischlehrerin der Schule bis ins kleinste Detail geplant. Auf den Spuren des Bernsteins mussten wir leider lange mit dem Schulbus fahren, aber unsere Gastmütter hatten uns wie jeden Tag ein sehr üppiges Lunchpaket eingepackt. Dort waren immer neue Sachen enthalten und es war für uns auch sehr interessant zu erfahren, was man in diesem Land so isst. An diesem Tag im größten Bernsteinabbau-Gebiet Europas angekommen bewunderten wir all den Schmuck und die verschiedensten Gegenstände, die aus diesem Stein angefertigt wurden. Im Museum durfte man sogar große Brocken in die Hand nehmen oder zuschauen, wie einige Frauen dort die Bernsteine schliffen. In einer Art „Buddelkasten“ haben wir sogar selbst nach Bernsteinen geschürft …

Der Mittwoch führte uns nach Kaliningrad. Die Hauptstadt der russischen Exklave fanden manche aus der deutschen Gruppe faszinierend. Wie schon bei unserer Ankunft sind dort die Lebensumstände ganz anders als in der Heimat. Wir sahen sehr alte Plattenbauten (Wohnt da noch jemand?), teilweise erschreckende Armut auf den Straßen, aber auch viel Glamour. Zum ersten mal erfuhren wir im Lasch-Bunker etwas über diesen mutigen General am Ende des 2. Weltkrieges und lauschten einem kleinen Orgelkonzert im wunderschön restaurierten Dom.

Außerdem gab es dort aber auch ganz andere Läden als bei uns. In diese Läden stürmten wir gleich, denn wir bekamen Zeit zum shoppen. Manche kauften sich Souvenirs oder andere Sachen die es da im Angebot gab. Kaum war dieser Tag vergangen, begann auch schon der nächste …Donnerstag: Wir machten unter anderem einen Ausflug zum Trakehner-Gestüt Tschernjachowsk und zur Insterburg, die beide auch hier in Deutschland bekannt sind. In der Insterburg führte uns eine Frau herum, die dort lebt und Leiterin eines Projektes zur Erhaltung und Restaurierung dieser Burg ist. Leider hat die Regierung die Fördermittel gestrichen und so lebt dort eine Künstlergruppe unter ähnlichen Bedingungen wie damals die Ordensritter im 14. Jahrhundert. Nach der Führung hatte sie eine Überraschung für uns vorbereitet: Sie zeigte uns einen Ausschnitt aus dem Kulturprogramm für das alljährlich stattfindende Sommerfest. Es war sehr niedlich mit anzusehen, wie kleine Mädels in originalgetreuen Kostümen zu mittelalterlicher Musik tanzten oder auch eine alte ostpreußische Legende mit Musik und Tanz von Jugendlichen aufgeführt wurde. An diesem Tag waren wir auch wieder spät zu Hause und verbrachten den Rest davon noch in den Familien, wo wie jeden Abend eine warme typisch russische Speise aufgetischt wurde.
Nun war es auch schon Freitag und über die Hälfte des Austausches war leider schon vergangen. An diesem Tag unternahmen wir einen sonnigen Ausflug an die Kurische Nehrung, zum Kurort Swetlogorsk(Rauschen). Dort sah man wieder das wundervolle Meer, das uns Russland zu bieten hatte. Diese schöne Aussicht nutzten wir gleich, um noch ein paar Erinnerungsfotos zu machen. Danach gingen wir mit der gesamten Truppe zum ehemaligen Wohnhaus von E.T.A. Hoffmann, in dessen Garten man aus Holz geschnitzte Figuren aus den Erzählungen bewundern konnte. Wir hatten jedoch Mühe, alles anzuschauen. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir nach dieser Woche voller Sehenswürdigkeiten ziemlich geschafft waren.Gegen den Willen unserer Lehrerinnen Frau Stein und Frau Zickuhr spielten wir mit Begeisterung am Nachmittag in gemischten deutsch-russischen Mannschaften „Laserattack“, was von der russischen Lehrerin Olga organisiert worden war.
Aber es war trotzdem gut, sich so viel von Kaliningrad und dem Gebiet angeschaut zu haben, denn umso mehr hat man danach seiner Familie in Deutschland zu erzählen. Außerdem wer weiß, wann man das nächste Mal wieder dort hinkommt…
Und schon war es passiert, der letzte Tag war angebrochen. Es war Wochenende: Hier bekamen wir Zeit, mit unseren Gastfamilien gemeinsam etwas zu unternehmen. Einige fuhren ans Meer zum „Stinte-Fest“(Stinte sind sehr kleine Fische), die anderen nochmal nach Kaliningrad oder machten andere Ausflüge. Dabei lernte man die Gastfamilie noch genauer kennen und hatte Zeit, sich mit seinem Austauschschüler in Ruhe zu unterhalten, soweit es möglich war, denn einige von ihnen wussten kaum englische oder deutsche Wörter, und konnten sich daher nur in ihrer Muttersprache verständigen. Zum Glück gab es aber noch German und Hermann, die uns die ganze Woche über bei der Übersetzung halfen! So schnell wie die Woche begann so endete sie auch wieder. Jetzt mussten wir unsere Heimreise antreten. Schnell noch ein paar Fotos gemacht und dann umarmten wir unsere Gasteltern und Austauschpartner ein letztes Mal. Wir stiegen in den Bus und „düsten“ zum Flughafen. Noch im Flugzeug tauschten wir unsere Eindrücke und Erlebnisse, des doch so anderen, aber nahen Landes, Russland aus. Insgesamt war der Austausch sehr gelungen. Denn man staunt, was man so alles mitnimmt und wie anders doch die Lebensweisen dort sind. Wir hoffen, dass wir noch lange in Verbindung bleiben werden ;-)
verfasst von Jasmin Liebreich, Maja Martens, Saskia Schoor und Frau Stein
Schüleraustausch Russland
Eine Woche mit Russen und Deutschen!
von Saskia Schoor und Celine Reddig
Ein Schüleraustausch zwischen unserer Schule und der Znamensker Schule im Kaliningrader Gebiet. Unterstützt durch die Familie Kenzler, Frau Stein und Frau Thiemrodt.
Sonntag (17.03.13): Es war 18.00 Uhr. Wir waren alle sehr, sehr aufgeregt! Zu Hause wurde viel vorbereitet. – Es wurde Kuchen gebacken, geputzt, eingekauft und „Willkommensgeschenke“ bereitgelegt.
18.10 Uhr: Ein Anruf ereilte uns. Vladimir Joschikow, der sympathische Schulleiter der Schule in Znamensk, rief uns an, sie seien in 10min am Bahnhof. Die Aufregung stieg.
18.20 Uhr: Zwei Mini-Busse erreichten den Bahnhof. 10 Kinder und 2 Lehrer stiegen aus. Schon waren sie von uns umzingelt. Wir schnappten uns unsere jeweiligen Austauschschüler und fuhren mit ihnen heim. Ob es ihnen bei uns gefallen wird?
Montag (18.03.13): Am Montagmorgen wurden alle von Frau Elert und dem Ehepaar Kenzler begrüßt. Die Zwölftklässler in ihren Horrorkostümen (Es war Themenwoche bevor die Prüfungen beginnen) statteten uns ebenfalls einen Besuch ab. Danach zeigten wir den Austauschschülern unsere Schule und versuchten eine von uns vorbereitete Rallye durch die Stadt Oranienburg. Es war sehr kalt! Wieder in der Schule angekommen, hatten wir zum Aufwärmen eine Schnupperstunde Capoeira mit Herrn Dietze ;-)
Dienstag (19.03.13): Die Gruppe der Deutschen wurde geteilt.- Ein Teil durfte mit nach Berlin, der Andere musste zur Schule. (Alle russischen Austauschschüler durften natürlich bei beiden Berlinausflügen mitkommen.) Nach der einstündigen S-Bahnfahrt, stiegen wir in einen Bus, der uns zum sehr schönen Museum „Story of Berlin“ brachte. Wir bekamen anschließend eine Bunkerführung durch den Atomschutzbunker, der im Kalten Krieg erbaut worden war. (Unsere Führerin betonte, dass wir zum Glück diesen Bunker noch nie brauchten.) Da es sehr kalt war, sind wir ,nach der Fahrt mit dem 100er-Bus, zur großen Freude aller ins Gesundbrunnen-Center gefahren.
Mittwoch (20.03.13): Heute ging der „Am-Dienstag-muss-ich-zur-Schule Teil“ nach Berlin. – Der „Ätsch-muss-erst-am-Mittwoch Teil“ hatte Schule.
Auf dem Weg zum Reichstag, haben wir einen Stopp bei dem Brandenburger Tor gemacht. Dann wurde die Reichstagskuppel besichtigt, es gab leider keine schöne Aussicht,-außer man mochte Schnee. Nach der Audioguide-Führung ging es auf ins „Alexa“, wo wir Andenken kauften. Anschließend gab es wieder ein bisschen Kultur – wir schauten uns den Berliner Dom mit dem Grab von Louise-Henriette an und knipsten viele Fotos. Zum Schluss waren wir bei der East-Side-Gallery. Sie war erstaunlich, mit coolen, schönen und lustigen Bildern.
Donnerstag (21.03.13): Am Donnerstag war die ganze Gruppe unterwegs. Herr Steuer schloss sich der Gruppe am Potsdamer Hauptbahnhof an. Wir stiegen in einen dunkelgrünen Sightseeing-Bus, der uns die berühmtesten und schönsten Sehenswürdigkeiten zeigte. Es war sehr lustig und interessant gemacht. Natürlich stiegen wir am Schloss Sanssouci aus. Wir stellten fest, dass der Schnee super für eine Schneeballschlacht geeignet war und stellten das auch gleich unter Beweis.- Es war total lustig… Danach bekamen eine Führung durch die „Neuen Kammer“, die im Rokoko und Früh-Klassik eingerichtet waren. Unsere Führerin zeigte uns auch den großen Schlosspark.(Monaco ist sogar kleiner als der Park, wie wir bei der Busfahrt erfuhren.) Danach durften wir noch ein bisschen Potsdam auf eigene Faust erkunden.
Freitag (22.03.13): Wir trafen und heute wieder in der Schule, um alle Bilder und Gedanken in eine Power-Point-Präsentation festzuhalten. So schnappten wir uns den Raum 005 und legten los. Nach dem Mittagessen kamen dann auch die Reporter von den Oranienburger Zeitungen und versprachen, die Artikel schon morgen zu veröffentlichen. Am Abend hat das Frühlingskonzert allen sehr gut gefallen und war ein super schöner Abschluss.
Es hat allen sehr gut gefallen. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen!
( – im März 2014)






