DS-Kurs 12/2: Aufführung „Die Splitter meiner selbst“

Nach nun 1,5 Jahren Arbeit haben wir es geschafft: Wir als DS-Kurs 12/2 haben unser selbst geschriebenes Stück vor Publikum auf der Bühne gespielt und präsentiert. Diese Zeit war außergewöhnlich und unvergesslich. Je näher der Tag der Premiere rückte, desto spannender und aufwendiger wurde alles. Besonders die letzten drei Wochen vor der Aufführung waren sehr intensiv, denn in dieser Zeit begannen wir, das Stück erstmals komplett durchzuproben. So sahen wir zum ersten Mal, was wir über anderthalb Jahre hinweg gemeinsam geschaffen hatten. Anfangs lief vieles noch etwas holprig und wir dachten kurzzeitig: Das wird nichts mehr. Doch gerade in den letzten Proben machten wir große Fortschritte.

Dann kam der Tag der Aufführung. Wir trafen uns bereits drei Stunden vorher. Man merkte sofort: Es lag eine besondere Spannung in der Luft und die Nervosität stieg. Jeder ging noch einmal seine Texte durch, probte Auf- und Abgänge und bereitete alles vor. Manche lenkten sich durch Gespräche ab, andere versuchten, ruhig zu bleiben. Eine Stunde vor Beginn fingen wir an, uns mit verschiedensten Übungen gemeinsam warm zu machen. Die Stimmung war besonders: Alle waren voller Energie, die Gruppendynamik stärker als je zuvor. Es war warm, die Sonne schien und die Aufregung wuchs.Zehn Minuten vor Beginn kamen wir noch einmal zusammen, umarmten uns und wünschten uns gegenseitig viel Spaß. Diese Stunden vor der Aufführung waren für uns alle etwas ganz Besonderes. Man merkte, wie sehr wir als Kurs zusammengewachsen waren und was dieser Moment  jedem von uns bedeutete.

Schließlich begann unsere Aufführung: 90 Minuten Aufregung, Konzentration und Spannung – und es lief so gut wie noch nie zuvor. Anfangs war man noch nervös, doch schon nach kurzer Zeit verwandelte sich diese Nervosität in Energie. Wir waren vollkommen im Moment, konzentriert auf jede Bewegung, jeden Einsatz und jeden Text – und gleichzeitig hatten wir unglaublich viel Spaß.

Als das Stück endete und wir auf der Bühne standen, kam der Moment des Applauses. Das Publikum klatschte laut und lange, und in diesem Augenblick fiel bei vielen von uns die Anspannung der letzten Wochen ab. Es war ein unglaubliches Gefühl zu merken, dass unsere Arbeit und die Mühe der vergangenen anderthalb Jahre beim Publikum angekommen waren. Dieser Applaus war für uns eine große Bestätigung und machte die Premiere zu einem unvergesslichen Moment.unnamed.jpg

Am nächsten Tag folgte unsere zweite Aufführung. Obwohl wir das Stück am Abend zuvor bereits gespielt hatten, war die Aufregung wieder da – wenn auch nicht ganz so stark. Man wusste zwar, was einen erwartet, wollte aber trotzdem, dass es wieder genauso gut oder sogar noch besser läuft. Die Stimmung war etwas lockerer als am ersten Tag. Wir sprachen über kleine Fehler oder lustige Momente vom Vorabend und erinnerten uns daran, wie gut alles funktioniert hatte.

Trotzdem bereitete sich jeder wieder konzentriert vor. Auch das gemeinsame Aufwärmen gehörte dazu. Dabei merkte man noch einmal deutlich, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen waren. Nach so langer gemeinsamer Arbeit fühlte sich vieles vertraut an. Schließlich spielten wir unser Stück ein zweites Mal – diesmal vor einem deutlich größeren Publikum aus fast 200 Lehrern, Eltern, Freunden und Bekannten, die eine tolle Stimmung gemacht haben. Das war ein unbeschreibliches Gefühl.

Als schließlich der letzte Applaus erklang, wurde uns allen klar, dass damit eine ganz besondere Zeit zu Ende ging: eine Zeit voller Proben, Ideen, Stress, Lachen und gemeinsamer Erlebnisse. Gerade in diesem Moment wurde deutlich, wie sehr uns dieses Projekt als Kurs zusammengeschweißt hat. Es war nicht nur ein Theaterstück – sondern eine Erfahrung, die wir wahrscheinlich alle noch lange in Erinnerung behaltenunnamed.jpg werden.

Nach der Aufführung erhielten wir viel Feedback zu unserem Stück, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben. Besonders häufig wurden zwei Rollen erwähnt, in denen zwei Obdachlose dargestellt wurden. Viele Zuschauer fanden, dass die beiden ihre Rollen nicht nur sehr überzeugend, sondern auch äußerst humorvoll gespielt haben. Ihre Szenen sorgten immer wieder für Lacher im Publikum und blieben vielen besonders im Gedächtnis.

Auch als gesamter Kurs bekamen wir viel positives Feedback. Viele Zuschauer berichteten, man habe deutlich gemerkt, wie gut wir als Gruppe zusammenarbeiten. Auf der Bühne wirkte alles stimmig und gut aufeinander abgestimmt. Einige sagten außerdem, dass das Stück trotz teilweise ernster Themen sehr unterhaltsam gewesen sei.

Insgesamt wurde unsere schauspielerische Leistung sehr positiv bewertet. Viele betonten, dass jeder Einzelne mit seiner Rolle etwas Besonderes zum Stück beigetragen habe – und dass genau dieses Zusammenspiel das Ganze so stark gemacht hat.

Wir haben also viele tolle Erfahrungen gemacht, doch vor allem nehmen wir mit, dass Teamarbeit den Unterschied macht. Eine Theaterproduktion funktioniert nur, wenn viele Menschen zusammenarbeiten auf der Bühne, hinter der Bühne, bei der Technik, und der Organisation. Jeder kleine Beitrag ist wichtig, damit am Ende ein großes Ganzes entsteht.

Außerdem haben wir gelernt, mit Nervosität umzugehen. Lampenfieber gehört dazu, besonders wenn hunderte von Augenpaaren auf einen gerichtet sind. Doch genau in diesem Moment zeigt sich, wie wichtig Vertrauen ist – Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in das Miteinander. Sobald das Stück beginnt, verwandelt sich die Anspannung oft in Energie, die der Aufführung Leben gibt.

Nicht zuletzt nehmen wir auch die Erinnerung an das Publikum mit. Das Lachen, der Applaus und die gespannte Stille in bestimmten Szenen zeigen, dass Theater Menschen berühren kann. Diese direkte Verbindung zwischen Bühne und Zuschauerraum ist etwas Besonderes, das man nur live erleben kann.


Auf der Bühne zu stehen bedeutet aber auch, über sich hinauszuwachsen. Man lernt, sich auszudrücken, mutiger zu werden und vor vielen Menschen zu sprechen oder zu spielen. Gleichzeitig entwickelt man Kreativität und ein Gefühl für Zusammenarbeit.

Darüber hinaus schafft Theater unvergessliche Momente. Man erlebt gemeinsam Höhen und kleine Pannen (wie zum Beispiel der Moment am ersten Tag, wo Anfangs die Technik ausfiel und wir nicht mehr vor und zurück konnten und keiner mehr wusste, was er tun sollte! Nach einigen Sekunden ging es dann weiter –   Gott sei Dank sind alle in der Rolle geblieben!), lacht miteinander und wächst als Gruppe zusammen. Für viele bleibt genau das lange in Erinnerung – nicht nur die Aufführung selbst, sondern der Weg dorthin.

Unsere Aufführung hat gezeigt, dass sich der Schritt auf die Bühne definitiv lohnt. Nicht nur wegen des Applauses am Ende, sondern wegen all der Erfahrungen, die man auf dem Weg dorthin sammelt. Und wir können wirklich jedem empfehlen, so etwas auch mal zu machen. An dieser Stelle möchten wir noch ein letztes mal Danke sagen:

Insbesondere wollen wir Herrn Scholz dafür danken, dass er all den Stress und die riesige Aufgabe auf sich genommen hat und immer für uns da war. Ein großes Dankeschön geht ebenso an alle, die hinter der Bühne gearbeitet haben: an die Technik und alle Helferinnen und Helfer, ohne die diese Aufführungen nicht möglich gewesen wären.

Außerdem danken wir unseren Familien, Freunden und allen Zuschauern, die uns unterstützt und an uns geglaubt haben. Euer Applaus und eure Rückmeldungen bedeuten uns sehr viel.

Und nicht zuletzt danken wir uns als Kurs gegenseitig – für den Zusammenhalt, die Geduld, die Kreativität und die gemeinsame Zeit, die dieses Projekt so besonders gemacht hat.

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