
Was hier kranket, seufzt und fleht,
Wird dort frisch und herrlich gehen;
Irdisch werd‘ ich ausgesät,
Himmlisch werd‘ ich auferstehen;
Hier geh‘ ich natürlich ein,
Nochmals werd‘ ich geistig sein.
Die kluge und gebildete Frau, welche diese Zeilen schrieb, hätte heute ihren 395 Geburtstag gefeiert. Wahrscheinlich wäre sie stolz darauf, dass ein Denkmal von ihr vor dem Schloss Oranienburg steht, dass ein Gymnasium ihren Namen trägt und dass Schülerinnen sowie Schüler an ihren Geburtstag an sie denken. Von dieser großen Persönlichkeit kann man heute noch viel lernen. Luise Henriette von Oranien zeigte uns, wie wichtig Nächstenliebe ist, als sie 1665 ein Waisenhaus stiftete und welche Bedeutung es hat, für andere da zu sein. Außerdem war es ihr diplomatisches Geschick, dass es zur Aussöhnung mit Polen kam. Ein Wesenszug, der in der heutigen politischen Lage Vorbildwirkung ausstrahlen sollte. Stellvertretend für das LHG legte die Klasse 7-1 einen Blumenstrauß nieder, um an diese herausragende Persönlichkeit zu erinnern. Denn schließlich „sind wir Louise“.



