Mensch ist Mensch

Quelle: J. Reinert

Haus ist Haus, Baum ist Baum, Mensch ist Mensch – ist doch klar, oder? So einfach und eindeutig die Botschaft ist, so schwer scheint es manchmal zu sein, sie im Alltag zu leben. Dafür muss man gar nicht erst in die weite Welt blicken – ein solcher Blick stimmt zurzeit wenig hoffnungsvoll – es reicht schon aus, in die eigene Umgebung, in die eigene Schule, vor die eigene Nase zu schauen. Dort gibt es immer wieder Begebenheiten, die an der Verständlichkeit der Botschaft zweifeln lassen. Grund genug also, das Motto „Mensch ist Mensch“ ins Zentrum der Betrachtung zu rücken. Dementsprechend fand am 20. Oktober 2023 am Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg anlässlich des 10-jährigen Engagements der AG für Toleranz für das deutschlandweite Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein Aktionstag unter dieser Maxime statt.

Ganz im Sinne der Aussage „Toleranz ist anerzogen und nicht angeboren.“ (Umberto Eco) beschäftigten sich alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit verschiedenen Erscheinungen von Ausgrenzung, wie Rassismus, Diskriminierung, Sexismus und Klassismus. Zahlreiche Vereine und Organisationen waren vor Ort und führten an diesem Tag Workshops mit unseren Schülerinnen und Schüler durch. Zu Gast waren u.a. die Initiative Perspektivwechsel e.V., das Netzwerk für Demokratie und Courage, Zirkomania e.V., die Brebit, die Jugendarbeit der Stadt Oranienburg sowie das Demokratiemobil. Darüber hinaus haben auch viele Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule sowie die AG für Toleranz selbst konzipierte Workshops angeboten.

Ziel des Tages war es, unsere Aufmerksamkeit erneut und möglichst umfassend auf Ausgrenzung in unserer Gesellschaft zu lenken und dabei alle Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer in die gemeinsame Auseinandersetzung mit diesen Themen einzubinden.

Was erreichen derartige Projekttage? Wird es in Zukunft gelingen, Diskriminierung schneller zu erkennen, ihr entgegenzutreten, sie aus der Welt zu schaffen? Wir schärfen unser Bewusstsein für Ungerechtigkeiten und fördern unsere Wahrnehmung derselben, erlernen Argumentationsstrategien und legen damit die Grundlagen für ein tolerantes Miteinander. Die Rückmeldungen von externen Veranstaltern, Lernenden und auch Lehrenden legen nahe, dass wir dabei auf einem guten Weg sind.

Wir danken allen Beteiligten, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, sehr herzlich!

#AG für Toleranz

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