„Sie mögen mich nicht, weil ich anders bin.“ „LHG für Toleranz“ erhält den Hildegard-Hamm-Brücher-Preis für das „Karlinchen-Projekt“

img-20160613-wa0002„gesagt. getan.“ – prangte auf allen Flyern, die im Vorfeld der 26. Lernstatt Demokratie in Tutzing über Programm und Ablauf der Veranstaltung informierten. „gesagt. getan.“ – fasst auch die Grundidee des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ gut zusammen. Nicht nur reden, sondern auch handeln. Getreu diesem Motto werden seit 2009 jedes Jahr im Rahmen der Lernstatt eine Person des öffentlichen Lebens sowie zwei schulische Projekte, die sich in besonderer Weise um demokratisches Handeln verdient gemacht haben, mit dem „Hildegard-Hamm-Brücher-Preis“ ausgezeichnet.
In diesem Jahr haben sich 268 Schulprojekte um den Preis beworben, von denen 50 Projekte mit der Teilnahme an der Lernstatt in Tutzing und einer Urkunde ausgezeichnet wurden. Zwei dieser 50 Projekte sollten dann wiederum den „Hildegard-Hamm-Brücher-Preis“ erhalten. Unsere AG „LHG für Toleranz“ bewarb sich mit dem „Karlinchen-Projekt“ ebenfalls um den begehrten Preis. Zur Erinnerung: Die AG hatte – ausgehend von dem Kinderbuch „Karlinchen“ – ein Unterrichtsprojekt für Grundschulkinder zum Thema „Migration“ erarbeitet und in Kooperation mit der Waldgrundschule durchgeführt. Angespornt durch die positiven Reaktionen von Lehrern und Schülern entstand in der Folge ein Projekttag für Grundschulkinder mit Theateraufführung und Workshops ebenfalls zum Thema „Migration“, der in unserem Gymnasium mehrfach veranstaltet wurde.
Wir waren sehr begeistert, als wir erfuhren, dass unser Projekt zur Ehrung mit dem „Hildegard-Hamm-Brücher-Preis“ ausgewählt wurde, der uns am 08. Juni 2016 im Beisein der Stifterin des Preises überreicht worden ist.
img-20160613-wa0001Die Lernstatt in Tutzing bestand aber längst nicht nur aus der Preisverleihung – auch wenn dieser Teil für uns sicher am eindrücklichsten war. Im Vordergrund der vier Tage stand der Erfahrungsaustausch mit den Initiatoren der anderen, sehr unterschiedlichen und engagierten Projekte aus ganz Deutschland. In zahlreichen Workshops hatten wir Gelegenheit zu lernen und auszuprobieren, auf welch unterschiedliche Weise sich demokratisches Handeln erfahren und leben lässt.
Nach vier Tagen Lernstatt reisten wir erschöpft und voll neuer Ideen und Anregungen zurück nach Hause. Nun gilt es die Eindrücke zu ordnen, alte Projekte zu vertiefen oder weiterzuführen und neue in Angriff zu nehmen – „gesagt. getan.“
J. Reinert

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