Kaufexemplare für das Schuljahr 2012/2013

Bestimmte Lehrmittel sind von der Lernmittelfreiheit ausgenommen, z.B. Lernmittel, die sich bei einmaligen Nutzung verbrauchen und deshalb für die Ausleihe nicht geeignet sind, wie Arbeitsblätter und -hefte. Diese müssen die Eltern zusätzlich zu den im Rahmen des Eigenanteils zu beschaffenden Schulbüchern kaufen. (s. Lehr- und Lernmittel des MBJS)

Die Arbeitshefte Englisch und Französisch können nach Wahl von den Eltern mit oder ohne CD-ROM gekauft werden.

Klasse Verlag ISBN-Nr. Titel Preis
Klasse 7 Duden 978-3-89818-700-8 Formelsammlung 12,50
Westermann 978-3-14-144917-4 Diercke Geographie 7/8 20,50
Cornelsen 978-3-464-68063-6 AH Deutsch 9,95
978-3-06-031233-7 AH Englisch G 21 A 3 oder 9,50
978-3-06-031271-9 AH Englisch G 21 A 3 e-Workbook 15,75
Klett 978-3-12-622116-0 AH Découvertes 1 oder 8,50
978-3-12-622115-3 AH Découvertes 1 mit Lernsoftware 14,95
Paetec 978-3-8355-4063-7 AH Biologie 7/8 6,95
zusätzlich 7/2 Duden 978-3-8355-3083-6 AH Physik 6,95
         
Klasse 8 Cornelsen 978-3-464-68064-3 Ah Deutsch 9,95
978-3-06-031234-4 AH Englisch G21 A 4 oder 9,50
978-3-06-031272-6 AH Englisch G21 A 4 e-Workbook 15,75
978-3-06-031307-5 Englisch G21 A 4 19,95
Klett 978-3-12-523823-7 AH Découvertes 2 oder 9,25
978-3-12-522822-1 AH Découvertes 2 mit Lernsoftware 14,95
         
Klasse 9 Cornelsen 978-3-06-031235-1 AH Englisch G 21 A 5 oder 9,50
978-3-06-031273-3 AH Englisch G 21 A 5 e-Workbook 15,75
Paetec 978-3-8355-4064-4 AH Biologie 9/10 6,95
Klett 978-3-12-523843-5 AH Découvertes 3 oder 9,25
978-3-12-522823-8 AH Découvertes 3 mit Lernsoftware 14,95
Cornelsen 978-3-464-20540-2 AH A-tope.com Allgemeinb. Schule 12,95
978-3-06-064768-2 Geschichte plus 9/10 25,50
         
Klasse 10 Cornelsen 978-3-06-31236-8 AH Englisch G21 A 6 oder 9,50
978-3-06-031274-0 AH Englisch G21 A 6 e-Workbook 15,75
978-3-06-031309-9 Englisch G21 A 6 19,95
Klett 978-3-12-523862-6 Grammatisches Beiheft 4 Frz. 6,95
         
Klasse 11 Cornelsen 978-3-464-323456 context 21 21,95
Klett 978-3-12-5940130 Green Line (Trainer) 11,95
Cornelsen 978-3-06-064733-0 Kursbuch Geschichte 34,95
Reclam 978-3-150003060 E.T.A. Hoffman: Klein Zaches genannt Zinnober 4,00
Hamb. Lesehefte 978-3-87291-016-5 Lessing: Nathan der Weise 1,90

Hinweis: In Klasse 12 müssen keine Bücher gekauft werden.

V. LHG – VOLLEYBALLNACHT

p1100078Am Freitag veranstalteten wir nun schon zum fünften Mal unsere zur Tradition gewordene Volleyballnacht am Louise-Henriette-Gymnasium. Doch diesmal war so einiges anders.
Bisher luden wir die Schüler der Sek. II immer freitags vor dem letzten Schultag unserer Abiturienten ein, die diesmal schon die erste Abi-Prüfungsklausur hinter sich gebracht hatten. Zudem wurde auf Wunsch der Schüler und aufgrund der hohen Anzahl schulinterner Mannschaften auf die Einladung schulfremder verzichtet.p1100291
Gemeldet hatten zwölf Teams, davon elf Schülermannschaften und eine Lehrermannschaft unserer Schule, die nach der Eröffnung durch Frau Schiebe bis ca. 1.30 Uhr um die Siegertorte, sowie die anderen vom Förderverein der Schule gestifteten Preise kämpften.
Den 1. Platz erkämpfte die Mannschaft „X-MEN“ bestehend aus der 13-Klässlerin Laura S. und ehemaligen Schüler/innen des letzten Abiturjahrgangs.
Dicht gefolgt, ging der 2. Platz an das Lehrerteam (Möhring, Richter, Sander, Referendarin Lattke, Steinke, Fischer, Dawid, Dietze, Tschammer).
Psst…..ich bin total stolz auf euch I.Lattke!!!
Den 3. Platz konnte die Mannschaft „Die Ehemaligen“ erzielen, deren Abitur schon einige Jahre zurückliegt.
Vielen Dank an alle fleißigen Helfer (Vorbereitung, Verpflegung, Ordner, Kampfgericht) und für das schnelle und unkomplizierte Aufräumen nach dem Turnier durch alle verbliebenen Schüler! Das war klasse!

T. Fischer/ I. Lattke (Sportlehrer/in LHG)

Zwei Titel bei Landesmannschaftsmeisterschaft im Schach

Auch in diesem Jahr konnten die Teams unserer Schule ihre Siegesserie bei den Landesmeisterschaften im Schach fortsetzen. Sowohl in der WK_1 als auch bei der WK_M konnte der Landesmeistertitel errungen werden.
schach_2012_wk_m
Unsere Mädchen (WK_M) sicherten sich über folgende Ergebnisse den souveränen Erfolg:

  • LHG – GS Rüdersdorf 4:0
  • LHG – GS Hennickendorf I 4:0
  • LHG – GS Niederlehme 4:0
  • LHG – GS Rehfelde 4:0
  • LHG – GS Hennickendorf II 4:0
  • LHG – GS Senzig 4:0

schach_2012_wk1
Bei den Jungs waren die einzelnen Partien teiweise hart umkämpft. Am Ende stand allerdings wieder der 1. Platz.

  • LHG – Gymnasium Pritzwalk 3,5:0,5
  • LHG – Gymnasium Finow 3,0:1,0
  • LHG – Gymnasium Strausberg 3,0:1,0
  • LHG – Gymnasium Lübbenau 2,5:1,5
  • LHG – Gymnasium Velten 2,0:2,0
  • LHG – Oberschule Hennigsdorf 4,0:0,0
  • LHG – LHG(WKII) 4,0:0,0

Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Leistung. Beide Mannschaften haben sich somit für das Bundesfinale qualifiziert.

LHG-Schüler wieder erfolgreich beim Landeswettbewerb Informatik

anerkennungspreisAm Samstag, dem 10.03.2012, fand am Informatikinstitut der Universität Potsdam der Brandenburger Informatikwettbewerb 2012 statt.
26 Schülerinnen und Schüler aus dem Land Brandenburg wurden nach Potsdam eingeladen, um einzeln und gemeinsam ihr informatisches Fachwissen unter Beweis zu stellen.
Der Wettbewerb wird alljährlich vom Lehrstuhl für Didaktik der Informatik und vom Brandenburgischen Landesverein zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler e.V. (kurz BLiS) organisiert.
Im ersten Teil des Wettbewerbs wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Einzelgespräch zu ihren allgemeinen Kenntnissen der Informatik sowie zu informatischen Problemstellungen und Denkweisen befragt, und sie lösten ein informatisches Quiz. Im zweiten Teil bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen von 3-4 Personen drei Aufgaben, in denen es darauf ankam, Informatikmethoden anzuwenden und effektiv im Team zusammenzuarbeiten. Anschließend wurden die Gruppenergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. Die Fachleute der aus Informatiklehrerinnen und -lehrern sowie Mitarbeitern des Informatikinstituts der Universität Potsdam bestehenden Jury beobachteten die Diskussionen und Lösungsstrategien der TeilnehmerInnen und bewerteten die Einzel- und Gruppenleistungen. (Quelle: http://ddi.cs.uni-potsdam.de/Informatikwettbewerb)
Nach dem wir in den letzten zwei Jahren keinen Schüler bei diesem Wettbewerb am Start hatten, vertrat diesmal Andreas Burmeister unsere Schule. Nach einem aufregenden und sicher auch anstrengenden Tag konnte er sich am Ende zu den Besten zählen. Eine Anerkennungsurkunde und sicherlich auch jede Menge interessanter Erfahrungen waren der Lohn der Anstrengungen.
Herzlichen Glückwunsch!

156 erschreckende Schicksale

Der Raum im Louise-Henriette-Gymnasium ist fast zu klein für all die blauen Tafeln, die den Opfern rechter Gewalt in Deutschland ein Gesicht geben wollen. Auf Tischen angeordnet, in drei Reihen übereinander an der Wand befestigt: 156 Menschen wurden zwischen 1990 und 2010 von Rechtsextremisten ermordet.aussellung_2012jpg
Erschütternd lesen sich die Geschichten, die die Brutalität der Übergriffe verdeutlichen: 91 Messerstiche, zu Tode geprügelt, geschlagen, erstochen, angezündet, vebrannt bei einem Brandanschlag. „Man kann es sich kaum vorstellen, und viele wollen es sich nicht vorstellen“, sagt Hajo Funke, Vorsitzender des Oranienburger Fördervereins für interkulturelle Bildung und Begegnung, bei der Eröffnung. Dabei erinnert er auch daran, dass Brandenburg bei den Taten „negativ herausragt und in Oranienburg im ersten Jahrzehnt nach der Wende viel los gewesen ist“.
So erinnert eine Tafel an Hans-Jochen Lommatsch aus Oranienburg. 1992 wurde der 51-jährige Baumaschinist von rechten Skinheads mit Faustschlägen und Tritten getötet. Hajo Funke hofft, dass möglichst viele Schüler aus der Region die Schau besuchen, die das Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt das Gymnasium geholt hat.
LHG-Direktorin Doris Elert ist es sehr wichtig, die Schau im Haus zu präsentieren. In den 90ern, erinnert sie sich, gab es an der Schule Fälle von rechter Gewalt. „Ich selbst bin bedroht worden“, erzählt sie. „Heute gibt es keine rechte Gewalt an ihrer Schule.“
Die Ausstellung ist noch bis zum 23. März montags und freitags von 9 bis 15 Uhr und dienstags und donnerstags bis 17 Uhr im Louise-Henriette-Gymnasium, Dr.-Kurt-Schumacher-Straße 8, in Oranienburg zu sehen.

Quelle: Märkische Oderzeitung (http://www.moz.de)

Wettbewerb „Jugend debattiert“ 2011/2012

Zum dritten Mal fand am 20.Januar 2012 der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ statt.
„Sollen wie in Schweden Schülerinnen und Schüler Lehrkräfte im Unterricht duzen dürfen?“
Das war nur eine der drei Fragen, der sich die Teilnehmer im Rahmen des Wettbewerbes stellen sollten. Durch rege Beteiligung und harte Konkurrenz innerhalb der vorangegangenen Klassenwettbewerbe trat ein stark motiviertes und hochklassiges Starterfeld im Schulwettbewerb gegeneinander an. In zwei Qualifikationsrunden und den Finalrunden beider Altersklassen bewiesen die Schüler ein hohes Niveau und boten überzeugende Stellungnahmen zu den bundesweit vorgegeben Themen.
Zehn Tage haben die Schüler und Schülerinnen Zeit, sich in die Themenstellungen inhaltlich einzuarbeiten. Welche Position sie in der Debatte vertreten, können sie sich nicht aussuchen. Das wird ausgelost. Notwendig ist daher im Vorfeld eine gründliche Auseinandersetzung mit allen Pro- und Contra-Argumenten, um im Wettbewerb überzeugend zu sein.
Gefragt sind in der Debattenrunde, welche den genauen Zeitrahmen von 24 Minuten vorsieht, Überzeugungskraft, Ausdrucksfähigkeit, Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit. Jeder Teilnehmer muss eine zweiminütige Eröffnungsrede halten, in der 12-minütigen freien Aussprache argumentieren und in der Schlussrede ein Fazit der Debatte ziehen. Eine dreiköpfige Jury und Zeitnehmer bewerten nach Punkten, wie gut ein Debattant allen Anforderungen gerecht werden konnte.
Seit 2010 nimmt unsere Schule, initiiert durch die Fachkonferenzleiterin für Politische Bildung, Katrin Sander, an diesem Bundeswettbewerb teil. Inzwischen wurde seit diesem Schuljahr durch die Zusammenarbeit mit der Fachkonferenz Deutsch im Rahmen des Unterrichts der Klasse 8 die Debatte auch Lehrplanthema. Dadurch können Talente noch besser entdeckt werden. Gefördert werden sie dann zusätzlich, wenn die Schüler Lust haben, in der Arbeitsgemeinschaft „Jugend debattiert“, geleitet von Frau Sander. Seit zwei Jahren trifft die sich regelmäßig einmal wöchentlich.
Im Vorjahr 2011 schafften es zwei Schüler unserer Schule, Paul Gehrmann und Simon Lindner, sich für den Landeswettbewerb zu qualifizieren. Sie gewannen jeweils in ihren Altersklassen auf Regionalebene. Paul Gehrmann belegte auf Landeseben den hervorragenden vierten Platz.

Ergebnisse des Schulwettbewerbes „Jugend debattiert“ Altersgruppe I Klasse 8/9

Platzierung Name Anmerkung
1. Marie Uhlmann (8/2) Diese Teilnehmer sind für das Finale und
den Regionalverbundwettbewerb qualifiziert!
Sie vertreten unsere Schule am 24.02.2012 in
Birkenwerder.
2. Leon Israel (8/3)
3. Selina Graichen (8/5)
4. Alexander Rotsch (9/1)
5. Nicole Kempfer (9/1) Diese Teilnehmer sind als Nachrücker für das Regionalverbundwettbewerb qualifiziert.
Nicole Kempfer startet für Alexander Rotsch im Regionalverbundwettbewerb.
6. Stefan Scheunemann (9/3)
7. Philipp Arndt (8/2)
7. Felix Kretschmann (9/3)

Ergebnisse des Schulwettbewerbes „Jugend debattiert“ Altersgruppe II Klasse 10-13

Platzierung Name Anmerkung
1. Laura Bartel (13) Die1.-4.-platzierten Teilnehmer sind für das Finale und den Regionalverbundwettbewerb qualifiziert! Sie vertreten unsere Schule am 24.02.2012 in Birkenwerder.

Platz 5 und 6 sind Ersatzstarter. Da bei Platz 4 – 6 Punktgleichheit bestand, entschieden hier die Einzelplatzierungen in den Debattenrunden über das endgültige Ergebnis.

2. Tobias Riemschüssel (11)
3. Erik Stolzenburg (11)
4. Simon Lindner (11)
5. Janina Kallmeier (11)
6. Norbert Heeger (11)

LHG erfolgreich beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“

Am 24.02.2012 fand der Regionalverbundswettbewerb in Birkenwerder statt.
Angetreten waren außer uns insgesamt vier Schulen: die Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder, das Puschkin-Gymnasium Hennigsdorf, das Runge-Gymnasium Oranienburg. Hier die Ergebnisse:
In der Altersklasse I konnten sich durch die Vorrunden drei von den insgesamt vier Finalplätzen Schülerinnen und Schüler unserer Schule erkämpfen! Leon Israel, Nicole Kempfer, Stefan Scheunemann. Im Finale errang Leon Israel durch eine überzeugende Leistung ein von zwei begehrten Startplätzen für den Landeswettbewerb in Potsdam am 24.03.2012. Herzlichen Glückwunsch!
In der Altersklasse II wurde durch einen Organisationsfehler einer der Teilnehmerschulen, die mit zu geringer Debattantenanzahl antrat, das Starterfeld leider halbiert, dadurch konnten statt der vorgesehenen vier nur zwei Starter pro Schule debattieren. In der Vorrunde unterlagen unsere Starter Tobias Riemschüssel und Erik Stolzenburg leider mit nur einem Punkt und konnten so im Finale nicht mehr eingreifen.

Tolle Leistungen beim Regionalfinale der Biologieolympiade

Am Mittwoch, den 15. Februar haben unsere beiden Teilnehmer mit hervorragenden Leistungen geglänzt. Alexander Rotsch hat den 1. Platz belegt. Kaum schlechter war Celine Reddig, die den 1. Platz um 0,1 Punkte verpasst hat. Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz. Wir wünschen beiden Schülern viel Erfolg beim Landesfinale.

Der Herr der Fliegen

Eltern haften für ihre Kinder…
…doch was passiert, wenn sie das nicht mehr können?
Was, wenn die Kinder plötzlich und unerwartet auf sich allein gestellt sind?
Diese Problematik wird in „Der Herr der Fliegen“ von William Golding thematisiert und als Theaterstück vom DS-Kurs am 16. und 17. März aufgeführt.
Wie sich die Menschen weit weg von jeder Zivilisation verhalten und welche Entwicklungen die Charaktere durchlaufen, ist ab 19 Uhr zu sehen.
Eintrittskarten für beide Veranstaltungen sind an der Abendkasse zu erhalten.

Amüsierende Version von „König Ödipus“ am Louise-Henriette-Gymnasium

odipus_1Sophokles hätte sich im Grab umgedreht

Unter der dunklen Sonnenbrille strömt das Blut über die blassen Wangen des jungen Manns. Es ist Ödipus, der junge König von Theben, dessen Leben eine tragische Wendung genommen hat. Gerade hat er erfahren, dass er nur adoptiert ist. Außerdem soll er seinen leiblichen Vater Laios getötet und die eigene Mutter Iokaste zur Frau genommen und geschwängert haben.
„Eine so mitreißende Komödie hatte ich nicht erwartet“, sagte Peter Hetke. Überrascht war der 20-Jährige von der Interpretation von Sophokles’ antikem Stück „König Ödipus“ durch den Kurs Darstellendes Spiel der 12. und 13. Klasse des Louise-Henriette-Gymnasiums. Am Wochenende hatte es unter der Leitung von Achim Dawid Premiere. Durch raffinierte Wortspiele, erheiternde Reime und etliche Stilbrüche begeisterte die Theatergruppe die Zuschauer in der vollen Aula. Auf der Grundlage einer Bearbeitung durch den Kabarettisten Bodo Wartke entwickelte das Ensemble seine eigenen Ideen weiter. Neben überzeugender schauspielerischer Leistung und häufigem Einsatz zweier dialektischer Chöre punktete die Gruppe vor allem durch musikalische Einlagen mit Gesang, Klavier und Gitarre. Für Kursleiter Achim Dawid stellte dies eine Herausforderung dar, die das Engagement der Schüler über den Rahmen des Unterrichts hinaus erforderlich gemacht hatte. „Am schwierigsten fand ich es, den Teil des Chores auf Altgriechisch zu lernen“, sagt dagegen Darsteller Andreas Burmeister (18).
odipus_2Minimalistische Kostüme aus weißen Shirts und Jeans, wenig Requisiten und stetige Rollenwechsel waren ebenso wesentlicher Teil der Darbietung. Der Charakter des Ödipus wurde von vier Darstellern (Andreas Burmeister, Raphael Reitmeyer, Tim Kretschmann, Konstantin Focking) verkörpert, und auch andere Hauptrollen wie die des Laios (Konstantin Focking, Tim Kretschmann, Paul Wegner) und der Iokaste (Henriette Schwärmer, Carolin Martin) fanden sich in Doppelbesetzungen wieder. Den ständigen Wechsel der Atmosphäre von mystisch und tragisch zu erheiternder Stimmung fand Zuschauerin Heidi Bräuer geglückt. „Witz und Tiefsinn – alles war enthalten und ansprechend präsentiert.“ Tatsächlich wurde an beiden Abenden die eine oder andere Lachträne vergossen. Stellt sich die Frage, wie wohl der alte Dichter selbst über die humoristische Auslegung seines Stücks gedacht hätte. „Sophokles hätte sich im Grab umgedreht“, ist Achim Dawid überzeugt, „aber gleichzeitig wäre er erfreut gewesen über solch leidenschaftlich spielende junge Leute.“ (Von Isabel Ottlewski)

Quelle: MAZ vom 18.01.2012

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