Das Wetter und seine Vorhersage sind ein zentraler Bestandteil unseres Lebens. In seinen verschiedenen Erscheinungsformen ist es unser allgegenwärtiger Begleiter. Die Nachrichten wären ohne einen abschließenden Wetterbericht nicht komplett, der Landwirt würde orientierungslos seiner Arbeit nachgehen und so mancher Gesprächseinstieg verliefe deutlich zäher, wenn wir nicht ein Paar Worte über das Wetter verlieren könnten. Kurz um, jeder hat irgendwie mit Wetter zu tun und vermag sich darüber auszutauschen. Ob das Wetter schlecht oder gut ist, hängt dabei immer von der Perspektive ab. So wird sich der oben genannte Bauer über steten Wechsel von Sonne und Regen freuen, während sich der Urlauber über die Unbeständigkeit des Wetters beklagt. Wir Menschen haben auf das Wetter keinen direkten Einfluss und müssen uns jeden Tag aufs Neue anpassen.! ! ! Aber, „Wie wird das Wetter heute?“ ist die Frage, die wir und häufig schon vor dem Frühstück stellen. Um darauf eine Antwort zu bekommen, gibt es neben Temperaturund Niederschlagswahrscheinlichkeit eine Vielzahl von weiteren Parametern, die in Bezug auf das Wetter gemessen, zusammengeführt und interpretiert werden können. Um das Wetter in seinen Erscheinungsformen näher kennen zu lernen, wurde im Rahmen der Projektwoche am Louise-Henriette-Gymnasium das Projekt „Wetter“ initiiert. Unsere Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 bis 9 beschäftigten sich dabei mit Messverfahren, Messwerten und beobachtbaren Wetterelementen an der schuleigenen Wetterstation. Am Dienstag besuchten wir den Wetterturm in Berlin-Dahlem, wo uns eine Studentin der Meteorologie über die Messwiese und durch den Wetterbeobachtungsturm der Freien Universität Berlin. Dort erfuhren wir viele Details zur Wetterbeobachtung sowie auch zur Datenerfassung und -verarbeitung. In den sich anschließenden Experimenten wurde die Brücke zwischen Wetter und Klima geschlagen und die Schülerinnen und Schüler konnten viele Ursachen und Folgen des Klimawandels erleben. Theorie und Praxis: Die GrundschülerInnen entdecken das Wetter. Experten erläutern die Daten der Wetterstation des LHG´s Höhepunkt der Woche war der vierte Projekttag, der von unseren Projektteilnehmern mit Grundschülern der 6. Klasse der Waldschule Oranienburg gemeinsam gestaltet wurde. Dabei fungierten unsere Schülerinnen und Schüler als Expertenteams und führten die Grundschüler in Kleingruppen mit viel Engagement durch insgesamt 6 eigens gestaltete Stationen. Ausgestattet mit diesem umfassenden Vorwissen ging es dann in die Praxis und die Grundschüler machten sich selbst auf die Jagd nach dem Wetter. Ausgerüstet mit Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler sowie Windmessern der FU-Berlin, ging es raus in das Gelände rund um das LHG. Die Grundschüler
ermittelten an insgesamt fünf verschiedenen Messpunkten Daten des aktuellen Wetters. Diese erfassten Messwerte müdeten letztendlich in einem individuell gestalteten Wetterbericht, den die Grundschüler als Erinnerung mit nach Hause nehmen und für den anknüpfenden Geographieunterricht nutzen können. Ein besonderes Lob gilt es den Projektteilnehmern des LHG´s auszusprechen, die sehr souverän von der Rolle des Lernenden in die des Lehrenden wechselten und mit viel Freunde und Begeisterung das komplexe Thema Wetter anschaulich für die Grundschüler aufbereiteten. Nicht zuletzt ist der Erfolg dem guten Wetter zu verdanken, das mit viel Wind, einem Temperaturabfall und vielen Wolken seinen Teil dazu beitrug. Obwohl wir mit dieser Interpretation des Wetter wohl relativ alleine stehen dürften […].
Auslese – Die etwas andere Spätlese!
„Ein Engländer, ein Franzose und ein Österreicher sind in einem Kriegsgefangenenlager…“ – „Wie?“, entgegnet Hertha, „Da stimmt doch etwas nicht! Was machen zwei Alliierte zusammen mit…“.
Und schon wieder wurde das Känguru unterbrochen, welches krampfhaft versucht seinem Freund einen Witz zu erzählen. Das Publikum krümmt sich vor Lachen, während der ehemalige LHG-Schüler Lukas Polakowski und Laura Niederlein den Slogan „Bring es auf den Punkt“ der Auslese am Freitagabend im Louise-Henriette-Gymnasium mit ihrer Darstellung voll und ganz trafen. Auch der Schüler Dimitri Orlow kam nicht auf den Punkt mit seiner Freundin, gespielt von Sandra Giesbrecht, Schluss zu machen. Des Weiteren berichtete uns der Schüler Tobias Riemschüssel ausgiebig von seinem Knoblauch-Auflauf und seinem resultierenden Mundgeruch, den er seiner Freundin nicht vorenthalten wollte.
Viele weitere Schüler beteiligten sich an der Auslese, aber auch die Lehrer Herr Dawid und Herr Schulz philosophierten bei einem Gläschen Wein. Musikalisch untermalt wurde dieser Abend von Clara Rau und Sophia Sander, welche Philipp Poisel zum Besten gaben. Die Einnahmen vom verführerischen Buffet kommen alle der Abikasse zu Gute.
Text: Lisa Ihde
Fotos: Sophie Rauschenbach
Schüler sprechen über Religion
Das Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium veranstaltet vom 28. bis 31.01.2013 eine religionsphilosophische Projektwoche. Elftklässler setzen sich von Montag bis Donnerstag in Vorträgen und Workshops mit ethnischen, religiösen uns philosophischen Fragen auseinander und besuchen zudem Orte religiösen Lebens – eine Moschee etwas und ein Meditationszentrum. In der Begegnung mit Muslimen, Hindus, Juden Christen und Buddhisten lernen die Jugendlichen eigene und fremde Weltbilder kennen.
Quelle: Märkische Allgemeine vom 16.01.2013
Fröhliche Weihnachten …
und ein gesundes neues Jahr – das wünschen wir allen Schülern und Lehrern des LHG.
Weihnachtliches am Louise-Henriette-Gymnasium / Miss Sophie und James zelebrieren das „Dinner for One“
Daniel Arndt und Sebastian Ihle waren am Freitag in der Sporthalle des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums die Männer des Abends. Die beiden Moderatoren legten beim Weihnachtskonzert der Schule nicht nur eine witzige kleine Tanznummer aufs Bühnenparkett. Sie spielten auch das berühmte „Dinner for One“, das Silvester wieder im Fernsehen läuft, nach. Sebastian Ihle verkleidete sich als Miss Sophie, die ihren 90. Geburtstag mit Butler James (Arndt) feiert.
James muss alle ihre Trinkfreunde ersetzen und ist am Ende fürchterlich betrunken. Die beiden haben das wunderbar nachgespielt und für viele Lacher gesorgt. Das war aber nur einer von mehreren Höhepunkten des Konzerts, das so gut wie ausverkauft war.
Die Schulband mit Stefan Scheunemann, Eric Stolzenburg, Leon Israel, Domenik Thimian und Domenic Clemens besang den „Rockstar“, und das machten die Jungs gut. Clara Rau und Sophia Sander sangen über „Insekten im Eis“, dabei handelt es sich um einen Song der Rockband Jennifer Rostock. Lea und Anna Viereck sowie Hannah Plentz machten aus der Hymne „Joy to the World“ ein grooviges Erlebnis, wofür es am Ende großen App-laus gab.
Gut 130 Mitwirkende sorgten dafür, dass das gut 90-minütige Konzert sehr abwechslungsreich wurde. Auch einige Lehrer ließen es sich nicht nehmen, aufzutreten. „Tausend Sterne sind ein Dom“, sangen sie gemeinsam mit Schülern aus dem 12. Jahrgang.
Das alles spielte sich in einer wunderschön geschmückten Sporthalle ab. Vor der Bühne standen kleine Weihnachtsmänner, Bärchen, daneben kleine Tannen.
In der Pause gab es für die Besucher ein großes Büfett der Zwölftklässler. Die belegten Brötchen, Würstchen und Salate waren sehr schnell ausverkauft. Kultur macht offenbar hungrig. Gut so, denn die Einnahmen dieses reichhaltigen Abendbrots sind für die Abikasse gedacht. (Von Robert Tiesler)
Quelle: Märkische Allgemeine vom 17.12.2012
Jugend … debattiert!“
Leichtes Glockenklingen, nervöse Schüler/innen und Lehrer/innen, die Richtung Anbau treiben. Anspannung ist spürbar. Aber Nikolaus war am Tag zuvor und bis Weihnachten ist es noch eine Weile hin. Was ist los im LHG? Der Flur ist mittlerweile gefüllt, Wortfetzen sind zu hören: „Ach, du machst auch mit?“, „Na, wieder dabei?“ oder auch „Oh, erste Runde – und gleich mit…“! An der Glastür sammeln sich Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II, die sind doch sonst nicht an den gleichen Dingen interessiert sind. Was ist da los?
Dann endlich: Begrüßungsrunde im Raum 131, die Regeln werden noch einmal kurz geklärt, die Zeitnehmer und Juroren instruiert, die Stoppuhren getestet, Wasser, Kekse, Bewertungsbögen verteilt und dann geht’s los. Das ist nicht nur ein großer organisatorischer Aufwand, den die Politiklehrerin Frau Sander zu stemmen hat. In sieben Räumen des Anbaus finden parallel die Qualifikationsrunden der Sekundarstufen I und II zum Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Sieben Jurorenteams, sieben Zeitnehmer und vier mal sieben Wettbewerbsteilnehmer sind in den nun folgenden 25 Minuten hochkonzentriert. Ihre Aufgabe: Sie erörtern ein Thema, auf das sie sich in den vergangenen Wochen und Tagen strukturell vorbereitet, zu dem sie in den letzten zehn Tagen auch inhaltlich recherchiert haben. Das Ausknobeln der Position Pro oder Kontra ist erledigt, mit leisem Flüstern sind Absprachen getroffen, im Kopf wird noch einmal an der Eröffnungsrede gefeilt, und dann legen sie los: „Du hast gesagt…“, „Wir meinen dagegen…“, „Du hast Recht…“, „Ich allerdings sage…“. Alles ohne Aggressionen, ein sachlicher Ton beherrscht die sieben Räume. Etwa zwischen 10.40 und 10.50 Uhr öffnen sich die Türen, Wechsel und zweite Qualifikationsrunde. Am Ende werden die vergebenen Punkt zusammen gerechnet. Vier Finalisten pro Altersklasse stehen fest.
Für die Altersstufe I gehen Leon Israel, Antonia Schreiber Seàn Kenny und Philipp Zitzelsberger ins Finale, für die Altersgruppe II sind es Stefan Scheunemann, Erik Stolzenburg, Nicole Kempfer und Tobias Riemschüssel. Und erneut 25 Minuten später ist auch diese letzte Runde zu Ende. Jetzt kommt es auf die Juroren an. Das ist keine einfache Aufgabe. Auch hier ist der Ton sachlich. Um 13.35 Uhr werden die Ergebnisse der Finalrunden bekannt gegeben. Kurze Zeit später ist alles aufgeräumt, die Glocken sind verstummt.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer/innen, die sich zumeist über Klassenwettbewerbe qualifiziert haben, und insbesondere an die diesjährigen Sieger/innen unserer Schule,
Leon Israel und Philipp Zitzelsberger für die Altersgruppe I und
Nicole Kempfer und Tobias Riemschüssel für die Altersgruppe II,
die im Januar 2013 teilnehmen werden am Regionalfinale von „Jugend debattiert“.
M. Möhring-Volmer
SchauerRomantik auf dem Dreifaltigkeitskirchhof
Am Nikolaustag begab sich der Deutsch-Leistungskurs 12 des LHG bei lausigen Minustemperaturen auf Spurensuche Berliner Romantiker/innen, die von einer kleinen Schülergruppe detailliert vorbereitet und durchgeführt wurde.
An den Gräbern von E.T.A. Hoffmann, Henriette Herz, Rahel Varnhagen von Ense und Adelbert von Chamisso auf dem Dreifaltigkeitskirchhof wurden bei eisigem Schneetreiben romantische Gedichte rezitiert und kleine Vorträge zum Leben und Schaffen dargeboten.
Weiter führte der Stadtrundgang vorbei an Gedenktafel, ehemaligen Wirkungsstätten, Plätzen und Wohnhäusern, immer begleitet von kleinen Vorträgen der Schüler.
Zum Schluss nutzte der Kurs die Gelegenheit, die derzeit gastierende Ausstellung der Impressionisten und Klassischen Moderne in den Sammlungen der Guggenheim Foundation zu besuchen. Ein gelungener Abschluss der Unterrichtseinheit „Literatur und Sprache im 19./20. Jahrhundert“.
Biologieolympiade – 1. Runde
Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern der Biologieolympiade, insbesondere den Schülerinnen und Schülern, die sich für die Landesolympiade am 27.02.2012 (Marie-Curie-Gymnasium in Wittenebrg) qualifiziert haben.
Wir werden dort durch folgende Schüler vertreten sein:
Johannes Hopfe (7/2)
Celine Redding (8/2)
Katja Lohaus (10/1)
Alexander Rotsch (10/1)
Viel Erfolg!!!
Am Louise-Henriette-Gymnasium können Schüler mit gutem Journalismus punkten
Lehrer Peter Schulz begann die erste Unterrichtsstunde mit einer Warnung: Es gebe mindestens so viele arbeitslose Journalisten wie Schauspieler. Wer mit dem Schreiben seinen Kühlschrank füllen möchte, müsse sich schon an den Großen messen. An Jochen-Martin Gutsch und Maxim Leo zum Beispiel, den Kolumnisten der Berliner Zeitung; deren Texte sogar in Buchform und als Hörbücher erscheinen, die in ausverkauften Theatern lesen.
Schulz leitet seit diesem Schuljahr am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium (LHG) den praxisorientierten Seminarkurs Journalismus. 20 Schüler haben sich dazu entschlossen, den Kurs als Wahlfach auf ihre Abinote anrechnen zu lassen. „Der Fokus liegt nicht darauf, dass die Hälfte der Schüler Journalist wird, sondern dass wir wieder eine Schülerzeitung haben“, sagt der Lehrer für Deutsch und Englisch. Die Abiturienten treten in große Fußstapfen: die Schülerzeitung „IWahn“, die bis 2008 am LHG erschien, gewann zweimal in Folge den brandenburgischen Schülerzeitungspreis. Der Name geht zurück auf das Jahr 1994, als das Gymnasium noch keinen offiziellen Namen trug. Weil das Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg als Sitz der sowjetischen Kommandozentrale gedient hatte, sprachen alle von der „Russenschule“. Da war der „IWahn“ nicht weit.
„Wir orientieren uns ganz klar an unserem Vorgänger“, sagt Lukas Degenhardt, der die Rolle des Chefredakteurs übernommen hat. Der 18-Jährige sitzt am oberen Tisch-ende in der Schulbibliothek und sammelt zerknüllte Zettelchen ein. Demokratisch und geheim hat die Redaktion mithilfe der Zettelchen abgestimmt, welcher Lehrer in den „IWahn 2.0“ darf. „Das Hauptthema der Ausgabe ist der Wechsel der Schulleitung“, sagt Lukas. Er und seine Mitschüler haben durchgespielt, was jeweils passieren würde, wenn einer aus dem Lehrerkollegium Direktor wird. Umfragen, Berichte zu Jugend trainiert für Olympia und kritische Texte zum neuen Schulsystem gehören ebenfalls zu den Themen der ersten Ausgabe. „90 Prozent der Texte haben wir fertig“, sagt Lea Viereck und greift in eine Tüte Waffelröllchen. Wenn es nach Lea und den anderen geht, muss die Zeitung noch vor Weihnachten erscheinen. „Ein Artikel bringt nur was, wenn er vor unserem Weihnachtskonzert erscheint“, fügt Lukas hinzu. Peter Schulz hält sich zurück, es sind die Schüler, von denen die Initiative kommen soll. Doch man sieht ihm an, dass er sie gern ein wenig bremsen würde. Das Layout, der Druck. Es gibt noch viel zu tun. „Wir haben natürlich überlegt, ob wir uns den Weg über das Papier sparen und eine Online-Ausgabe produzieren.“ Doch Lukas hat sich mit seiner Liebe für Papier durchgesetzt. „Was ich lese, will ich in der Hand halten“, sagt der Abiturient. (Von Juliane Primus)
Quelle: Märkische Allgemeine vom 04.12.2012




