Die Sonne bringt das Geld
Deutschlands beste Schülerfirma wird am 20. November im Bundeswirtschaftsministerium gekürt. Zehn Nachwuchs-Unternehmen sind noch im Rennen. Mit dabei ist auch Louises Sonnenstrom AG, die Schülerfirma des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums.
24 Quadratmeter groß ist die Solaranlage auf dem Dach der Aula des Gymnasiums. Sie wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um und kommt dabei auf eine Spitzenleistung von sechs Kilowatt. „Die erzeugte Energie wird direkt von der Schule genutzt. Produzieren wir mehr als wir verbrauchen, speisen wir den Strom ins Netz der Stadtwerke ein dafür“, erklärt Steven Hoffmann. Der Elftklässler ist Sprecher von Louises Sonnenstrom AG. Zur Firma gehört neben ihm noch Wieland Milz aus der zwölften Klasse, der als zweiter Geschäftsführer fungiert. Einen ersten Chef gibt es zurzeit nicht.
Aufgabe der Firma ist es, die vollautomatische Anlage zu überwachen und zu verwalten. Errichtet worden war sie vor zwei Jahren. „Die Initiative dafür war bereits vor fünf Jahren von damaligen Schülern ausgegangen“, erklärt Wolfgang Döhl, Lehrer für Mathe und Physik, der die Firma betreut. „Die Schüler hatten damals den Wunsch, dass auch ihre Schule ihre Dächer für nachhaltige Energiegewinnung nutzt.“ Der Wunsch wurde an den damaligen Bildungsdezernenten und heutigen Landrat Ludger Weskamp (SPD) herangetragen. Weskamp ließ die Anlage im Jahr 2013 errichten. Der Landkreis als Schulträger übernahm auch die Investitionskosten in Höhe von 12 000 Euro. Weskamps Bedingung aber: Die Schüler sollten die Anlage – pädagogisch begleitet – selbst verwalten und das verdiente Geld in die Wartung sowie Bildungsprojekte investieren.
Im Winter ist die Ausbeute mit deutlich weniger als 100 Kilowattstunden zwar mager. Zwischen Mai und August dieses Jahres lag der Ertrag aber immer zwischen 800 und 900. Die Firma verdient mit jeder erzeugten Kilowattstunde. Schließlich spart der Landkreis durch die Anlage selbst Geld und reicht es mit 25,9 Cent pro Kilowattstunde an die Schülerfirma weiter. Nicht verbrauchter Strom wird für 15 Cent an die Stadtwerke Oranienburg verkauft.
Der Probebetrieb begann im November 2013. Seit April 2014 wird Geld verdient. Rund 3 000 Euro hat die Solaranlage seitdem in die Firmenkasse gespielt. Ein Teil des Erlöses wurde inzwischen investiert. Unter anderem wurde ein Solarkoffer gekauft, mit dem die Funktionsweise der Sonnenstrom-Erzeugung auch im Unterricht erprobt und erklärt werden kann. Außerdem konnten sich die Schüler eine Exkursion in die energieautarke Kommune Feldheim leisten. Zudem wurde onlinebasierte Software gekauft, mit der von jedem Winkel der Welt aus die Anlage auf dem Dach des Gymnasiums überwacht werden kann. „Wenn etwas nicht stimmt, können wir so notfalls auch den Hausmeister anrufen und ihn bitten, ein Problem zu lösen.“ Außerdem liefert die Software alle möglichen Daten, mit denen sich zum einen Entwicklungen über einen längeren Zeitraum beobachten und analysieren lassen. Zum anderen kann sie Lehrer Döhl auch für Berechnungsmodelle im Mathe- und Physikunterricht nutzen.
Die Schüler erfahren noch mehr. „Wir lernen, die Anlage technisch zu verstehen, üben Buchhaltung, Management und Öffentlichkeitsarbeit. Schließlich präsentieren wir uns auch online.“ Noch wird die Firma außerhalb des Unterrichts geführt. Das könnte sich ändern. Das Gymnasium überlegt, das Management zum Bestandteil eines Seminarkurses zu machen.
Zunächst geht es aber zur Krönung der besten Schülerfirma nach Berlin. Über ihre Aussichten wollen Steven Hoffmann und Wieland Milz nicht spekulieren: „Wir haben uns die anderen Kandidaten angesehen. Die sind alle gut.“
Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1434634
Mit eigener Energie
Am 08.10.2015 machte sich der Seminarkurs Nachhaltigkeit auf den Weg in das energieautarke Dorf Feldheim in der Nähe von Treuenbrietzen, Potsdam-Mittelmark. Die Bewohner von Feldheim haben ein bisher einzigartiges Gesamtkonzept für eine dezentrale regenerative und damit nachhaltige Energieversorgung von ansässigen Unternehmen und Privathaushalten umgesetzt. Sie werden autark über ein eigenes separates Verteilernetz mit Strom und Wärme aus „vor der eigenen Haustür“ gelegenen Erneuerbare-Energie-Anlagen vollständig versorgt. Die Bewohner sind damit nicht mehr auf die großen Netzbetreiber und Stromanbieter mit ihren Bedingungen angewiesen. Die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses Nachhaltigkeit konnten sich vor Ort über die Geschichte des Dorfes Feldheim sowie über die prinzipielle Funktionsweise von Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen informieren und entsprechende Anlagen besichtigen. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit hat der Seminarkurs die An- und Abreise hauptsächliche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrädern bewältigt. Der Seminarkurs bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei der AG Sonnenstrom des LHG Oranienburg, welche großzügig die Kosten für die Veranstaltung in Feldheim übernommen hat.
Verantwortliche Lehrer: Herr Dr. Brandenburg, Herr Schüttoff
Neue-Energien-Forum Feldheim
Link: http://www.neue-energien-forum-feldheim.de/index.php/energieautarkes-dorf
Louises Sonnenstrom AG
Link: http://louises-sonnenstrom-ag.weebly.com/
Regionalfinale
Qualifikation zum Regionalfinale in Rathenow für die männliche WK III und WK II beim Kreisfinale JtfO Leichtathletik in Löwenberg
Wir sind stolz auf unsere erfolgreichen Mannschaften, die beim Kreisfinale in Löwenberg am 01.10. 2015 den 2. Platz belegten und sich damit für das Regionalfinale im Juni qualifiziert haben. Ihr habt großartig gekämpft Jungs, obwohl sich der Wettkampf so lange hinzog und viele von euch mehrere Stunden auf ihren Einsatz warten mussten. Und Igor – dir besonderen Glückwunsch zum Schulrekord im Hochsprung – 1,72m, das ist schon eine beachtliche Leistung, zumal du kein Leichtathlet, sondern ein Basketballer bist. Große Klasse!!! Auch die Weitsprungergebnisse über 5 Meter konnten sich sehen lassen. Nic
las Wolf aus der 9/3 sprang 5,08m (übrigens auch das erste Mal in seiner schulischen Laufbahn) und Igor Stroh 5,13m. Auch beim Kugelstoßen mit der 5er Kugel führte Igor die LHG – Mannschaft mit 10,42m an. Im Ballwurf der WK III männlich dominierte Lucas Gorecki (unser Handballer) mit 53m, gefolgt von Gustav Seefeld (ebenfalls Handballer) mit 50 Metern.
Nur das mit der Staffelstabübergabe in der Wechselzone müssen wir noch üben.
Vielen Dank allen Akteuren für ihren Einsatz!
B.Schwarz



Präventionstag zum Thema „Glücksspielsucht“
Was tun, wenn man im Lotto gewinnt? Die Schule abbrechen, den Job kündigen, ein Auto kaufen oder den bisherigen Lebensstil beibehalten?
Zehntklässler des Louise-Henriette-Gymnasiums absolvierten am Mittwoch einen Glücksspielsucht-Präventionsparcours. Sie beantworteten Fragen zur Spielsucht. Dabei ging es auch um Fähigkeiten, die vorbeugend wirken. So zum Beispiel, ob man „Nein“ sagen und glücklich sein kann. „Ich habe hier etwas über mich erfahren, zum Beispiel, welche Arten des Glücks mir gefallen“, sagt Séraphine Schilke und kreuzt das Glück des Moments an. Das können eine Massage, der erste Schluck bei Durst oder Zärtlichkeit sein.
An einer weiteren Station dürfen die Schüler würfeln und Jetons wie im Casino einsetzen. Bei diesem Spiel geht es um die Gesetze der Wahrscheinlichkeit. Die Schüler erfahren, warum die Bank immer gewinnt. Bei insgesamt 36 Zahlenkombinationen sind die Spieler nur zu einem Drittel die Gewinner, zwei Drittel streicht die Bank ein. „Das machen die Spieler oft falsch, sie unterschätzen die Wahrscheinlichkeit“, erklärt Spielbetreuer Daniel Zeis vom Bezirksverband Potsdam der Arbeiterwohlfahrt.
Letzterer gehört dem Netzwerk Frühe Intervention bei pathologischem Glücksspiel im Land Brandenburg an, das 2008 nach dem Staatsvertrag gegen Glücksspielsucht im Land Brandenburg installiert wurde und den jährlichen Aktionstag, der am Mittwoch bundesweit stattfand, organisiert. Nach Potsdam, Cottbus, Neuruppin und Franfurt (Oder) fand er jetzt in Oranienburg statt. Als Partner wurde die Stadtbibliothek der Kreisstadt gewonnen. Dort gab es am Nachmittag Vorträge von Experten zur ambulanten Beratung und Behandlung von Glücksspielern sowie zur Glücksspielsucht und exzessiver Mediennutzung. „Der Aktionstag ist wichtig, wir sehen ja, dass Kinder stundenlang an der Spielestation sitzen. Auch die Handynutzung ist zwanghaft. Neulich habe ich bei einer Führung für die 7. Klasse zum ersten Mal gefordert, dass die Handys weggesteckt werden, sonst hätte niemand zugehört“, sagt Bibliotheksleiterin Katharina Bölke.
Standort des Netzwerkes in Oberhavel ist die Caritas-Suchtberatung in Oranienburg, Bernauer Straße 100, 03301/5 74 50. Leiterin Berit Ohlrich erklärt: „Von unseren 400 Patienten im Jahr sind 40 spielsüchtig. Fast alle sind ledige Männer zwischen 20 und 30 Jahren.“ Die Herausforderung besteht laut Ohlrich darin, in den nächsten Jahren eine Selbsthilfegruppe für Spielsüchtige in Oranienburg aufzubauen.
Die Zehntklässler des Henriettegymnasiums zählen nach dem Parcours die Gründe für Spielsucht auf: Einsamkeit, Langeweile, Neugier, Gruppenzwang, Schulden. Sie wollen wissen, was Therapeuten raten. „Wir erklären, dass die Spielhalle nicht das Wohnzimmer und der Automat nicht der Freund sind. Die Patienten müssen herausfinden, was und wer ihnen gut tut“, sagt Carmen Koynowski von der Suchtprävention.
Von Marion Bergsdorf
Quelle: http://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Wenn-ein-Spiel-zu-riskant-wird
ABI-Bilder 2015
HINWEIS für alle Abiturienten des Jahrgangs 2015. Die Bilder können ab sofort im Sekretariat abgeholt werden.
„Louises Sonnenstrom AG“ unter den Top 10
Liebe Schülerfirma „Louises Sonnenstrom AG“,
das Jury-Urteil steht endlich fest.
Eure Schülerfirma ist unter den zehn besten Schülerfirmen im
Bundes-Schülerfirmen-Contest 2015.
Wir freuen uns außerordentlich euch diese Nachricht zu überbringen. Unsere
Jury hat sich das Urteil nicht leicht. Auch in diesem Jahr ist die
Entscheidung sehr knapp ausgefallen. Aber ihr habt es geschafft – herzlichen
Glückwunsch!
Welchen Platz Ihr unter den TOP 10 erreicht habt, wird noch nicht verraten.
Als Preisträger laden wir euch am 20. November 2015 nach Berlin ein, um euch
im Rahmen einer großen Preisverleihung im Bundeswirtschaftsministerium den
Siegerscheck zu überreichen. Alles zur Preisverleihung und wie es
weitergeht, erfahrt Ihr in einem gesonderten Schreiben. Wir freuen uns
darauf euch kennen zu lernen.
Eine Liste der besten Schülerfirmen Deutschlands findet ihr auf unserer
Webseite: www.bundes-schuelerfirmen-constest.de
Viele Grüße,
Edda Mammen, Swantje Gröning, Birgit Winter, Viktoria Sortino







