Regionalwettbewerb 2020 „Jugend debattiert“

Der Ablauf ist jedes Jahr der gleiche. Schulwettbewerb. Regionalwettbewerb. Landeswettbewerb. Bundeswettbewerb. Aber das stimmt so natürlich nicht. Nur wer die jeweiligen Wettbewerbe als Erst- oder Zweitplatzierter gewinnt, kommt in die nächste Runde. Und auch in diesem Jahr darf das LHG mit Sebastian, 9_1 am Landeswettbewerb 2020 in Potsdam teilnehmen.

Foto_privat
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Denn Sebastian hat im Regionalwettbewerb einen tollen ersten Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch! Wir hatten am vergangenen Freitag 5 (!) Starter/innen im Rennen, denn der durch Los vergebene Nachrücker-Platz in der AG II konnte auch durch uns besetzt werden. So starteten Antonia, Lotta und Lorenz für das LHG.

Und auch hier sahen wir nicht schlecht aus:
Lotta redete sich bis ins Finale der AG II. Herzlichen Glückwunsch! Marie und Sebastian sind für die AG I gestartet.Begleitet wurden unsere Schüler/innen in diesem Jahr von K.Terp und M.Möhring-Volmer.

Wer findet, dass „Jugend debattiert“ ausschließlich ein Einzelwettbewerb ist, sollte sich das Foto in der MAZ von unserer „Mannschaft“ anschauen MAZ.

„…Paula vom Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg!“

jugend-debattiert-2018Was haben die Kennzeichnung von retuschierten Modelfotos, kostenloser öffentlicher Nahverkehr für die Schülerschaft Brandenburgs und wolfsfreie Zonen in unserem Bundesland gemeinsam? Jenen, die jetzt anfangen grübelnd Verbindungen zu suchen, sei gesagt …inhaltlich nichts! Sie sind auch kein Unterrichtsgegenstand. Trotzdem haben dazu einige Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen unserer Schule exakt zehn Tage lang in ihrer Freizeit intensiv Rechtslagen, Definitionen und Standpunkte recherchiert, die gefundenen Informationen ausgetauscht sowie jeweils Argumente dafür und dagegen gesucht.
Und warum? Weil am Montag, den 19.03.2018, der Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Potsdam stattfinden sollte und Paula Fürstenberg aus der Klasse 9/1 im Regionalwettbewerb einen von zwei Oberhavel/Ruppiner Startplätzen in der Altersklasse I dafür erkämpft hatte. Außerdem stellten wir für den Landeswettbewerb auch Juroren, die nur dann gerecht über die Fähigkeiten der besten Debattanten urteilen können, wenn sie selbst sachkundig sind. Die älteren Juroren mussten sich in drei weitere komplexe Themen der AGII (10.-12. Klasse) einlesen. Zehn Tage Vorbereitungszeit sind kurz, so dass sogar noch die Anfahrtszeit zum Wettbewerb genutzt wird, um letzte Statistiken aufzurufen oder Stellungnahmen zu den verschiedenen Streitthemen im Kopf abzuspeichern, denn in den Debatten darf man keine Ausarbeitungen zu Rate ziehen.
img-20180426-wa0001Die zwei Qualifikationsdebatten des Landeswettbewerbes erfolgten dieses Jahr an der Universität Potsdam. Die acht besten Brandenburger Debattanten traten jeweils in zwei Altersklassen gegeneinander an. Die Wettbewerbsregel besagt, dass nur die besten Vier anschließend noch die dritte Debatte, das Finale bestreiten dürfen, welches traditionell im Plenarsaal des brandenburgischen Landtages im Stadtschloss ausgetragen wird – also dort, wo unsere Abgeordneten den „echten“ politischen Streit austragen.
Unser Team war angespannt, würde es für Paula dazu reichen? Es reichte! Paula kämpfte sich ins Finale, das sogar über einen Livestream im RBB übertragen wurde. Die Bildungsministerin des Landes Brandenburgs, Frau Britta Ernst, eröffnete mit einer Rede die Endrunde. Im zahlreich versammelten Publikum saßen auch mehrere Landtagsabgeordnete und hörten interessiert zu, als das aktuell politisch heiße Thema einer Einrichtung von wolfsfreien Zonen in Brandenburg debattiert werden musste. Paula vertrat die Contra-Position und wusste zu überzeugen: Platz zwei für Paula Fürstenberg, lautete das Endergebnis der Altersklasse I. Sie darf sich nun, neben dem Gewinn einer einwöchigen Landessieger-Seminar-Teilnahme auf Burg Rothenfels am Main, im Bundeswettbewerb messen. Hochklassig, sachkundig, sehr engagiert und sprachlich überzeugend hätten die Finalisten gestritten, so lautete das anschließende Lob der Politiker für die Debattanten der Klassenstufe 8/9.
Übrigens wurde das Louise-Henriette-Gymnasium mehrfach im Plenum des Landtages positiv erwähnt – namentlich unsere Finalistin Paula, die Schülerjurorinnen und -juroren, die Schulkoordinatorin Frau Sander und auch der stellvertretende Schulleiter Herr Steuer wurden beglückwünscht, gelobt, wertgeschätzt bzw. begrüßt. „Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg“ – für unsere neue Ministerin ist das nun keine Unbekannte mehr. Auf diesen Erfolg, so wurde auf dem Potsdamer Bahnhof Frau Sander von den Schülerinnen und Schülern argumentativ schlüssig überzeugt (gelernt ist gelernt), müsse sie doch jedem ein Eis ausgeben. Hat sie… verdient ist verdient!
Danke an das Team: Jurek Wille (12), Ina Mitternacht (12), Magnus Kroner (11), Benedikt Feit (11), Tony Seeber (11), Emiliy Wolfsberger(9), Antonia Schluß(9), Alexander Schur (11), Johan Pippig(8), Jule Buchholz (8), Julian Azemi (8), Taade Mader (8) und auch an Frau Möhring-Volmer, die an diesem Tag nicht dabei sein konnte, aber in der Vorbereitung unverzichtbar war sowie Bennet Mehls (8).
Und nicht zu vergessen: vom 14.-16.06.2018 findet der Bundeswettbewerb in Berlin statt. Und zehn Tage vorher bekommen die Teilnehmer wieder drei neue Themen. Und dann…

Jugend debattiert 2018

logoDie Debattiersaison 2018 ging zunächst einmal mit einigen Sorgen los. Werden in diesem Jahr genügend Jugendliche bereit sein, zu debattieren? Finden wir einen Termin für die AG „Jugend debattiert“? Doch schon bald zeichnete sich ab, dass aus den achten Klassen genügend Meldungen eintrudelten, damit die Debatten in der AG I – das sind die Klassen 8-9 – durchgeführt werden können. Etwas weniger gut aufgestellt war dagegen die AG II. Doch letztendlich kamen auch hier genügend Mit- und Wortstreiter zusammen. Für die Planung des Wettbewerbs hieß das: Sechs Paralleldebatten in der AG I und zwei Paralleldebatten in der AG II.
Und demzufolge das nächste Problem: Haben wir genügend Räume, um neben dem Unterrichtsgeschehen den Wettbewerb stattfinden zu lassen? Aber auch dies ließ sich mit ein bisschen Improvisation und Dank unseres Stunden- und Raumplaners, Herrn Steuer, lösen. Dank dem Verständnis aller Kolleg/innen im Haus, konnten die Lehrerarbeitszimmer und der Vorbereitungskeller benutzt werden. img_4407Und nun das letzte Problem: Sind genügend Lehrer/innen bereit als Juroren den Wettbewerb zu tragen. Auch hier gab es eine sehr gute Lösung: Mit Jurek Wille (ehemaliger Landessieger in der AG I) und Anna Viereck (Alumni) als erfahrene Hasen konnten die Jurys für die Altersgruppe II ohne Lehrunterstützung an den Start gehen. Alle weiteren Jurorinnen dieser Jurys haben ebenfalls in vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen Erfahrungen im Debattieren und Jurieren gesammelt: Ina Mitternacht, Minh Anh Ngyen, Marie Schober, Neeltje Schilling. Dazu kamen für die AG I Frau Jahn, Frau Sander, Frau Zickuhr, Herr Godomski, Herr Lewerenz und Herr Rehfeld – ebenfalls mit zum Teil langjährigen Erfahrungen im Schulwettbewerb.
Nachdem all diese Probleme und Problemchen geklärt waren, konnte es losgehen. Am Freitag, 26.01.2018 trafen sich alle Debattant/innen, Juror/innen und Zeitnehmer/innen im Raum 130, um die Anwesenheit und Vollständigkeiten der Ansetzungen zu prüfen. Währenddessen wurden mit großem Interesse die Reihenfolge der Themen und der Plan der Ansetzungen zur Kenntnis genommen: „Oh, nein – das Thema geht gar nicht als erstes.“ oder „Hä, wer ist das denn?“ oder „Mist, die ist gut, das wird schwer.“ Und wie immer flirrte Spannung, Aufregung und eine trotz allem tolle Atmosphäre durch den Anbau. Denn die meisten wollten, dass es irgendwie endlich losgeht.
Pünktlich um 8.30 Uhr schlossen sich sechs Türen und öffneten sich ca. 24 Minuten später wieder. Obwohl zwischen den Debatten manchmal etwas Luft war – anders als im Regional- oder Landeswettbewerb – und obwohl einige Jurys, ihren Raum verlassen mussten, um Platz für die Altersgruppe II zu machen, hat alles reibungslos geklappt. Jeder war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, alle kamen gut durch die Debatten und am Ende stand die Frage, wer wird die Finaldebatten bestreiten. Einige wussten schon am Ende beider Qualifikationsdebatten, dass es möglicherweise nicht gereicht haben könnte.
Die Final-Debatten der AG I und II liefen parallel, aber was sich deutlich abzeichnete war, dass auch im nächsten Jahr sowohl AG I und II stattfinden wird, denn gerade in der AG I fand eine starke Finaldebatte statt.

Und das sind unsere Schulsieger/innen: In der Altersgruppe I siegte Paula Fürstenberg (9/1), Julian Azemi (8/4) folgte auf Platz zwei, diese beiden haben sich damit für den Regionalwettbewerb qualifiziert. Animg_4400tonia Schluß (9/1) und Jule Buchholz (8/4) folgen auf Platz drei und vier.
Bei den älteren Schüler/innen setzten sich Tony Seeber (Platz 1) und  Vivien Müller (Platz 2)  vor Julius Nitz und Benedikt Feit (alle Klasse 11) durch. Wir gratulieren allen Finalist/innen und besonders den Sieger/innen sehr herzlich und freuen uns auf den Regionalwettbewerb. Und wir rechnen fest damit, dass alle Debattant/innen von 2018, sofern sie nicht mit dem Abi in der Tasche in der Welt herumtingeln, auch im nächsten Jahr wieder antreten werden. Wir hoffen, es hat euch Spaß gemacht!

(Katrin Sander und Manuela Möhring-Volmer)

Schulfinale von „Jugend debattiert“

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Am Freitag, 22.1.2016, haben sich wie jedes Jahr die besten Debattierer/innen unserer Schule für das Regionalfinale von „Jugend debattiert“ qualifiziert. Während in der AG 2 recht viele Debattanten um die zwei Qualifizierungsplätze mit Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft rangen, war die Konkurrenz in der Altersgruppe 1 nicht ganz so hoch. In dieser Altersgruppe schicken wir dieses Jahr drei Teilnehmer/innen zum Regionalfinale. Für alle Schulfinal-Teilnehmer/innen gilt, dass ihre Leistungen sehr eng beieinander lagen.

Mit dem Ergebnis der Finalrunde der Altersgruppe 1, die aus Marie Schober, Helene Fäscher (beide 8/4), Julius Nitz und Nathalie Scheer (beide 9/1) bestand, können sich Helene, Nathalie und Julius auf das Regionalfinale freuen.

Das Finale der Altersgruppe 2 wurde von unseren „alten Hasen“: Neeltje Schilling,  Ina Mitternacht, Philipp Zitzelsberger und Séan Kenny bestritten. Hier erreichten Séan und Neeltje Platz 1 und 2 und werden somit als Debattanten für das Regionalfinale  im Februar antreten können.

Wir gratulieren allen Sieger/innen und Finalteilnehmer/innen und wünschen gleichzeitig allen anderen, dass sie die Fähigkeiten des Debattierens vielfältig anwenden mögen.

K.S./M.M.V.

LHG erfolgreich beim Landesfinale Brandenburg „Jugend debattiert“

2014_04_landesfinale-jugend-debattiertWer sind Brandenburgs beste junge Debattenredner? Nach dem Unterricht und den Debattier-Wettbewerben auf Schul- und Regionalebene standen viele herausragende Rednerinnen und Redner von Schulen aus dem gesamten Land Brandenburg nun in der Qualifikation zum Landesfinale.
Im Anschluss an eine vormittägliche Qualifikationsrunde haben die vier besten Debattanten jeder Altersstufe im Landesfinale noch einmal ihr rhetorisches Können präsentiert. Debattiert wurde in zwei Altersgruppen: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13. Die beiden Erstplatzierten jeder Altersstufe qualifizieren sich zudem für den Wettbewerb auf Bundesebene.

Für unsere Schule gingen Jurek Wille und Leon Israel an den Start. Über gelungene Qualifikationsdebatten gelang es Jurek in der Altersklasse I den begehrten Finalplatz in der Debatte der letzten Vier zu erringen. Im neuen, bis auf den letzten Platz gefüllten Plenarsaal des Landtags Brandenburgs diskutierte er über die Abschaffung der verbindlichen Lehrerempfehlung zum Besuch einer weiterführenden Schule nach der sechsten Klasse. Jurek konnte die Jury schließlich auf der Contraposition überzeugen. Er siegte!!! Das bedeutet für ihn die Teilnahme am Bundeswettbewerb, in dem die 32 besten Debattanten aus ganz Deutschland in Berlin antreten werden. Vorher wird er das Landessiegerseminar auf der Burg Rothenburg besuchen dürfen. Mit dem Sieg verbunden ist außerdem eine Aufnahme ins Alumniprogramm der Hertiestiftung.
Leon Israel, unser Vertreter in der Altersklasse II, verpasste das Finale denkbar knapp als Fünftplatzierter der Qualifikationsrunden.
Wir gratulieren beiden Schülern unserer Schule und wünschen Jurek viel Glück und Erfolg im Juni in Berlin.

Präsentation der Facharbeiten 2014

Am 10.04. 2014 findet die inzwischen schon zur Tradition gewordene öffentliche Präsentation der Facharbeiten der 9. Klasse statt.
In Brandenburg sind die Gymnasiasten verpflichtet im 9. Schuljahr eine Facharbeit zu erstellen. Ziele dieser Arbeit sind das komplexe und problemorientierte Erarbeiten eines Themas, das Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken wie Recherchieren, Zitieren oder Präsentieren, das Strukturieren eines umfangreichen Textes, aber auch das Organisieren einer mehrere Wochen dauernden Arbeit. Die Schüler des Louise-Henriette-Gymnasiums haben sich in enger Zusammenarbeit mit der betreuenden Lehrkraft ein Thema gewählt und dieses bestmöglich bearbeitet. Die Abgabe dieser Arbeiten liegt nun schon einige Wochen zurück und der erste Teil, die schriftliche Darstellung, wurde bewertet. Einige dieser Arbeiten sind so gut, dass sie als beispielhaft für die zukünftigen Facharbeiten angesehen werden.
Diese Arbeiten werden am 10.04. (von 9.20 bis 12.50 Uhr Raum 305) öffentlich präsentiert. Im Publikum sitzen die 8. Klassen, also die Schülerinnen und Schüler, die nächstes Jahr selbst eine solche Facharbeit schreiben werden. So erhalten sie einen Einblick in ihre zukünftige Arbeit und können sich Tipps von Profis geben lassen. Sie haben aber auch die Möglichkeit einem spannenden Thema zu lauschen. Die Vielfalt ist auch in diesem Jahr wieder groß: So gibt es einen Schüler, der über das Fracking, eine sehr umstrittene Methode der Gasgewinnung, redet. Eine andere Schülerin hat sich intensiv mit dem Behindertenleistungsport beschäftigt und dazu auch mit Betroffenen gesprochen. Aber auch die Fachbereiche Spanisch oder Politische Bildung werden vertreten sein.

LHG-Schüler besuchen Leipziger Buchmesse

2014_03_buchmesseLeipzig, ja das ist jedes Jahr der Mittelpunkt der Literatur- und Medienwelt, so auch in diesem. Und wieder tummelten sich auch Schüler des Louise-Henriette-Gymnasiums zwischen Ausstellern, Autoren und Verlagen auf der Leipziger Buchmesse. Wie im vergangenen Jahr lag auch diesmal der Schwerpunkt der Messe auf Mangas, Comics und Cosplay, sogar in einer eigenen Messehalle vertreten. Doch nicht nur Cosplayer fanden den Weg nach Leipzig, in vier Tagen besuchten 175.000 Menschen das Gelände, um sich zu informieren und Neues zu entdecken. Und es gab viel zu entdecken: insgesamt präsentierten sich 2200 Aussteller aus 42 Ländern.
Dieses Angebot wollten auch wir uns nicht entgehen lassen, so ging die Reise nach Sachsen am 13.03. bunt gemischt los. Besonders erfreulich war der Busservice des Unternehmens Eurotouring, freundlich und zuvorkommend brachte uns der Busfahrer in die Buchstadt. Angekommen, teilten sich die 45 Schüler aus der 10., 11. und 12. Klasse in Gruppen und schon konnte das Messegelände erkundet werden. Auch Ute Sperling und Juliane Reinert sowie drei Eltern waren mit von der Partie.
Als Sieger des diesjährigen Rezitationswettbewerbs begleitete uns Leon Klages (Klasse 9.5), dessen Preis die Teilnahme an der Fahrt war.
Schon die ersten Schritte verrieten, dass ein Tag wohl kaum ausreicht, um das reichhaltige Angebot annähernd wahrzunehmen. Dies tat der Sache jedoch keinen Abbruch, man konnte sich an seinen selbst gewählten „Highlights“ orientieren und schaute hier und da nach interessanten Ständen. Abwechslungsreich gestaltete sich nicht nur das Buchangebot. Im musischen Bereich nahmen wir die Möglichkeit wahr, eigene kleine Instrumente zu bauen – aus Gartenschlauch und Müllbeutel entstand ein abenteuerliches Blasinstrument. Andernorts nagelte man Thesen, wie schon Martin Luther, an eine Holztür. Mehr oder weniger sinnvolle und kreative Ergüsse von uns und auch den anderen Messebesucher schmückten den Aufbau. Gleich daneben gab es noch mehr Geschichte zum Anfassen: Schreiben mit Feder und Tinte, wie in der Zeit vor Gutenberg. Spannend ging es in der Antiquariatsmesse weiter. Stöbernd durchforschten wir die Regale mit Weltliteratur, Belletristik und Sachbüchern. Doch gab es vor allem Neues zu bestaunen, wie Fabian Hischmanns Debüt-Roman „Am Ende schmeißen wir mit Gold“, George R. R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer – Die Königin der Drachen“ oder Frank Schätzings neues Buch „Breaking News“ – hier kam jeder auf seine Kosten und konnte sich am Ende in der Messebuchhandlung mit neuen Büchern eindecken. Neben dem üblichen Messegeschehen, wurden am Donnerstag die Preise der Buchmesse vergeben. Saša Stanišić (Bereich: Belletristik), Helmuth Lethen (Bereich: Sachbuch/Essayistik) und Robin Detje (Bereich: Beste Übersetzung) nahmen ihre mit 15.000€ dotierten Auszeichnungen entgegen. Mit vielen positiven Impressionen sowie dem ein oder anderen Buch fuhren wir gegen 16:00 Uhr in Richtung Heimat. Und sicherlich wird mancher Erstbesucher unserer Gruppe es im nächsten Jahr wieder wagen, den Weg zur Leipziger Buchmesse anzutreten.

Überzeugende Redner

jugend-debattiert-logo-2010Oberhavels beste Redner stehen fest: Jurek Wille, Julia Steinmetz, Leon Israel und Tessa Lucette Ohme haben bei „Jugend debattiert“ am Freitagnachmittag gewonnen. Am 7. April treten die vier Schüler beim Landeswettbewerb im Potsdamer Landtag an.
Hinter einem Pult stehen die Befürworter, hinter dem anderen die Gegner: Sollen Eltern zur Teilnahme an Elternabenden in der Schule verpflichtet werden? Sandra Brockmeyer und Jurek Wille haben sich ihre Pro-Argumente bereitgelegt, Julia Steinmetz und Lucas Schemenz geben Contra. Zehn Tage hatten sie Zeit, sich zum Thema zu informieren – nun, hinter dem Pult, hat die Gruppe kurze zwölf Minuten, um ihre Argumente überzeugend rüberzubringen.
Es bräuchte ein Gesetz auf Bundesebene, Zwang wird abgelehnt, Pflicht verhindert höheres Engagement und wie soll ein Fernbleiben bestraft werden?, verteidigen Julia und Lucas ihre Haltung. Ergebnisse der Pisa-Studie, der Bildungsauftrag der Eltern, die Einschaltung des Jugendamts bei Fernbleiben bringen die Befürworter Sandra und Jurek an. Immer wieder machen sie sich Notizen, haken nach, erwidern Argumente mit Gegenargumenten. Bis die Jury mit einer kleinen goldenen Glocke das Ende der Runde signalisiert.
„Ich war gut vorbereitet und froh, dass ich contra war“, sagt Julia Steinmetz kurz nach der Debatte. Sie besucht die achte Klasse am Runge-Gymnasium und gehört zu den vier besten Rednern. Sie fand ihre Mitstreiter „gleich stark“, deswegen sei die Diskussion „sehr anspruchsvoll“ gewesen, sagt die Achtklässlerin. „Das Debattenniveau war hoch.“
Erleichtert verlassen die vier das Podest. Das Schüler-Publikum empfängt sie. „Der hatte gute Argumente“, sagt Sandra Brockmeyer hinterher erstaunt zu ihren Freunden.
Nach kurzer Pause treten Leon Israel, Felicia Wolf-Mentschke, Tessa Lucette Ohme und Lilli Trebs hinter die Rednerpulte. Sie gehören zur Altersklasse zwei und haben ebenso zwölf Minuten, um zu diskutieren. Das Thema: Soll die kommunale Grundversorgung von Gas, Wasser, Strom und Abfall wieder vollständig in die öffentliche Hand überführt werden? Das kommunale Monopol lehnen Tessa und Lilli ab, Felicia und Leon führen steigende Preise nach einer Privatisierung an und erinnern an die Fürsorgepflicht des Staates. Die Innovationskraft privater Unternehmen wird gegen die soziale Verantwortung gestellt – die vier greifen gegenseitig ihre Argumente auf, bringen neue ins Spiel. Ein bisschen Anspannung beherrscht die Redner, ihre Stimmen sind fest, ins Stocken kommt hier keiner. „Das war schwierig“, sagt Leon danach. Er hatte sich vorgenommen, auf seine Argumentationsstruktur zu achten, berichtet er. „Das ist mir nicht so gut gelungen“, merkt er selbstkritisch an.
Am Freitag hat sein Auftritt in der Regine-Hildebrandt-Schule gereicht, die Jury zu überzeugen. Gemeinsam mit Tessa Lucette Ohme (Runge-Gymnasium), Jurek Wille (Louise-Henriette-Gymnasium) und Julia Steinmetz (Runge-Gymnasium) wird der Henriette-Schüler Oberhavel bei „Jugend debattiert“ im Potsdamer Landtag vertreten. Im neuen Plenarsaal dürfen sie am 7. April beweisen, wie gut sie argumentieren können. „Jugend debattiert“ an jenem Ort ist eine Premiere. Auch für Leon Israel, der bereits drei Mal am Landesausscheid teilgenommen hat.

Quelle: http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1252416/ (Märkische Online Zeitung vom 02.03.2014)

„Jugend debattiert“ – An guten Traditionen…

…soll man festhalten!

Kurz vor den Halbjahresferien gibt es für alle wortgewandten und argumentativ und politisch begabten Schüler/innen die heiße Phase. Und heiß ist hier in vielerlei Hinsicht gemeint:

1. Kurz vor Beginn des Schuljahres 2013/14 sitzen alle Fachkonferenzleiter/innen des LHG zusammen und sehen planerisch dem neuen Schuljahr entgegen: Keine AG-Stunde für „Jugend debattiert“. Das geht nicht, also noch einmal Umbau des Planes… Heiße Konferenz!

2. Die Schulkoordinatorin am Louise-Henriette-Gymnasium, Frau Sander, erstellt die Terminplanung – alles wird getaktet: Schulausscheid, Regionalfinale und Landeswettbewerb. Es könnte ja sein, dass… Hitziges Kalenderblättern. Die Planung bekommen alle Deutsch- und Politiklehrer/innen.

3. Etwa 20 Tage vorher beginnt die heiße Phase der Planung: Wer macht mit, wer ist gemeldet, wer darf jurieren, wer sind die Neuen, wer tritt wieder an, wer kümmert sich um Glocken, Stifte, Papier, Raumordnung usw. Heiße 20 Minuten in einer Mittagspause. Ach und schnell noch die Themen auswählen. Geschafft.

4. Zehn Tage vorher gibt es die Themen, dann beginnt die heiße Phase der inhaltlichen Vorbereitung. Jetzt sind die Debattanten dran. Wer zudem noch Rückhalt in der AG findet, ist gut dran. Die Drähte des Internets laufen heiß: Wo wurde welche Regelung zu welcher Problematik gefunden, wer weiß was, wie war noch einmal der Ablauf usw.

5. Freitag, 24. Januar 2014, etwa 8.00 Uhr, Lehrerzimmer, noch schnell einen Kaffee – „gute Idee“, Kisten für die Räume bereitstellen, Uhren checken – hui eine hat schon aufgegeben, also Batterie austauschen, Wettbewerbsansetzungen aushängen (wer mit wem oder gegen wen), Räume vorbereiten, Wasser, Kekse, Stifte, Papier verteilen, Schüler/innen einfangen, um Hilfe bitten, eine Glocke fehlt – wo ist die nur, dann muss eben mal eine Tischklingel ausreichen – puh, doch noch einmal sehr warm geworden, fast heiß.

6. Am selben Tag, 9.30 Uhr, alle da?, nein – einige fehlen, Ersatz einteilen, Einweisung für die Debattanten, Besprechung der Jurorenleistung, Aufteilung auf die Räume, jeder weiß wohin und trotzdem: aufgeregte Unruhe! Noch einmal alles gut gegangen, einen Schluck Wasser zur Kühlung.

7. Erste Debatte: Bewertung, Besprechungen, Rückmeldung; Raumwechsel; zweite Debatte: Bewertung, Besprechung, Rückmeldung, alle Bewertungen zur Koordinatorin, dort wird gerechnet, Finalist/innen bekanntgeben. Für die Altersgruppe I treten im Finale an: Anne Bendin (9/5), Hanna Safarov (8/3), Seán Kenny und Jurek Wille (beide 9/3); in der Altersgruppe II treffen vier Herren und „alte Hasen“ aufeinander: Philipp Zitzelsberger, Leon Israel (beide 10/2), Stefan Scheunemann (11) und Simon Lindner (12). Das werden zwei spannende, heiße Debatten.

8. Am Nachmittag, das Haus ist weitgehend leer, stehen die Sieger der Finaldebatten fest und damit haben sich einen Platz für den Regionalwettbewerb heiß erkämpft, erredet, herbeidiskutiert für die AG I: Seán und Jurek und für die AG II: Stefan und Leon. Es war aufregend, spannend, anstrengend und hitzig, aber vor allem hat es Spaß gemacht.seki_finale

Herzlichen Glückwunsch, und wie immer ist nach dem Wettbewerb vor dem Wettbewerb: Viel Erfolg im Regionalwettbewerb! Und ein heißes, inniges Dankeschön an alle, die es möglich gemacht haben: Schüler/innen, Lehrer/innen und Schulleitung! (mm-v)

sekii_finale1

Platzierung der AG I

Klasse

Name Starter

Platz

9/3

Seán Kenny

1.

9/3

Jurek Wille

2.

9/5

Anne Bendin

3.

8/3

Hanna Safarov

4.

Platzierung der AG II

Klasse

Name Starter

Platz

11

Stefan Scheunemann

1.

10/3

Leon Israel

2.

10/3

Philipp Zitzelsberger

3.

12

Simon Lindner

4.

Jugend debattiert… Zum Dritten, zum Vierten…

… allerletzte Chance einer Versteigerung? Quatsch.
Fortsetzung des Krimis von Jugend debattiert
 Freitag, 15.3., 9.00 Uhr: Warten, keiner kommt, alle verschlafen?, falscher Treffpunkt! Zwischenstopp: Bahnhof Oranienburg, Rückseite, eine trampelnde Frau Sander, „ich komme!“, 9.30 Uhr Autobahn nach Potsdam, 10.15  Uhr Fahrt in die Innenstadt, rote Ampel: Hilfe, wo bin ich hier? Navi raus, Adresse – hm…? Wo seid ihr? Da lang! Alles klar! Parken – o.k., nur wo? Geschafft: 10.45 Uhr, Humboldt-Gymnasium in Potsdam. Ach, kuck mal da, der ist gut, kuck mal die… Wir sind da. Es kann losgehen.
Unsere kleine Gruppe: drei Debattant/innen, eine begleitende Schülerin und zwei Lehrerinnnen haben sich  auf den Weg nach Potsdam gemacht, um unsere Region Oberhavel beim Brandenburgischen Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ zu vertreten. Im vorangegangenen Regionalfinale haben sich dafür Nicole Kempfer und Leon Isral qualifiziert, Philipp Zitzelsberger hatte ebenfalls die Chance weiter mitzumachen. Frau Sander, die wie immer die Schüler/innen in der Arbeitsgemeinschaft vorbereitet hat, sollte im Finale und Frau Möhring, die sich mittlerweile gern einklinkt, eine Qualifikationsdebatte jurieren.
Erste Runde:  Wie wars?, ging so, bei mir lief es ganz gut,  mal sehen, wie die nächste Runde läuft.
Zweite Runde:  Wie ist euer Gefühl?, zweite Runde lief gut, zum Teil besser als die erste.
Warten. Im Foyer des Gymnasiums: Irritation zweimal Punktegleichstand in der Sekundarstufe II, das dauert länger, Frau Sander auf dem Weg in die Staatskanzlei, dort wird sie jurieren und wir warten auf die Entscheidung, ob jemand von uns dabei ist.
Sekundarstufe I: Im Finale sind …. und Leon Israel, der ist von uns.
Sekundarstufe II: … und Nicole Kempfer. Wir haben zwei Finalisten. Es bleibt spannend. Also fahren wir in die Staatskanzlei, Mittagsbuffet, Kaffee und Kuchen. Warten. Wir dürfen in den Saal. Ein paar Geschenkle: Kulli, Block usw. Ein Fotoapparat haben wir auch dabei, es kann also losgehen. Runde eins, viel Gerede vorher und hinterher: Bildungsstaatssekretär Jungkamp, Landtagspräsident Fritsch, Verantwortliche, Alumnis usw.  Leon ist fertig. Runde zwei – auch zu Ende. Anspruchsvolle Themen auch diesmal. Leon steht auf Position Contra 1 zur Frage „Soll personalisierte Werbung auf Internetseiten verboten werden?“.  Nicole hat die Position Pro 1, die ihr in der Frage „Sollen Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, steuerlich besser gestellt werden?“, nicht so ganz gefällt. Beide schlagen sich tapfer, beide sind gut. das kann auch gar nicht anders sein. Nicole und Leon gehören zu den jeweils besten vier von mehr als 3300 Schülerinnen und Schülern des Landes Brandenburg, die in diesem Jahr bei „Jugend debattiert“ mitgemacht haben. Eine großartige Leistung!!! 
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Und schade: Wir haben nicht gewonnen, wir sind nicht im Bundesfinale, das macht erst einmal ein bisschen traurig.
Aber: Wir waren dabei, unsere Debattanten haben alle drei sehr gute Leistungen in diesem Wettbewerb gezeigt und es war anstrengend und schön. Und wir haben etwas anderes gewonnen: In unseren Reihen befindet sich der „Sieger der Herzen“, wir haben die Gewissheit, dass die Finalentscheidungen manchmal nur sehr knapp ausfallen können, weil alle sehr gut sind. Wir haben den dritten (Nicole) und den vierten Platz (Leon). Und nächstes Jahr haben alle wieder die Gelegenheit mitzumachen, mitzudebattieren und bis dahin weiter in der lockersten und vermutlich erfolgreichsten Arbeitsgemeinschaft „Jugend debattiert“ des Kreise Oberhavel Unmassen an Kekstüten zu vertilgen. Denn dies war das schönste Kompliment, das Frau Sander und ihrer AG von der Bühne aus gemacht wurde als Nicole gefragt wurde, wie sie sich auf den Wettbewerb vorbereite:  Man sitze eben in netter Runde zusammen, bespreche die Themen und esse viele Kekse. Was kann es Schöneres geben als etwas so zu lernen?
Freitag Abend, etwa 18.30 Uhr, Bahnhof Oranienburg. Alle sind wohlbehalten am Ausgangspunkt wieder angekommen. Im Auto wurde der Tag ausgewertet: Es war anstrengend, es war schön und vor allem war es spannend! Und nächstes Jahr geht es von Neuem los. Es wird eine Fortsetzung von „Jugend debattiert“ geben. Ich wünsche mir für unsere Schule, dass das Team der AG „Jugend debattiert“ auch im nächsten Jahr die Möglichkeit bekommt, in einer AG zu arbeiten, und dadurch sicher wieder tolle Leistungen hervorbringen wird. Und schließlich mein Lob an die AG: Ihr seid ein tolles Team und zwar alle, die dabei sind und mitreden, mitessen, mitvorbereiten und mit Daumen drücken. Herzlichen Glückwunsch zu eurem Erfolg!  (MMV)

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