
Vielfalt – unter diesem Motto stand ein von der Toleranz-AG veranstaltetes, dreitägiges Projekt.
Vom 18.12. bis zum 20.12.2018 beschäftigten sich rund 20 Schüler*innen unseres Gymnasiums unter anderem mit den Themen Hatespeech, Vielfalt, Vorurteile und Toleranz – mit dem Ziel ein sichtbares Zeichen für Vielfalt zu setzen.
Den Anfang des Projektes machte Simone Emmert, Dozentin für Recht an der Theologischen Hochschule Friedensau, mit einem Workshop zum Thema Hatspeech. Zusammen mit ihren Assistentinnen klärte sie die Gefahren, die von Hatspeech ausgehen und erarbeitete gemeinsam mit den Schüler*innen Verhaltensweisen, um angemessen zu reagieren, wenn man selbst auf Hatespeech im Netz treffen sollte, was keine Seltenheit in den verschiedenen Altersklassen ist, wie ein Gespräch ergab.
Am zweiten Tag beantworteten die Mitglieder der AG „LHG für Toleranz“ gemeinsam mit den Projektteilnehmer*innen spielerisch die Fragen, „Was sind Vorurteile?“, „Was sind Stereotype?“, „Worin besteht der Unterschied zwischen Vorurteilen und Stereotypen?“, „Gibt es gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung?“ und viele weitere. Mit dem Ziel, Hintergrundwissen zu den Themen Vielfalt und Toleranz zu erlangen und sich bewusst zu werden, warum es wichtig ist, sich für Vielfalt einzusetzen und ihr sogar ein Denkmal zu setzen. Zum Abschluss des zweiten Projekttages sammelten die Schüler*innen erste Ideen für ein Denkmal und präsentierten sie sich gegenseitig.
Die entstandenen Ideen wurden am dritten Tag, den eingeladenen Künstlern Sveta Esser-Pauker, Alex Pauker und Christoph Dahlberg vorgestellt. Gemeinsam mit den Gästen überlegten alle Schüler*innen, welche Idee das Thema am treffendsten widerspiegelt. Erstaunlich schnell und einhellig einigten sich aller Projektteilnehmer auf die Idee, aus vielen bunten, individuell gestalteten und deshalb sehr verschiedenen Schmetterlingen ein Herz zu formen. Eine schöne Idee, die mit Hilfe der Künstler durch die Schüler*innen als Modell (Abb.1) gestaltet wurde. Auch wenn die Herzform noch nicht eindeutig zu erkennen war, strahlten die Schmetterlinge jede Menge Vielfalt aus. Zum krönenden Abschluss des Tages verpasste Johannes Harder dem Modell einen treffenden Namen: Vielfalter!
Im September trafen wir uns schließlich mit dem Künstlerehepaar Esser-Pauker im Oranienwerk, um unsere Idee zu verwirklichen. Alle beteiligten Schüler*innen konnte Schmetterlinge aus Edelstahl nach ihren eigenen Vorstellungen grundieren und gestalten. Gemeinsam setzten wir alle entstandenen Schmetterlinge am Ende des Tages in einer Herzform zusammen. Am 01.Oktober 2019 im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums unseres Gymnasiums weihten wir unser schulinternes Denkmal für Vielfalt ein.
Unsere Planung sieht vor ein abgewandeltes Modell in Form eines Schmetterlingsschwarms auch außerhalb der Schule – im Rosengarten – umzusetzen. Die Details sind zwar noch nicht geklärt, aber die Toleranz-AG befasst sich bereits mit diesen Fragen. Dann werden wir hoffentlich schon bald die Vielfalter vor der Schule fliegen sehen!
Die Toleranz-AG
Bild-Quelle: J. Reinert (September 2019)



