„Manchmal liegen Freud und Leid so eng beieinander.“ Nach 14 gespielten Sätze und 4 Spielen im Tiebreak stand für die Spielerinnen Nina Süßmann, Finia Tschammer, Julia Schewelow, Lisa Wieland, Josephina Demuth, Victoria Brüdgam und Julia Glorius am Ende zwar „nur“ auf dem 3. Platz, aber gerade aus den Rückschlägen ging sie ein ums andere Mal gestärkt hervor und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln.
Nach einem entspannten Start in das Kreisfinale der Mädchen der WK III am 13.12. in Gransee gegen die Damen aus Birkenwerder wartete im zweiten Gruppenspiel mit Glienicke der spätere Turniersieger, gegen die man zwar nach verlorenem ersten Satz den zweiten klar mit 15:4 für sich entscheiden, jedoch im entscheidenden dritten Satz kein probates Mittel finden konnte.
Nach zwei Siegen in der Vorrunde und dem zweiten Platz der Gruppe A bekamen die Mädchen es nun Im Halbfinale mit dem Gruppenbesten aus der zweiten Gruppe zu tun. Die Mädchen aus Velten hatten bis dahin keinen Satz abgeben und jedes Spiel überzeugend für sich entschieden. Folgerichtig begannen sie das Spiel mit großem Selbstvertrauen und entschieden den ersten Satz mit 15:12 für sich. Doch wer nun glaubte, dass die jungen Schmetterlinge des LHG nun einfach aufgeben würden, der irrte sich gewaltig. Die Mädchen fielen nicht zusammen, sondern entwickelten immer stärker das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sie spielten Punkt um Punkt konsequent aus, wurden präsenter beim Netzspiel und verschoben immer cleverer in der Feldverteidigung. Hart umkämpft gewannen die Mädchen den zweiten Satz mit 18:16 und setzten diesen Lauf auch im dritten Satz fort, der ihnen sogar mehrere Matchbälle für das Finale bescherte – doch auf einmal begann das Nervenspiel. Der Volleyball-Gott hatte in diesem Moment wahrscheinlich gerade Mittagspause, als der dritte Satz trotz spielerischer Vorteile mit 14:16 verloren ging und enttäuschte Gesichter hinterließ.Es wäre nun ein leichtes gewesen, das undankbare Spiel um den 3. Platz abzuschenken – schon so manches Team hat dies im Gefühl getan, das eigentliche große Ziel verpasst zu haben. Doch unsere Mädchen wollten das Turnier mit einem guten Gefühl beenden und zeigten großen Charakter, als sie nach verlorenem ersten Satz das Match noch für sich entscheiden und die Mädchen vom Strittmatter Gymnasium mit 2:1 Sätzen besiegen konnten.
Schlussendlich gilt es die ganze Teamleistung hervorzuheben, denn von Spiel zu Spiel konnte man immer mehr erkennen, dass die Mädchen auch dann an sich glaubten, wenn es mal nicht so gut lief und ruhig und konzentriert sich gute Chance erarbeiteten. Zudem hatte man mit Julia Schewelow auch die insgeheim beste Spielerin des Turniers in den eigenen Reihen, die es wiederholt verstand auch nach Fehlern ihr Angriffsspiel gewinnbringend für das Team einzusetzen.
Die Schmetterlings-Wundertüte in Gransee offenbarte eine vielversprechende Basis für die Zukunft. Sofern die Mädchen weiter an sich arbeiten und ihren Eifer und ihre Einstellung behalten erscheint die Chance weiter oben auf dem Treppchen zu klettern mehr als realistisch …



