Die Beuth-Hochschule ist am LHG nicht unbekannt: Schüler unseres Gymnasium haben schon Vorträge an dieser an der Praxis ausgerichteten Hochschule gehört und einige Ehemalige studieren dort sogar. Aber auch einige Profeesoren fanden den Weg aus Berlin nach Oranienburg. Eine gute Gelegenheit, den Unterrichtsstoff einmal aus anderer Perspektive zu sehen und ein bißchen wenigstens Studienluft zu schnuppern. Diesmal kam Professor Ortmann, das manchmal vielleicht trockene Thema Stochastik aufzulockern.
Und so las sich die Ankündigung:
Ein junges Paar, Alexander und Bianca, beschließt den Abend nicht wie gewöhnlich vor der Glotze zu verbringen, sondern sich etwas Besonderes zu gönnen. Es zeigt sich, dass ein Fußballspiel und ein Tanzabend zur Wahl stehen. Der Streit ist somit vorprogrammiert.
Nun hat sich die Mathematische Spieltheorie gerade zur Aufgabe gemacht, Lösungen für soziale Konfliktsituationen zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang werden wir uns einige spieltheoretische Lösungsvorschläge für dieses Problem des „battle of sexes“ ansehen. Dabei gehen wir davon aus, dass Frau und Mann rational handeln; verflossene Tränen sind also kein Argument, welches wir mathematisch fassen können.
Die Spieltheorie kann den Interessengegensatz natürlich nicht zum Verschwinden bringen; ihr Ziel ist es vielmehr, individuell rationale Verhaltensweisen aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang betrachten wir reine Strategien, Bayes-Strategien, Minimax-Strategien, gemischte Strategien sowie Verhandlungslösungen mit und ohne Drohungen. Das Ziel ist es dabei, Strategienpaare zu finden, die in dem Sinne stabil sind, dass keiner der beiden seine Verhaltensweise noch mal ändern sollte, wenn man sich schon geeinigt hat.
Ein Vortrag, der uns spielerisch an Theorien heranführte, für die John Nash gar 1994 den Nobelpreis erhielt. Und das Schöne daran: Alle nötigen Berechnungen konnten wir selbst durchführen, waren sie doch Bestandteil des aktuellen Schulhalbjahres.
Unser Dank geht an Herrn Ortmann für seine Mühen und den interessanten Vortrag sowie an unsere Referendarin Frau Albrecht, auf deren Initiative und durch deren Einsatz dies möglich wurde.
Eure Mathematk-Fachkonferenz




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