Beiträge mit dem Stichwort "Sport"
Projektwoche bei „Louise“: Schulung für Schiedsrichter und Kampfrichter
Zwei-Minuten-Strafe, Timeout, Siebenmeter, Ausschluss, Wechselfehler, Freiwurf – das sind Begriffe, die einigen Schülern neu waren. Jetzt kennen sie alle. Vier Tage lang ließen sich 17 Siebt- und Achtklässler des Louise-Henriette-Gymnasiums Oranienburg in ihrer Projektwoche von „Profis“ des Oranienburger HC in die Geheimnisse der Schieds- und Kampfrichter einweihen.
Das ist Neuland. Sowohl für den Oranienburger HC als auch für das Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg. „Vor längerer Zeit gab es ein Gespräch zwischen OHC-Präsident Werner Siegler und mir über so ein Projekt“, sagt LHG-Sportlehrer Gerald Albrecht. Dann habe es eine Weile gedauert, bis es dazu kam, gestern war der letzte der vier Tage.
Den Anfang hatte am Montag Thomas Stahlberg gemacht. Er vermittelte den Schülern die 18 Grundregeln des Handballs; theoretisch und per Videomaterial. Stahlberg ist Schiedsrichterwart des Nordostdeutschen Handballverbandes und kennt sich auch in der 2. Bundesliga aus. Ralf Meider vertiefte diese Grundkenntnisse am zweiten Tag und demonstrierte am Mittwoch, wie die „Pfeiferei“ in der Praxis aussieht. Gestern referierte Michael Fuchs zum Thema Kampfgericht.
Eugenia Martinow hatte zuvor noch nie mit Handball zu tun. „Das macht mir Spaß“, sagt die 15-Jährige nach ihren ersten Pfeifübungen in einem Spiel zwischen den Schülern. „Ob ich das aber weitermache, weiß ich noch nicht.“ Wieder zurück zum OHC kommen wird Jessica Hagen. „Aber ich bin mir beim Pfeifen unsicher, deshalb spiele ich lieber“, so die 14-Jährige.
Profitieren sollen sowohl Schule als auch Verein. In der Schule lernen die Kids den Handball anders kennen, der Verein erhofft sich Nachwuchs bei Schieds- und Kampfrichtern. OHC-Präsident Werner Siegler: „Dafür legen wir die Saat.“
Quelle: Märkische Allgemeine vom 29.01.2010
Jugend trainiert für Olympia / Handball der Wettkampfklasse III

„Ohne Vereinsspieler kannst du als Schule hier nichts gewinnen“, war sich Gerald Albrecht am Rande des Kreisfinals des Wettbewerbes Jugend trainiert für Olympia gestern sicher. Ähnlich wie der Sportlehrer des Louise-Henriette-Gymnasiums Oranienburg sieht es auch seine Kollegin vom Runge-Gymnasium Oranienburg. „Zwei Spieler, die im Verein trainieren, sind schon ein Trumpf“, stimmte ihm Ursula Kaiser zu. Sie schüttelte in der Halle am Louise-Henriette-Gymnasium mehrere solcher Trümpfe aus dem Handgelenk. Bei den Mädchen ihrer Schule waren fünf Spielerinnen dabei, die das Handballspielen von der Pike auf gelernt haben. Bei den Jungen waren es drei Vereinsspieler. „Früher hatten wir die ganzen OHC-Spieler oder die aus Eichstädt, heute gehen die alle auf das Runge-Gymnasium.“ Beinahe sehnsüchtig erinnert sich der Sportlehrer des Louise-Henriette-Gymnasiums an die Zeiten, in denen seine Schule in allen Altersklassen die Kreisfinals im Handball bestimmte. Gestern, mit der WK III in eigener Halle, konnten die Louise-Schüler das Ticket für das Regionalfinale im Januar nicht lösen. Mit Platz 3 bei den Mädchen und Platz 4 bei den Jungen reichte es nur zum jeweils vorletzten Rang.
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gekürzt aus: Märkische Allgemeine vom 03.012.2009
LHG-Volleyballnacht - eine berauschende Ballnacht
| 3. April 2009 20:00 | bis | 4. April 2009 05:00 |

Die zweite Auflage der LHG-Volleyballnacht war ein voller Erfolg. Insgesamt zehn Mannschaften vom OSZ, der Torhorst-Gesamtschule und dem gastgebenden LHG waren am Start. (Leider musste das Runge-Gymnasium kurzfristig absagen.) Mit zwei Spielfeldern, einer Chill-Out-Zone, viel Musik und guter Laune startete man gegen 20.00 Uhr in den Abend. Nach vielen, teilweise heiß umkämpften Partien standen sich im Finale die beiden Mannschaften des OSZ gegenüber. Es gewann das Team “Gösel & Co.”. Auch im Spiel um Platz 3 ging es hoch her. Hier standen sich die Lehrermannschaft und eine Schülermannschaft des LHG gegenüber. Mit einem Punkt Unterschied mussten sich die Lehrer am Ende geschlagen geben.
Am Ende waren alle Teilnehmer zufrieden. “Ein gelungenen Abend.” Man war einhellig der Meinung, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholt werden muss.
An dieser Stelle sei auch noch den vielen Helfern gedankt. Hervorzuheben sind dabei Frau Lattke, Yvo Schirmer und Steven Glinka.
LANDESFINALE im Handball: Nur von Sportschulen besiegt
Quelle: Märkische Allgemeine vom 14.03.2009
Die Handballer des Louise-Henriette-Gymnasiums Oranienburg reisten zum Landesfinale des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia in die Cottbuser Lausitz-Arena. Dort wurde in zwei Vorrunden gespielt. Die LHG-Schüler bezwangen in ihrer Staffel Angermünde und Elsterwerda klar, steckten aber gegen die Sportschüler aus Cottbus eine Niederlage ein. Im Halbfinale ging es gegen die Sportschüler aus Potsdam. Gegen den überlegenden Gegner hieß es, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Potsdam gewann erwartungsgemäß. Im kleinen Finale ging es gegen Fredersdorf knapp zur Sachen: 11:10-Sieg. Damit holten die Oranienburger die Bronzemedaille und waren die beste „normale“ Schule des Landes.
Gerald Albrecht (Fachgruppenleiter Sport)
Louisegymnasiasten spielten den gestiefelten Kater frei nach Tankred Dorst
„Das kann doch nicht wahr sein. Soll man sich diese Absurdität gefallen lassen?“, schreit es aus dem Publikum. Eine große Aufregung macht sich breit. Stimmen unterbrechen sich gegenseitig und kommen letztlich zu dem Schluss, dass das folgende Theaterstück nicht so zur Aufführung kommen kann.
Und doch feierte am Donnerstagabend in der Aula des Louise-Henriette-Gymnasiums die ungewöhnliche Interpretation des gestiefelten Katers nach Tankred Dorst seine Premiere. Einen Unterschied zum Original war aber von Anfang an erkennbar. Das aufgebrachte Publikum war keinesfalls real, sondern Teil des Theaterstücks. Sechs amüsante Charaktere schilderten den wirklichen Zuschauern, wie es sich selbst benimmt. Sie nahmen die Geschichte vorweg, urteilten, ohne Genaues zu wissen und beschwerten sich lauthals, ohne eine einzige Szene gesehen zu haben. Selbst eine Kritikerin namens Frau Bratfisch (Annemarie Höflich) war anwesend, um auch diesen Typus des Theatergängers passend darzustellen.
Der gestiefelte Kater Hinze (Sandy Horn) ließ sich von diesem Umstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen und überzeugte in seiner intriganten, aber auch liebenswerten Art. Mit einigem Geschick verführte er den von Sophie Relitz wunderbar plump und zurückhaltend gespielten Gottlieb, sich als den Grafen von Carabas auszugeben, um gesellschaftlich aufzusteigen. Der mitunter leicht berechenbare und unfreiwillig ironische König (Matthias Schiebe) stellte für diesen Schwindel kaum eine Hürde dar. Auch seine eigentlich in allen Bereichen des Lebens bestens unterrichtete Tochter (Nadine Richter) war schnell dem vermeintlichen Grafen verfallen.
Doch das surreale Publikum blieb unzufrieden. Es fühlte sich verunglimpft oder verstand es nicht, den Darstellern zu folgen. So musste sich nun auch die Dichterin des Stückes (Jasmin Radloff) einer Befragung unterziehen. Ende gut, alles gut? Nein. Zum Abschluss des Stücks brechen die eigentlichen Darsteller mit der Theaterlogik. Sie stehen nun über der pöbelnden Zuschauermasse und stellen ihre Kritiker selbst in Frage. Ein großer Tumult entsteht, bis zur Selbstaufgabe aller Schauspieler. (Von Max Zimmermann)
Quelle: Märkische Allgemeine vom 26.01.2009