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Wettbewerb “Jugend debattiert” 2011/2012
Zum dritten Mal fand am 20.Januar 2012 der Schulwettbewerb “Jugend debattiert” statt.
“Sollen wie in Schweden Schülerinnen und Schüler Lehrkräfte im Unterricht duzen dürfen?”
Das war nur eine der drei Fragen, der sich die Teilnehmer im Rahmen des Wettbewerbes stellen sollten. Durch rege Beteiligung und harte Konkurrenz innerhalb der vorangegangenen Klassenwettbewerbe trat ein stark motiviertes und hochklassiges Starterfeld im Schulwettbewerb gegeneinander an. In zwei Qualifikationsrunden und den Finalrunden beider Altersklassen bewiesen die Schüler ein hohes Niveau und boten überzeugende Stellungnahmen zu den bundesweit vorgegeben Themen.
Zehn Tage haben die Schüler und Schülerinnen Zeit, sich in die Themenstellungen inhaltlich einzuarbeiten. Welche Position sie in der Debatte vertreten, können sie sich nicht aussuchen. Das wird ausgelost. Notwendig ist daher im Vorfeld eine gründliche Auseinandersetzung mit allen Pro- und Contra-Argumenten, um im Wettbewerb überzeugend zu sein.
Gefragt sind in der Debattenrunde, welche den genauen Zeitrahmen von 24 Minuten vorsieht, Überzeugungskraft, Ausdrucksfähigkeit, Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit. Jeder Teilnehmer muss eine zweiminütige Eröffnungsrede halten, in der 12-minütigen freien Aussprache argumentieren und in der Schlussrede ein Fazit der Debatte ziehen. Eine dreiköpfige Jury und Zeitnehmer bewerten nach Punkten, wie gut ein Debattant allen Anforderungen gerecht werden konnte.
Seit 2010 nimmt unsere Schule, initiiert durch die Fachkonferenzleiterin für Politische Bildung, Katrin Sander, an diesem Bundeswettbewerb teil. Inzwischen wurde seit diesem Schuljahr durch die Zusammenarbeit mit der Fachkonferenz Deutsch im Rahmen des Unterrichts der Klasse 8 die Debatte auch Lehrplanthema. Dadurch können Talente noch besser entdeckt werden. Gefördert werden sie dann zusätzlich, wenn die Schüler Lust haben, in der Arbeitsgemeinschaft “Jugend debattiert”, geleitet von Frau Sander. Seit zwei Jahren trifft die sich regelmäßig einmal wöchentlich.
Im Vorjahr 2011 schafften es zwei Schüler unserer Schule, Paul Gehrmann und Simon Lindner, sich für den Landeswettbewerb zu qualifizieren. Sie gewannen jeweils in ihren Altersklassen auf Regionalebene. Paul Gehrmann belegte auf Landeseben den hervorragenden vierten Platz.
Ergebnisse des Schulwettbewerbes “Jugend debattiert” Altersgruppe I Klasse 8/9
| Platzierung | Name | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1. | Marie Uhlmann (8/2) | Diese Teilnehmer sind für das Finale und den Regionalverbundwettbewerb qualifiziert! Sie vertreten unsere Schule am 24.02.2012 in Birkenwerder. |
| 2. | Leon Israel (8/3) | |
| 3. | Selina Graichen (8/5) | |
| 4. | Alexander Rotsch (9/1) | |
| 5. | Nicole Kempfer (9/1) | Diese Teilnehmer sind als Nachrücker für das Regionalverbundwettbewerb qualifiziert. Nicole Kempfer startet für Alexander Rotsch im Regionalverbundwettbewerb. |
| 6. | Stefan Scheunemann (9/3) | |
| 7. | Philipp Arndt (8/2) | |
| 7. | Felix Kretschmann (9/3) |
Ergebnisse des Schulwettbewerbes “Jugend debattiert” Altersgruppe II Klasse 10-13
| Platzierung | Name | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1. | Laura Bartel (13) | Die1.-4.-platzierten Teilnehmer sind für das Finale und den Regionalverbundwettbewerb qualifiziert! Sie vertreten unsere Schule am 24.02.2012 in Birkenwerder.
Platz 5 und 6 sind Ersatzstarter. Da bei Platz 4 - 6 Punktgleichheit bestand, entschieden hier die Einzelplatzierungen in den Debattenrunden über das endgültige Ergebnis. |
| 2. | Tobias Riemschüssel (11) | |
| 3. | Erik Stolzenburg (11) | |
| 4. | Simon Lindner (11) | |
| 5. | Janina Kallmeier (11) | |
| 6. | Norbert Heeger (11) |
LHG erfolgreich beim Regionalwettbewerb “Jugend debattiert”
Am 24.02.2012 fand der Regionalverbundswettbewerb in Birkenwerder statt.
Angetreten waren außer uns insgesamt vier Schulen: die Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder, das Puschkin-Gymnasium Hennigsdorf, das Runge-Gymnasium Oranienburg. Hier die Ergebnisse:
In der Altersklasse I konnten sich durch die Vorrunden drei von den insgesamt vier Finalplätzen Schülerinnen und Schüler unserer Schule erkämpfen! Leon Israel, Nicole Kempfer, Stefan Scheunemann. Im Finale errang Leon Israel durch eine überzeugende Leistung ein von zwei begehrten Startplätzen für den Landeswettbewerb in Potsdam am 24.03.2012. Herzlichen Glückwunsch!
In der Altersklasse II wurde durch einen Organisationsfehler einer der Teilnehmerschulen, die mit zu geringer Debattantenanzahl antrat, das Starterfeld leider halbiert, dadurch konnten statt der vorgesehenen vier nur zwei Starter pro Schule debattieren. In der Vorrunde unterlagen unsere Starter Tobias Riemschüssel und Erik Stolzenburg leider mit nur einem Punkt und konnten so im Finale nicht mehr eingreifen.
Tolle Leistungen beim Regionalfinale der Biologieolympiade
Am Mittwoch, den 15. Februar haben unsere beiden Teilnehmer mit hervorragenden Leistungen geglänzt. Alexander Rotsch hat den 1. Platz belegt. Kaum schlechter war Celine Reddig, die den 1. Platz um 0,1 Punkte verpasst hat. Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz. Wir wünschen beiden Schülern viel Erfolg beim Landesfinale.
Der Herr der Fliegen
Eltern haften für ihre Kinder…
…doch was passiert, wenn sie das nicht mehr können?
Was, wenn die Kinder plötzlich und unerwartet auf sich allein gestellt sind?
Diese Problematik wird in „Der Herr der Fliegen“ von William Golding thematisiert und als Theaterstück vom DS-Kurs am 16. und 17. März aufgeführt.
Wie sich die Menschen weit weg von jeder Zivilisation verhalten und welche Entwicklungen die Charaktere durchlaufen, ist ab 19 Uhr zu sehen.
Eintrittskarten für beide Veranstaltungen sind an der Abendkasse zu erhalten.
Amüsierende Version von „König Ödipus“ am Louise-Henriette-Gymnasium
Sophokles hätte sich im Grab umgedreht
Unter der dunklen Sonnenbrille strömt das Blut über die blassen Wangen des jungen Manns. Es ist Ödipus, der junge König von Theben, dessen Leben eine tragische Wendung genommen hat. Gerade hat er erfahren, dass er nur adoptiert ist. Außerdem soll er seinen leiblichen Vater Laios getötet und die eigene Mutter Iokaste zur Frau genommen und geschwängert haben.
„Eine so mitreißende Komödie hatte ich nicht erwartet“, sagte Peter Hetke. Überrascht war der 20-Jährige von der Interpretation von Sophokles’ antikem Stück „König Ödipus“ durch den Kurs Darstellendes Spiel der 12. und 13. Klasse des Louise-Henriette-Gymnasiums. Am Wochenende hatte es unter der Leitung von Achim Dawid Premiere. Durch raffinierte Wortspiele, erheiternde Reime und etliche Stilbrüche begeisterte die Theatergruppe die Zuschauer in der vollen Aula. Auf der Grundlage einer Bearbeitung durch den Kabarettisten Bodo Wartke entwickelte das Ensemble seine eigenen Ideen weiter. Neben überzeugender schauspielerischer Leistung und häufigem Einsatz zweier dialektischer Chöre punktete die Gruppe vor allem durch musikalische Einlagen mit Gesang, Klavier und Gitarre. Für Kursleiter Achim Dawid stellte dies eine Herausforderung dar, die das Engagement der Schüler über den Rahmen des Unterrichts hinaus erforderlich gemacht hatte. „Am schwierigsten fand ich es, den Teil des Chores auf Altgriechisch zu lernen“, sagt dagegen Darsteller Andreas Burmeister (18).
Minimalistische Kostüme aus weißen Shirts und Jeans, wenig Requisiten und stetige Rollenwechsel waren ebenso wesentlicher Teil der Darbietung. Der Charakter des Ödipus wurde von vier Darstellern (Andreas Burmeister, Raphael Reitmeyer, Tim Kretschmann, Konstantin Focking) verkörpert, und auch andere Hauptrollen wie die des Laios (Konstantin Focking, Tim Kretschmann, Paul Wegner) und der Iokaste (Henriette Schwärmer, Carolin Martin) fanden sich in Doppelbesetzungen wieder. Den ständigen Wechsel der Atmosphäre von mystisch und tragisch zu erheiternder Stimmung fand Zuschauerin Heidi Bräuer geglückt. „Witz und Tiefsinn – alles war enthalten und ansprechend präsentiert.“ Tatsächlich wurde an beiden Abenden die eine oder andere Lachträne vergossen. Stellt sich die Frage, wie wohl der alte Dichter selbst über die humoristische Auslegung seines Stücks gedacht hätte. „Sophokles hätte sich im Grab umgedreht“, ist Achim Dawid überzeugt, „aber gleichzeitig wäre er erfreut gewesen über solch leidenschaftlich spielende junge Leute.“ (Von Isabel Ottlewski)
Quelle: MAZ vom 18.01.2012