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Volleyballnacht 2013
LHG-Schachmannschaft nahm an Deutschen Meisterschaften teil
Von Donnerstag bis Sonntag fanden die Deutschen Schulschachmeisterschaften für Mädchenmannschaften in Lingen/Ems in Niedersachsen statt. Das Team des Louise-Henriette-Gymnasiums Oranienburg hatte sich dafür bei den im März dieses Jahres ausgetragenen Landesmeisterschaften qualifiziert: Unsere Mannschaft (Mandy Ziegel, Jessica Thimian, Sarina und Lisa Ihde) hatte sich viel vorgenommen. Obwohl Marie Wolff fehlte, wollten sich die Mädchen ähnlich gut wie in den beiden letzten Jahren präsentieren.
Gegner waren jetzt die aktuellen Landesmeister fast aller anderen Bundesländer. Einige Bundesländer waren sogar mehrfach vertreten, so dass 18 Mannschaften an den Start gingen. Vor Jahresfrist gelang immerhin ein toller 8. Platz.
Und es lief ähnlich gut beim LHG-Team: Nach 5 Partien standen am Sonnabendnachmittag 2 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen, also 5:5 Punkte auf der Habenseite, womit das Team zwischenzeitlich auf Platz 11 lag. Gegen Trier und Karlsruhe verloren die Oranienburger Mädchen, gegen Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern) und Papenburg (Niedersachsen) gewannen sie und gegen dass Immanuel-Kant-Gymnasium Dortmund, dem sie im Vorjahr noch 1:3 unterlagen, trennten sie sich 2:2-Remis. Ein ingesamt gelungener Einstieg ins Turnier.
In der 6.Runde schien das Losglück auf Oranienburger Seite: Sie wurden gegen die Gymnasiasten aus Blankenburg(Harz) angesetzt, die bisher erst einen Sieg errungen hatten und von der Spielstärke schlagbar schienen. Jessica und Lisa aber patzten, verloren durch unglückliche Fehler, Sarina rettete ein Remis und nur Mandy an Brett 1 konnte ihre Partie siegreich gestalten: 1,5:2,5 verloren. Nach 6 Runden lagen sie auf Platz 13.
Etwas Erholung gabs dann fürs Team im Emslandmuseum Lingen, wo sich die Mannschaft geschichtlich zum Austragungsort informierte. Abends folgte dann noch ein Besuch des Musicals „Woodstock – beautiful people“. Bei Musik von Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez, Blood, Sweat & Tears und anderen ging die Post so richtig ab. Wem „Woodstock“ nichts sagt, wer die Namen der Bands nicht kennt, kann ja mal Lisa oder Jessica danach fragen oder mit seinen Eltern darüber reden.
Am Sonntag früh gab es zum Abschluss noch eine erwartete Niederlage gegen ein ganz junges Schachteam aus Langen (Hessen), das am Ende Platz 4 belegte. Alle unsere Spielerinnen mussten die Stärke ihrer 13-jährigen Gegnerinnen akzeptieren und verloren jeweils ihr Match.
Mit insgesamt 5:9 Punkten konnte so die Vorjahresplatzierung leider nicht wiederholt werden. Für Platz 15 gab es aber immerhin für jede Spielerin eine Urkunde und ein kleines Erinnerungsgeschenk.
Verfügungstag
| 30. April 2013 | ||
| 07:00 | bis | 17:00 |
Verfügungstag
Wie man einen Despoten heranzieht: „Die Schule der Diktatoren“
Los, brüllt der Soldat. Martialische Blasmusik ertönt. Uniformierte verteilen Fähnchen an die Zuschauer in den ersten Reihen. Sie huldvoll zu schwenken, ist jedoch niemandem vergönnt, die Winkelemente werden umgehend wieder eingesammelt. So wurden die Besucher im Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium bestens auf „Die Schule der Diktatoren“ eingestimmt.
Erich Kästner hat die Komödie 1956 verfasst, und sich so mit der NS-Diktatur auseinandergesetzt. Für die Schüler ist das Stück immer noch aktuell. Der Flyer, den sie am Freitag am Eingang der sehr gut besuchten Aula verteilen, verweist unter anderem auf Nordkorea und Weißrussland.
Helme, Märsche, Fahnen, es sind erste Puzzlestücke für jede funktionierende Diktatur. Den Rest erledigt besagte Schule, in der ein skrupelloser Direktor angehende Despoten heranzüchtet. Tatsächlich sind es völlig austauschbare Marionetten, die den amtierenden Machtinhaber nach einem Attentat ersetzen können, ohne dass es auffällt. „Man sollte den Nachfolgern die Zunge herausschneiden und ein Grammophon in den Bauch einbauen“, empfiehlt der Leibarzt – einer der Drahtzieher im Hintergrund.
Alles auf der Bühne ist schwarz, bis auf den roten Teppich. Auf dem wird der nächste Präsident vereidigt. Der trägt, wie alle vor ihm und nach ihm, schwarzen Anzug und Melone, weiße Handschuhe, rote Schärpe. „Hoch, hoch, hoch“, rufen die Umstehenden aus.
Die Kleidung sitzt tadellos, schon optisch soll der Diktator das Volk beeindrucken. Die entsprechende Gestik wird in mehreren Übungseinheiten einstudiert. Auf Kommando recken vier „Schüler“ den rechten Zeigefinger in die Luft.
Was martialisch aussehen soll, entlarvt Kästner so als albern und peinlich. Und spätestens, als ein paar sehr leicht bekleidete Damen die Bühne betreten, sich an den Präsidenten schmiegen, wird aus präsidialem Pomp bloßer Mummenschanz. Es sind Prostituierte, die den Despoten bei Laune halten sollen, der ist ja schließlich auch nur ein Mensch.
Die jungen Darsteller des Gymnasiums geben ihr Bestes, um dem Spott, dem Sarkasmus des Kästner-Stücks gerecht zu werden. Besonders dem diabolisch-glatten Leibarzt – optisch perfekt mit braver Fliege und gut sitzender Frisur – sowie dem zynischen Direktor gelingt es, die Zuschauer bei der Stange zu halten.
Hinzu kommen mit Liebe zum Detail geschneiderte Kostüme und eine sehr originelle Kulisse. In der gerät die Diktatoren-Maschinerie plötzlich durcheinander. Ein angehender Despot ist viel kleiner als der andere, das fällt auf. Problem gelöst, er stellt sich einfach auf einen Koffer.
Von Fritz Hermann Köser
Aus: Märkische Allgemeine vom 18.03.2013
2 Medaillen für das LHG-Schachteam
Mit einem Titel und einem dritten Platz kehrte das Team des Louise-Henriette-Gymnasiums Oranienburg am Sonnabend von der LandesSchulSchachMeisterschaft aus Fredersdorf zurück.
An den Start gingen in diesem Jahr zwei Mannschaften des LHG: Philipp Zitzelsberger(Kl.9), Sönke Liesegang, Simon Lindner(beide Kl. 11) und Leonard Nebel(Kl. 7) wollten sich in der WK 1 mit angehenden Abiturienten messen. Marie Wolff, (Kl. 9), Mandy Ziegel, Jessica Thimian und Lisa Ihde (alle Kl. 11) hatten das Ziel, ihren Titel in der Wettkampfklasse Mädchen erfolgreich zu verteidigen, winkte ihnen doch bei einem Sieg die Möglichkeit, zum dritten Mal in Folge an der Deutschen SchulSchachMeisterschaft teilzunehmen.
In der WK 1 traten von 4 gemeldeten Mannschaften leider nur drei an: Das Gauss-Gymnasium aus Frankfurt/Oder , das Liebknecht-Gymnasium ebenfalls aus Frankfurt/Oder und eben das recht junge Oranienburger Team. In einer doppelten Runde sollte jedes Team zweimal gegen jedes andere spielen. Die jungen Oranienburger mühten sich, kämpften gut, haten aber gegen die älteren Frankfurter Teams schließlich keine Chance. Trotzdem freuten sich die Oranienburger am Ende über Bronze und nahmen sich vor, im nächsten Jahr stärker zu spielen.
In der Mädchen-Klasse traten neben den erfahrenen Oranienburginnen in diesem Jahr nur 4 Grundschulmannschaften an. Da wähnten die Schülerinnen des LHG ziemlich sicher, ihren Titel verteidigen zu können und wurden im ersten Spiel von der GS Hennickendorf kalt erwischt: Jessica und Lisa patzten gewaltig und verloren ihre Partien, so dass „nur“ ein 2:2 am Ende als Resultat stand. Es gab ein faires aber klares Auswertungsgespräch zwischen den siegverwöhnten Mädchen mit Tipps, sicherer zu spielen. Was folgte, waren nur noch 4:0 Siege, womit schließlich der Gesamtsieg gerettet wurde.
Mit diesen Platzierungen bleibt das LHG die Schachschule Oberhavels.
