Beiträge der Kategorie "Aktuelles am LHG"
Amüsierende Version von „König Ödipus“ am Louise-Henriette-Gymnasium
Sophokles hätte sich im Grab umgedreht
Unter der dunklen Sonnenbrille strömt das Blut über die blassen Wangen des jungen Manns. Es ist Ödipus, der junge König von Theben, dessen Leben eine tragische Wendung genommen hat. Gerade hat er erfahren, dass er nur adoptiert ist. Außerdem soll er seinen leiblichen Vater Laios getötet und die eigene Mutter Iokaste zur Frau genommen und geschwängert haben.
„Eine so mitreißende Komödie hatte ich nicht erwartet“, sagte Peter Hetke. Überrascht war der 20-Jährige von der Interpretation von Sophokles’ antikem Stück „König Ödipus“ durch den Kurs Darstellendes Spiel der 12. und 13. Klasse des Louise-Henriette-Gymnasiums. Am Wochenende hatte es unter der Leitung von Achim Dawid Premiere. Durch raffinierte Wortspiele, erheiternde Reime und etliche Stilbrüche begeisterte die Theatergruppe die Zuschauer in der vollen Aula. Auf der Grundlage einer Bearbeitung durch den Kabarettisten Bodo Wartke entwickelte das Ensemble seine eigenen Ideen weiter. Neben überzeugender schauspielerischer Leistung und häufigem Einsatz zweier dialektischer Chöre punktete die Gruppe vor allem durch musikalische Einlagen mit Gesang, Klavier und Gitarre. Für Kursleiter Achim Dawid stellte dies eine Herausforderung dar, die das Engagement der Schüler über den Rahmen des Unterrichts hinaus erforderlich gemacht hatte. „Am schwierigsten fand ich es, den Teil des Chores auf Altgriechisch zu lernen“, sagt dagegen Darsteller Andreas Burmeister (18).
Minimalistische Kostüme aus weißen Shirts und Jeans, wenig Requisiten und stetige Rollenwechsel waren ebenso wesentlicher Teil der Darbietung. Der Charakter des Ödipus wurde von vier Darstellern (Andreas Burmeister, Raphael Reitmeyer, Tim Kretschmann, Konstantin Focking) verkörpert, und auch andere Hauptrollen wie die des Laios (Konstantin Focking, Tim Kretschmann, Paul Wegner) und der Iokaste (Henriette Schwärmer, Carolin Martin) fanden sich in Doppelbesetzungen wieder. Den ständigen Wechsel der Atmosphäre von mystisch und tragisch zu erheiternder Stimmung fand Zuschauerin Heidi Bräuer geglückt. „Witz und Tiefsinn – alles war enthalten und ansprechend präsentiert.“ Tatsächlich wurde an beiden Abenden die eine oder andere Lachträne vergossen. Stellt sich die Frage, wie wohl der alte Dichter selbst über die humoristische Auslegung seines Stücks gedacht hätte. „Sophokles hätte sich im Grab umgedreht“, ist Achim Dawid überzeugt, „aber gleichzeitig wäre er erfreut gewesen über solch leidenschaftlich spielende junge Leute.“ (Von Isabel Ottlewski)
Quelle: MAZ vom 18.01.2012
Was macht eigentlich …?
Liebe Ehemalige!
Schule lebt nicht nur von der Gegenwart und den aktuellen Schülerinnen und Schülern, sondern auch von denen, die sie einmal besucht haben. Aus diesem Grund möchten wir auf unserer Homepage eine Seite einrichten, auf der ehemalige Schülerinnen und Schüler über ihren Werdegang berichten können. Wer interesse hat, schreibt einfach an unsere Adresse (lhgym[at]gmx.de).
Klausurtermine für das 2. Halbjahr
Die Klausurtermine für das 2. Halbjahr findet Ihr ab sofort hier.
Reise zu den Religionen der Welt
„Wir hätten gerne ein offenes Haus, aber die Sicherheitsvorkehrungen lassen dies leider nicht zu“, bedauert Michael Joachim vom Vorstand der Synagoge. Vor ihm in den Bänken sitzen 19 Schülerinnen und Schüler des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums. Zusammen mit ihren Lehrern Joachim Dawid und Jens Rösener verfolgen die Elftklässler gebannt, was der Berliner ihnen zu berichten hat.
Denn in dieser Woche dreht sich bei den Gymnasiasten alles um den Glauben. Während der Religionsphilosophischen Projektwoche beschäftigen sie sich nicht nur mit theoretischen Fragen, sondern erleben die verschiedenen Glaubensrichtungen auch praktisch. Je nach Interesse besuchten junge Menschen am Dienstag Tempel, Moscheen, Gebetsräume – oder aber die Synagoge.
„Dort befindet sich die Thora“, deutet Michael Joachim von der jüdischen Gemeinde hinter sich auf den Holzschrein mit dem Vorhang. „Die fünf Bücher Moses bilden die Grundlage der jüdischen Glaubensausübung und werden einmal pro Jahr gelesen“, erklärt er weiter.
Dann schiebt er den Vorhang langsam zur Seite und holt eine Thorarolle hervor. Vorsichtig nimmt er den bestickten Mantel von der Rolle und öffnet das Stoffband, mit der sie umwickelt ist. Behutsam zieht er die Schriftenrolle an den Holzgriffen ausein-ander und breitet sie auf dem Lesepult aus. Damit es noch anschaulicher wird, legt er sich einen Gebetsmantel, den so genannten Tallit, um.
Nach den Ausführungen zum Sabbat und zum Gottesdienst, sind die Schüler gefragt. „Guckt euch um“, fordert Michael Joachim sie auf. „Seht ihr, wir haben keinen Schmuck, keine Heiligen, nichts zum Hingucken. Eigentlich haben wir einen unspektakulären Glauben“, meint er schließlich.
Dennoch zeigen sich die Elftklässler absolut begeistert von ihrem Besuch in der Synagoge. Schließlich waren die meisten von ihnen vorher noch nie in einem jüdischen Gotteshaus. „Spannend“, lautet das Urteil von Wladislaw und Dimitry. Das finden auch ihrer Lehrer: „Wir können diese Woche selbst noch einiges lernen.“ Auch Janina und Laura sind zufrieden. „Es ist gut, mit Leuten zu sprechen, die die Religion selbst ausleben. Man macht sich einfach mehr Gedanken und hinterfragt Dinge eher“, loben sie die Idee der Projektwoche. Am Dienstagnachmittag besuchten weitere Gymnasiasten auch einen Buddhistischen Tempel in der Hauptstadt.
Quelle: Ulrike Kirsten, Oranienburger Generalanzeiger vom 25.01.2012
1.Runde Physik-Olympiade und das LHG stellt einen Sieger!
…und Alexander Rotsch aus der 9/1 siegt weiter! Die 1.Runde der Physik-Landesolympiade hat Alexander als einziger Brandenburger Neuntklässler mit phantastischen 40 von 40 Punkten abgeschlossen. Damit wurde er nicht nur Bester Physiker - auch vor allen Teilnehmern der Brandenburger Spezialklassen, sondern hat sich natürlich für Runde 2 qualifiziert! Unseren Glückwunsch!!!
Wir halten euch auf dem Laufenden…
Eure Physik-Fachkonferenz
Hier sehr ihr Alexander bei einer früheren Exkursion mit einem Grundkurs Physik13 im Schülerlabor für Höchstfrequenztechnik bei der Herstellung von Leiterplatinen:
